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Thema: Breitband

Mein Rückblick auf das Breitband-Jahr 2018

Das Breitband-Geschehen im Jahr 2018 wurde weitgehend dominiert vom Breitband-Förderprogramm des Bundes, das mit seinem Fördervolumen eine hohe Attraktivität ausgeübt hat. Eine seiner positiven Auswirkungen ist in der Tatsache zu sehen, dass die Bedeutung einer zukunftssicheren Breitbandinfrastrukturen bei allen Kommunen vorhanden ist.

Das Förderprogramm des Bundes hatte bei seiner Einführung im Jahr 2015 eine Reihe auch von mir kritisch bewertete Anforderungen, von denen die meisten mit der Novellierung im Sommer dieses Jahrs beseitigt wurden. So entfällt das Scoring-Verfahren, das zu einen erheblichen Bearbeitungsaufwand gebracht hat und als Nebeneffekt zur Folge hat, dass für 2019 eine Reihe von Anträgen zum 6. Förderaufruf zu erwarten sind, in denen man eine Förderung für diejenigen unterversorgten Anschlüsse beantragt, die man zur Verbesserung des Scoring-Wertes in dem früheren Antrag herausgelassen hat. Dies bedeutet zusätzlichen Aufwand und vermutlich insgesamt noch mal höhere Kosten. Auch ist seit Mitte dieses Jahrs zur Stellung eines Antrags kein detaillierter Netzplan mit Stücklisten und Wirtschaftlichkeitsanalyse mehr erforderlich. Da Netzbetreiber im Vergabeverfahren nach ihren Rahmenbedingungen und Vorstellungen eine eigene Netzplanung erstellt haben, hatte der zum Antrag erstellte Netzplan nur höhere Kosten für die Antragsteller gebracht und insgesamt ca. sechs Monate mehr an Zeitbedarf.

Positiv zu werten, aus meiner Ansicht aber auch lange überfällig war die Entscheidung, dass mit Fördergeldern nur noch Glasfaser-Hausanschlüsse finanziert werden. Anträge die noch für einen Ausbau mit der nicht nachhaltigen Brückentechnologie Vectoring gestellt wurden, konnten in einem Upgrade auf einen FTTB-Ausbau umgestellt werden. Auch dies allerdings wieder mit zusätzlichem Aufwand und in der Regel einem höheren Eigenanteil für die Antragsteller.

Seit Sommer 2017 können Kommunen für Bildungseinrichtungen, die in einem „weißen Fleck“ mit einer Versorgung von unter 30 Mbit/s liegen, einen geförderten Ausbau mit Glasfaser-Anschlüssen beantragen. Dabei hat man die intelligente Lösung für die Aufgreifschwelle gefunden, dass die Aufgreifschwelle von 30 Mbit/s nicht für das Gebäude gilt, sondern für jede Schulklasse und die Verwaltung. Damit wurde fast jede Schule, die in einem weißen Fleck liegt, förderfähig. Seit November dieses Jahrs sind auch unterversorgte Schulen in „grauen Flecken“ förderfähig. Dieser zur Verbesserung der Bildungsinfrastruktur notwendige Schritt hat allerdings für viele Antragsteller zusätzlichen Aufwand bereitet. So musste für Anträge, die vor Sommer 2017 gestellt wurden, eine neue Netzplanung und eine neue Wirtschaftlichkeitsanalyse erstellt werden. Dies hatte in vielen Fällen Verzögerungen von einem halben Jahr zur Folge. Für die jetzt neu zustellenden Anträge für die Anbindung der Schulen ist zwar keine Netzplanung mehr zu erstellen, der Aufwand für ein zusätzliches Vergabeverfahren bleibt allerdings.

Zwischenzeitlich wurde das sinnvolle Ziel verkündet, alle ausgewiesenen Gewerbegebiete mit Glasfaser-Anschlussnetzen zu versorgen. Seit November gilt auch hier eine neue Regelung für die Aufgreifschwelle. Unterversorgt gelten Betriebe, in denen nicht jeder mit dem Internet verbundene Arbeitsplatz und jede internet-verbundene Maschine mindestens 30 Mbit/s nutzen kann. Das ist ein großer Schritt in die richtige Richtung und wird ermöglichen, dass fast alle Gewerbegebiete mit Glasfaser ausgebaut werden können. Betriebe, die in Sondernutzungsflächen oder in Gebieten mit gemischter Wohn- und Gewerbenutzung liegen profitieren von den Änderungen nicht. Die Änderung der Aufgreifschwelle kommt auch sehr spät. In vielen Förderanträgen wurden bereits die nach der damaligen Aufgreifschwelle von 30 Mbit/s unterversorgten Teile von Gewerbegebieten aufgenommen. Für diese Gebiete ist jetzt ein zusätzlicher Förderantrag zu stellen, der mit hoher Wahrscheinlichkeit in der Umsetzung teurer wird im Vergleich zu einem Ausbau des gesamten Gebietes. Synergien bei den Bauarbeiten sind vermutlich kaum zu nutzen und es bleiben eine Reihe von Fragen offen. Auch hierbei entsteht für die Antragsteller ein zusätzlicher Aufwand, da auf jeden Fall ein weiteres Vergabeverfahren mit EU-weiter Ausschreibung durchzuführen ist.

Für neue Förderanträge wird die Abwicklung aber von diesen Erschwernissen nicht mehr beeinträchtigt. Allerdings bleibt auch nicht mehr so viel Potenzial für neue Förderanträge. Wenn alle derzeit in Förderverfahren beantragten Maßnahmen umgesetzt sind, dürften nach meiner persönlichen Schätzung deutlich unter 5%, wahrscheinlich 2-3% der Anschlüsse unterhalb der geltenden Aufgreifschwelle von 30 Mbit/s verbleiben. Ein Teil davon wird vermutlich auch eigenwirtschaftlich und durch Bürgerinitiativen ausgebaut werden können. Für 2019 erwarte ich zahlreiche Anträge zur Versorgung der unterversorgt gebliebenen Teile von Gewerbegebieten und zur Anbindung von Schulen. Auch zur Versorgung der unterversorgten Wohngebiete wird es nach meiner Einschätzung viele neue Anträge geben, die zwar vergleichsweise weniger Anschlüsse betreffen, aber in den Kosten je Anschluss stark ansteigen werden.

Weitere geförderte Maßnahmen werden wohl erst bei einer allgemeinen Anhebung der Aufgreifschwelle möglich. Der in diesem Jahr von der EU verabschiedete Kodex für die elektronische Kommunikation erlaubt Vermutungen. Der Kodex wird jetzt in den Partnerstaaten in nationales Recht umgewandelt. So wird das Fördergeschehen auch in den nächsten Jahren Dynamik behalten. Dabei sollte der geförderte Ausbau in seiner Auswirkung auch nicht überschätzt werden. Mit den vom Bund bereitgestellten Milliarden an Euros werden vermutlich gerade mal 5% der Haushalte in Deutschland einen schnelleren Breitbandanschluss erhalten. Der Breitbandausbau wird nach wie vor in seiner Breite getragen vom eigenwirtschaftlichen ausbau durch die Netzbetreiber.

Ein Engpass für den Breitbandausbau, den Experten schon seit geraumer Zeit vorhersagen, zeigt sich in begrenzt verfügbarer Tiefbau-Kapazität. Längere Bauzeiten und höhere Kosten werden die Folge sein, auf die sich die Kommunen einstellen müssen. Noch sind es wenige von den seit der Anfang 2016 beantragten Maßnahmen, die in der Umsetzung sind. Im nächsten Jahr werden es deutlich mehr Projekte sein. Es zeigt sich aber jetzt schon, dass viele Kommunen in ihren Tiefbauämtern noch nicht auf die auf sie zukommenden Aufgaben vorbereitet sind. Genehmigungsverfahren sind komplex und durch den Breitbandausbau kann sich die Zahl der Fälle gegenüber dem normalen Geschäft eben mal verdoppeln. Mit dem Erfordernis der mindertiefen Verlegung steigt der Prüf- und Genehmigungsaufwand. Auch die laufende Baubegleitung und die spätere Abnahme erfordern für die Verlegung der Breitbandinfrastruktur in der Regel einen deutlich höheren Personaleinsatz als andere Tiefbaumaßnahmen.

 

Erfreulicherweise profitiert auch der eigenwirtschaftliche Ausbau der Glasfaser-Netze von der erhöhten Sensibilität für die Breitbandversorgung. Mittlerweile zeigt sich verstärktes Interesse bei den Netzbetreibern, eigenwirtschaftlich Gewerbegebiete auszubauen und in der Nachfragebündelung Wohngebiete zu gewinnen. Unverständlich bleibt für mich, warum sich immer noch sowohl Privathaushalte, aber auch Betriebe in Nachfragebündelungen der Entscheidung für einen nachhaltigen Glasfaser-Anschluss verweigern. Hier ist offensichtlich weiterhin intensive Aufklärungsarbeit erforderlich.

Mein persönlicher Rückblick auf das Breitband-Jahr 2018 zeigt, dass die Entwicklung in die richtige Richtung vorangeht und an Fahrt aufgenommen hat. Auch das kommende Jahr 2019 wird sicher nicht an Dynamik verlieren und allen beteiligten Akteuren wieder vollen Einsatz abverlangen! Seit 12 Jahren beschäftige ich mich mittlerweile mit den Themen Digitalisierung und Breitbandinfrastrukturen und ich hoffe, 2019 bleibt so spannend und herausfordernd wie die Jahre zuvor. Für die gute und konstruktive Zusammenarbeit mit den Akteuren insbesondere bei Kreisen und Kommunen, aber auch Netzbetreibern, Projektkollegen und allen anderen Beteiligten möchte ich mich bedanken und hoffe, dass sich diese auch im neuen Jahr so weiter fortsetzt!

Ich wünsche ein gutes neues Jahr mit Glück, Gesundheit und Erfolg, auch beim Streben nach mehr Glasfaser-Anschlüssen in Deutschland!

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Jürgen Kaack 31.12.2018, 13.54 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Geschäftsmodelle für den Breitbandausbau

Auch diesen bei MittelstandsWiki erschienen Artikel habe ich vor über fünf Jahren geschrieben und die dort beschriebenen Geschäftsmodelle gelten auch heute noch. Nur Zweckverbände und Genossenschaften waren schon damals eher die Ausnahme und dürften im Hinblick auf die verbesserte Versorgungslage heute kaum noch eine wesentliche Rolle spielen. Der Ausbau von Glasfaser-Anschlussnetzen durch Stadtwerke und andere Versorgungsunternehmen, mit bürgerschaftlichem Engagement, durch Motivation der Netzbetreiber, die konsequente Nutzung von vorhandener Leerrohr-Infrastruktur und die Einbeziehung von anstehenden Tiefbaumaßnahmen sind unverändert relevant, wenn man den Glasfaser-Ausbau nicht ausschließlich von öffentlichen Fördergeldern und den Planungen der Netzbetreiber abhängig machen will.
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Jürgen Kaack 27.08.2018, 14.38 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Hindernisse beim Breitbandausbau

2013 habe  ich einen Artikel zum Breitbandausbau geschrieben. Die genannten Zahlen zum Versorgungsgrad sind zwar nicht mehr aktuell, aber die beschriebenen Probleme grundsätzlich schon. Zwar wird heute kaum noch jemand infrage stellen, dass nur eine durchgehende Glasfaser bis zum Hausanschluss nachhaltige TK-Infrastrukturen ermöglicht. Auch ist der FTTB-Ausbau auch bei den großen Netzbetreibern mittlerweile (fast) zur Regeltechnik geworden. Die niedrige Nachfrage nach schnellen Internet-Anschlüssen ist in vielen Fällen immer noch ein Problem, insbesondere dann, wenn mit Brückentechnologien wie Kabelnetzen und Vectoring heute ausreichende Geschwindigkeiten ermöglicht werden. Insbesondere der großflächige Vectoring-Ausbau hat den schnelleren Ausbau von Glasfaseranschlussnetzen gebremst. Es wäre allerdings ein Fehler, wenn man abwarten möchte, bis die Nachfrage ansteigt.

Der Bau von Glasfaser-Anschlussnetzen erfordert weitreichende Tiefbauarbeiten, die mit hohen Investitionen verbunden sind. Möchte man zur Kostensenkung Synergien mit aynderen Tiefbaumaßnahmen nutzen, muss man gleichzeitig eine ausreichend lange Zeit für den Netzaufbau einplanen. Aber auch für diesen Fall sind Vorleistungen in Form von technischer Netzplanung und Personal zur Koordination erforderlich. Die Ausbaugeschwindigkeit ist immer noch zu langsam, um innerhalb von 10 Jahren Flächendeckung zu erreichen. Neue Ansätze für den Ausbau werden (immer noch) nicht erprobt. Die Vergabe von langlaufenden exklusiven Lizenzen für Glasfaser-Anschlussnetze könnte Investoren Sicherhehit geben.


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Jürgen Kaack 25.08.2018, 18.08 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Voucher als Alternative zu Förderprogrammen für Breitbandausbau?

Der Vorschlag zu Voucher-Lösungen für den Breitbandausbau kommt ja immer wieder mal auf. Möglicherweise vereinfacht ein Vouchersystem das Verfahren gegenüber anderen Förderprogrammen. Zu beachten ist aber, dass auch ein staatlich vergebener Voucher eine öffentliche Beihilfe aus Steuermitteln darstellt und die Ausgabe daher nicht zwangsläufig einfacher wird. Zum anderen ist ein fester Betrag von, wie in diesem Artikel laut den Vorstellungen der Verbände vorgeschlagen, € 1.500 in vielen Fällen von Gebväuden in Streusiedlungen oder in Einzellagen deutlich zu gering, um die tatsächlichen Kosten zu decken. Für den Ausbau von Einzelanschlüssen werden nicht selten Beträge im fünfstelligen Bereich gefordert. 

Zudem müsste irgendjemand die Koordination bei der Auswahl des TKU übernehmen. Wenn bei beispielsweise 10 benachbarten Grundstücken die Eigentümer ihre Voucher an drei unterschiedliche TKU geben, dürfte ein Ausbau immer noch unattraktiv oder unwirtschaftliche sein.

Die Erprobung eines Vouchersystems in einem Pilotversuch kann Erkenntnisse über die Handhabbarkeit und die tatsächlichen Vorteile gegenüber den bisherigen Förderprogrammen liefern. Die bessere Alternative zum geförderten Ausbau bleibt aber in jedem Fall der eigenwirtschaftliche Ausbau.
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Jürgen Kaack 21.07.2018, 13.52 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Der langsame Glasfaser-Ausbau in Deutschland

Dieser Artikel bei Heise online gibt eine zutreffende Darstellung zum Glasfaser-Ausbau in Deutschland. Die Notwendigkeit für den Aufbau eines flächendeckenden Glasfaser-Anschlussnetzes ist schon lange erkannt, die Umsetzung lässt bislang noch sehr zu wünschen übrig. Der breite Ausbau der nicht zukunftssicheren Vectoring-Technologie ist dabei ein Hemmschuh für den Ausbau mit Glasfaser. Den Einsatz öffentlicher Fördermittel jetzt auf Glasfaser zu begrenzen, bringt wenig, wenn die Aufgreifschwelle für die Förderung bei der EU nicht in nächster Zeit deutlich nach oben korrigiert wird. Die genannten Beispiele zeigen trotzdem, dass der Glasfaser-Ausbau durchaus gelingen kann, wenn Kommunen und Netzbetreiber zusammenarbeiten.
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Jürgen Kaack 18.07.2018, 14.43 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Erste geförderte FTTB-Projekte sind umgesetzt

So langsam kommen die Projekte nach dem Bundesförderprogramm zum Breitbandausbau in Gang. Der erste in diesem Artikel beschriebene Bauabschnitt auf Rügen ist mit 110 angeschlossenen Haushalten zwar noch klein, aber es ist ein FTTB-Ausbau mit Glasfaser bis zum Hausanschluss, und bis Ende des Jahres sollen in diesem Projekt schon 1.700 Haushalte angeschlossen sein. Alleine in Mecklenburg-Vorpommern gibt es weitere 78 Teilprojekte zum Ausbau der Breitband-Infrastruktur. Mit dem Bundesförderprogramm und den vorläufig bewilligten Anträgen sind Investitionen in Höhe von geschätzt ca. € 12 Mrd. zu erwarten, so dass es in nächster Zeit noch mehr Erfolgsmeldungen über realisierte (Teil)-Projekte geben wird.

Abgesehen von den hohen bürokratischen Hürden und zum Teil unverständlich aufwändigen Verfahrensschritten, die jetzt mit der Novellierung der Förderrichtlinie Anfang Juli weitgehend ausgeräumt wurden, kann man das Bundesförderprogramm schon jetzt als Erfolg ansehen. Neben den geförderten Projekten wurde auch der eigenwirtschaftliche Ausbau im Wettbewerb intensiviert.


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Jürgen Kaack 17.07.2018, 12.05 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Konzept-Ansätze für die Migration von Kupfer- zu Glasfasernetzen

Die Bedeutung von Glasfaser für die Digitalisierung dürfte inzwischen nicht mehr infrage gestellt werden. Der Weg von den heute ca. 90% Kupferanschlüssen zu Glasfaser ist dagegen immer noch offen. Die beste Option ist und bleibt auch zukünftig der eigenwirtschaftliche Ausbau durch die Netzbetreiber im Wettbewerb untereinander.

Der wesentliche Treiber bleibt dabei allerdings der Wettbewerb. Ist der Wettbewerb in einer Region schwach und der Kundendruck nicht hoch, dann dürfte diese Region vermutlich länger warten müssen. Neben dem eigenwirtschaftlichen Ausbau stellt der mit öffentlichen Geldern geförderte Ausbau immer noch eine gerne gesehene Option dar.

Allerdings beschränkt die geltende Aufgreifschwelle von 30 Mbit/s die weiteren Möglichkeiten einer Förderung erheblich. Dabei war schon 2015 bei Einführung des Bundesförderprogramms offensichtlich, dass diese Aufgreifschwelle keine längerfristige Perspektive für einen nachhaltigen Breitbandausbau bietet. Leider hat man bis heute die Zeit verpasst, die Aufgreifschwelle in Brüssel anzuheben.

Mitte letzten Jahres habe ich ein Konzeptpapier mit den grundsätzlichen Möglichkeiten zur Erzielung eines Glasfaser-Ausbaus erstellt und erst in einzelnen Kapiteln veröffentlicht und dann als etwas ausführlicheres eBook. Darin beschreibe ich die möglichen Geschäftsmodelle und Ansätze mit denen ein FTTB-Ausbau möglich wird. In vielen Fällen werden Gebietskörperschaften aber auch Unternehmer und Privatpersonen sich stärker für den Glasfaser-Ausbau engagieren müssen, als dies in der Vergangenheit der Fall war.

Im Hinblick auf die Bedeutung der Glasfaser-Migration habe ich wesentliche Teile aus meinem Konzeptpapier zur Anregung für das eigene Handeln als eigene Rubrik unter "Glasfaser-Migration" auf meiner Homepage www.STZ-Consulting.de eingestellt.

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Jürgen Kaack 16.07.2018, 12.00 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Bücher und eBooks

Eine Übersicht über die von mir in den letzten Jahren veröffentlichten Büchern sowie über eine Reihe von älteren eBook zu unterschiedlichen Themen findet sich mit Links zu den jeweiligen Verlagen auf der Seite „Bücher / eBook“ der Homepage von STZ-Consulting Group.

Detailliertere Informationen zu den die Familienforschung betreffenden Veröffentlichungen finden sich auf der Seite „Bücher“ meiner neuen Homepage kaack.org

Derzeit sind keine neuen Veröffentlichungen geplant, aber über neue Entwicklungen werde ich auf den Blog-Seiten der Homepages berichten.


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Jürgen Kaack 13.07.2018, 11.39 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Neue Webseite zu meiner Familien- und Regionalforschung fertig!


Vor einiger Zeit habe ich über meine Pläne zur Neustrukturierung meiner Kommunikationsstränge berichtet. Auf der neuen Homepage will ich Auszüge aus Inhalten und Ergebnisse meiner Familienforschung darstellen, über neue Erkenntnisse aus der Genealogie werde ich auf dem Blog der neuen Seite informieren. Damit ist das Durcheinander mit anderen Themen aus meinem Beratungsgeschäft beseitigt.

Die Homepage www.kaack.org ist jetzt nach doch etwas längeren Vorarbeiten im ersten Wurf fertig und ich bin mit dem Ergebnis durchaus zufrieden. Natürlich lässt sich auch auf einer Homepage nicht der Inhalt der gesamgten Familienchronik wiedergeben, aber das ist auch nicht die Intention. Anders als auf diesem Blog sind die verschiedenen Beiträge auf der neuen Seite thematisch sortiert. Die hier in 28 Einzelbeiträgen vorgestellten „Zeitzeugnisse meiner Vorfahren“ sind auf der neuen Webseite auf einer (längeren) Seite chronologisch angeordnet zu finden unter diesem Link.

Zu einigen Familienzweigen habe ich auf eigenen Unterseiten kurze Abrisse zusammengestellt. Natürlich finden sich auf der neuen Seite auch hier nicht richtig darstellbare Fotos alter Photochrom- und Lichtdrucke, Scans von Holzschnitten aus dem 19. Jahrhundert, aber auch Links zu Galerien mit aktuellen Fotos, von denen ich hier auch Teile unter dem Titel „Sylt-Impressionen“ versuchsweise eingestellt hatte. Interessierte mögen sich auf der Seite "Sylt-Impressionen" umsehen.

Ich hoffe, dass die neue Seite ebenso viele interessierte Leser findet, wie es hier auf dem Blog der Fall war! Ich lade daher gerne zur Durchsicht oder zum vertieften Lesen der (bis auf Hinweise zu meinen Büchern) werbefreie und nicht-kommerzielle private Homepage www.kaack.org ein. 

Für Inhalte zu meinem Beratungsgeschäft mit den Themenschwerpunkten Unternehmensführung, Digitalisierung und Breitbandausbau steht weiterhin meine Homepage www.stz-consulting.de zur Verfügung. Zukünftig werde ich dort im Blog über Aktuelles berichten, sofern es nicht eher Themen für die Social-Media sind.


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Jürgen Kaack 12.07.2018, 15.14 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Beiträge zum Ausbau von Breitbandinfrastrukturen

Meine Beiträge zu den von mir in den letzten Jahren schwerpunktmäßig bearbeiteten Themen rund um Breitband und den Ausbau von Breitband-Infrastrukturen habe ich auf zwei Seiten meiner Homepage STZ-Consulting Group zusammengefasst.

Der Breitbandausbau ist ein komplexes Vorhaben, bei dem in der Regel viele Institutionen beteiligt sind. Diese Seite mit ihren Unterseiten beschäftigt sich dabei nur mit solchen Ausbau-Vorhaben, die nicht von Netzbetreibern eigenwirtschaftlich umgesetzt werden. Im Fokus der folgenden Seiten steht ein Breitbandausbau, der unter Einbindung von Gebietskörperschaften, Stadtwerken oder auch im Rahmen von Bürgerinitiativen erfolgt. Zur Finanzierung der Maßnahmen wurden in eingien Fällen öffentliche Förderprogramme von Bund und Land genutzt. Auf dieser Seite werden unten ausgewählte Fallbeispiele aus der Beratungspraxis von STZ-Consulting.

STZ hat aufgrund der Erfahrung seiner Partner seit der Gründung 2002 einen Branchen-Schwerpunkt in der Telekommunikation und unterstützt Telekommunikationsanbieter bei der Entwicklung und Ausgestaltung neuer Geschäftsmodelle, der Realisierung von Kooperationen und der Gestaltung und Markteinführung von neuen Diensten. Schon seit 2006 stehen Kreisen, Kommunen, Stadtwerken als Kunden im Vordergrund mit Vorhaben zum Ausbau einer nachhaltigen Breitbandinfrastruktur. Der ursprüngliche Schwerpunkt der Projekte lag in der Sicherstellung der Grundversorgung in unterversorgten Ortsteilen mit mindestens 1 bzw. später 2 Mbit/s. Diese Phase ist seit 2013 weitgehend abgeschlossen und jetzt liegt der Fokus auf der Schaffung von Glasfaser-Anschlussnetzen. Immer noch aktuell ist der Bedarf in Gewerbegebieten, die aufgrund ihrer Lage oft unter schwachen Breitbandanschlüssen leiden. Zunehmend entwickelt sich die Nachfrage nach Beratungsunterstützung in Richtung auf neue Hochleistungsnetze (NGA), die in Kooperation oder durch eigene Infrastrukturaktivitäten aufgebaut werden.

Informationen zum grundsätzlichen Ablauf eines Breitbandprojektes finden sich auf der Seite "Vorgehen beim Breitbandausbau". Eine wichtige Aufgabe ist die Konkretisierung in Verbindung mit der Gestaltung tragfähiger Geschäftsmodelle im Zusammenspiel zwischen Kommune, privaten Infrastrukturbetreibern und den Anbietern von Diensten. Hierzu sei auf die Unterseiten "Geschäftsmodell vor Netzplan" und  "Geschäftsmodelle für den Breitbandausbau" verwiesen. Aufgrund der durch Tiefbauarbeiten bedingten hohen Kostenm für den Breitbandausbau ist der Ausgestaltung des Geschäftsmodells hohe Bedeutung einzuräumen, um Fehlinvestitionen zu vermeiden. Auf der Seite "9-Punkte Maßnahmenplan für den Glasfaser-Ausbau" erläutert einige Voraussetzungen und Rahmenbedingungen, um eine flächendeckenden Ausbau von Glasfaser-Anschlussnetzen innerhalb von etwa zehn Jahre zu erreichen. Die Seiten "Grundbegriffe Telekommunikation" und ein "Glossar" mit häufig verwendeten Begriffen und Abkürzungen für Telekommunikation und Breitband helfen beim Verständnis des Fach-Jargons.

Der Breitbandausbau in Deutschland kommt gut voran, das Bundesförderprogramm für den NGA-Ausbau hat einen guten Schub ergeben. Bis 2020 oder 2022 werden mit Zuwendungen in Höhe von ca. € 8 Mrd. Infrastrukturen ausgebaut, die mindestens 50 Mbit/s ermöglichen, in vielen Fällen werden dabei direkt FTTB-Anschüsse mit Glasfaser bis zum Hausanschluss verlegt. So weit ist eigentlich alles gut, wenn es nicht die Notwendigkeit gäbe innerhalb der nächsten 10 Jahre flächendeckende Glasfaseranschlüsse zu schaffen.

Das laufende Bundesförderprogramm ermöglicht Zuwendungen nur für Anschlüsse, die heute weniger als 30 Mbit/s haben. Bei Start des Programms im Dezember 2015 betraf dies ca. 25% aller Anschlüsse in Deutschland. Glasfaseranschlüsse sind in Deutschland bislang eher die Ausnahme. Nur etwa 5% der Anschlüsse sind in Glasfaser ausgeführt (die tatsächliche Nutzungsquote liegt sogar nur bei etwas der Hälfte). Mithilfe der Mittel aus dem Bundesförderprogramm könnten weitere 15% der Anschüsse mit Glasfaser-Hausanschüssen ausgebaut werden, so dass bei fertiger Umsetzung des Bundesförderprogramm Ende 2019 noch ca. 80% der Hausanschüsse immer noch in Kupfer ausgeführt sind. Nicht nur im Hinblick auf die Glasfaser-Infrastruktur besteht in Deutschland Nachholbedarf, auch bei der Entwicklung und Nutzung von digitalen Anwendungen sind andere Länder mittlerweile weiter als Deutschland. Dabei bietet die Digitalisierung gute Chancen zur Gründung von neuen Unternehmen und neuen Wachstumssegmenten.

Eine Förderung des flächendeckenden Aufbaus von Glasfaser-Anschlüssen mit Zuwendungen zur Schließung einer Deckungslücke ist im Hinblick auf die zu erwartende Höhe der Förderbudgets und die Komplexität vermutlich nur schwer zu vertreten. Aus  meiner Sicht müssen neue Ansätze mit einem längerfristigen Horizont begangen werden. Auch für die Entwicklung von innovativen digitalen Anwendungen sind neue Ansätze erforderlich, bei der die stärkere Einbindung von Hochschulen, der Abbau von Bürokratie und die Schaffung von geeigneten Rahmenbedingungen zu gestalten sind. In einem Konzeptpapier habe ich meine Analyse zur Situation erläutert und stelle meine konzeptionellen Ansätze für die weitere Ausgestaltung zur Diskussion. Die ausführliche Studie zur Glasfasermigration habe ich Mitte 2017 unter dem Titel "Digitalisierung und die Migration zu Glasfaser-Netzen" als eBook veröffentlicht. Auszüge aus der Konzeptstudie finden sich entsprechend iherer Bedeutung auf der entsprechenden Seite "Glasfaser--Migration" meiner Homepage.

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Jürgen Kaack 08.07.2018, 13.09 | (0/0) Kommentare | TB | PL