Blogeinträge (themensortiert)

Thema:

Die Welt der Friesen im Wandel



Die Welt der Friesen ist in der Vergangenheit von vielen äußeren Einflüssen verändert worden. Sturmfluten waren wiederkehrende Ereignisse mit teilweise katastrophalen Einschnitten und vielen Todesopfern. Hungersnöte und Armut waren aber ebenso typische Ereignisse. Veränderungen brachte die Entwicklung der Seefahrt, zunächst in Form von Küstenfahrten, dann mit dem Walfang vor Grönland, der viele Kapitäne zu Wohlstand verholfen hat. Nach dem Walfang kam die Handelsseefahrt und erst ab 1855 zog der Tourismus auf Sylt ein, mit einschneidenden Veränderungen bis zum heutigen Tag.

In meinem Buch „Heimat Sylt“ habe ich diese regionalhistorischen Aspekte behandelt und jetzt sind Ausschnitte auf meiner neuen Seite zur Familiengeschichte-Kaack (www.kaack.org) zugänglich. Einige wesentliche Änderungen in der Welt der Friesen finden sich auf der Seite „Friesen“.

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Jürgen Kaack 15.07.2018, 13.08 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Kolorierte Fotos von Westerland von 1912


Eigentlich habe ich schon eine Reihe von alten Bildern (Fotos, Photochrom- und Lichtdrucke sowie Holzstiche) vom Sylt zum Ende des 19.Jahrhunderts. Jetzt habe ich durch Zufall noch ein Set von kolorierten Fotos von 1912 gefunden. Dies ist interessant, weil es die Phase nach der Errichtung der steinernen Promenade zeigt. Die alte hölzerne Plattform war mitsamt den darauf befindlichen hölzernen Gebäuden bei einem Feuer 1911 abgebrannt. Auf den Fotos ist auch schon das 1903 gebaute und heute immer noch vorhandene Hotel „Miramar“ zu sehen. Bis 1919, als die Villa Baur-Breitenfeld nach einem Sturmschaden abgerissen werden musste, standen beide repräsentativen Gebäude einander an der Promenade gegenüber.

Die vollständige Bildergalerie werde ich auf der neuen Seite einstellen. Die Gestaltung der Webseite nimmt inzwischen Gestalt an, online ist sie aber noch nicht. Auf der neuen Seite wird auch die Galerie mit den Photochrom-Drucken und anderen altern Abbildungen verfügbar.

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Jürgen Kaack 07.07.2018, 16.16 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Fraktale Stammbaum-Ansicht



Die auf dem Foto gewählte Darstellung eines fraktalen Stammbaums gefällt mir in seiner Übersichtlichkeit deutlich besser als die übliche Form der Sanduhr-Präsentation. Ein Stammbaum mit mehr als 15 Generationen ist unübersichtlich und enthält für die frühen Vorfahren kaum zusätzliche Informationen. Ich habe aus meinem Stammbaum m it teilweise bis zu 60 Generationen die ersten 5 Generationen näher betrachtet. Dies deckt einen Zeitraum bis zum frühen 19. Jahrhundert ab.

Von 31 Personen haben 18 auf Sylt gelebt, die anderen lebten in Braunschweig, Hamburg, Flensburg, Husum, Borgdorf und Hedwigenkoog. Der Berufsquerschnitt ist interressant und in erstaunlichem Maße heterogen. Drei Arbeitern (davon ein Cigarrenarbeiter) und einer Dienstmagd stehen je zwei Unternehmer und Tierärzte sowie der Leiter eines Zollamtes gegenüber. Es finden sich ein Hofbesitzer, ein Lehrer, ein Kaufmann und eine Kaufmannsgehilfin sowie ein Uhrmacher, ein Meierist und ein Zimmermann. Einem Austernfischer und Kirchendiener steht ein Kapitän zur See und späterer Mitarbeiter der Kurverwaltung gegenüber.

Ein breiteres Spektrum an Berufstätigkeiten dürfte schwer zu finden sein. Allerdings löst sich die Heterogenität zum Teil wieder auf, wenn man nicht die letzten fünf Generationen der Vorfahren betrachtet, sondern die davor lebenden Generationen, die oft über Jahrhunderte in einem kleinen regionalen Umfeld gelebt haben und oft die Berufe ihrer Eltern und Großeltern fortgeführt haben. Oft waren dies landwirtschaftliche Tätigkeiten. Handwerliche Arbeiten wurden oft im Nebenerwerb ausgeführt.

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Jürgen Kaack 31.05.2018, 10.49 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Auswanderer im 19. Jahrhundert

Ich habe meine Stammbaum-Datei durch ergänzende Recherchen noch mal erweitert und habe jetzt über 12.000 Personen erfasst. Bei der Auswertung im Hinblick auf Auswanderer habe ich ein paar zusätzliche Familien gefunden, die in die USA emigriert sind. Es finden sich dabei 63 Verwandte, die im Zeitraum von 1853 bis 1907 nachweislich in die USA ausgewandert sind. 13 davon sind nach kürzerem oder längerem Aufenthalt wieder nach Deutschland zurückgekehrt. Da nicht bei allen Verwandten in Nebenlinien die vollständigen Daten vorliegen, wird die tatsächliche Zahl noch höher liegen.

Unter den direkten Vorfahren gibt es nur eine Familie, die im Oktober 1853 vermutlich nach Evansville in Indiana ausgewandert ist (oder zumindest alle Vorbereitungen für eine Ausreise getroffen hat). Ob sie tatsächlich ausgewandert sind, konnte nicht mit Sicherheit verifiziert werden. Entweder sie haben die Pläne kurzfristig aufgegeben, oder sie sind nach wenigen Jahren wieder nach Deutschland zurückgekehrt. Es handelt sich um Carl Friedrich Blume (03.11.1812 bis 24.02.1875) aus Bad Gandersheim und Johanne Henriette Mügge (16.03.1811 bis 03.07.1899) aus Teichhütte sowie ihre acht Kinder. Spätestens 1864 sind die Mitglieder der Familie Blume wieder in Braunschweig.

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Jürgen Kaack 31.05.2018, 10.35 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Weitere Auswanderer im 19. Jahrhundert

Eine weiterere Prüfung der Stammbaumdaten hat tatsächlich eine weitere Auswanderer-Familie aufgezeigt.

1881 ist mit Peter Eggers (29.05.1833 bis 27.04.1909), seiner Frau Catharina Elsabea Pieper (01.08.1840 bis 15.09.1915) und 10 ihrer insgesamt 12 Kinder ein weiterer Nachkomme von Hinrich Kaack in fünfter Generation (sein Ur-Ur-Urenkel) nach Nebraska ausgewandert. Ein Jahr nach der Auswanderung wird am 13.04.1882 in Sanders, Nebraska, Gustof Bernhardt Eggers geboren, der am 11.08.1960 in Portland, Oregon verstorben ist. Am 27.08.1884 wird Kind Nummer 12 geboren Heinrick Ferdinand Eggers, der am 10.01.1967 in Ravalli, Minnesota stirbt.

Unter den Ehepartnern der Kinder gibt es zwei Auffälligkeiten. Claus Johann Eggers (24.12.1862 bis 24.02.1944) heiratet am 16.04.1887 Christina Elizabeth Pieper, die 1866 in Linden geboren wurde, genau wie seine Mutter. Sie ist tatsächlich der Nichte seiner Mutter Catharina Elsabea Pieper. Ebenfalls auffällig ist, dass Wiebke Margaretha Eggers (19.01.1875 bis 20.10.1954) 1895 einen Cornelius Eggers (16.10.1867 bis 16.07.1908) heiratet. Er stammt aus Kiel und nicht aus Linden wie die anderen Eggers, ob es eine hier eine verwandtschaftliche Beziehung gibt, bleibt offen. Die älteren Kinder heiraten überwiegend ebenfalls aus Deutschland stammende Partner, die jüngeren eher Amerikaner. In der zweiten Generation finden sich sagenhafte 48 Personen!

So sind es schon zwei Familien aus dem Zweig der Familie Kaack. Sowohl Familie Rathmann als auch Eggers ziehen nach Nebraska. Ob es eine Verbindung gab, ist nicht bekannt. Obwohl beide Elternpaare fast gleichaltrig sind, liegen 18 Jahre zwischen der Auswanderung. Die Gesamtzahl der bekannten Auswanderer steigt somit auf 63.
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Jürgen Kaack 04.04.2018, 08.44 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Auswanderer aus dem Kreis der Vorfahren

Ich habe meine Stammbaum-Datei durch ergänzende Recherchen noch mal erweitert und habe jetzt über 10.500 Personen erfasst. Bei der Auswertung nach Auswanderern habe ich ein paar zusätzliche Familien gefunden, die in die USA ausgewandert sind. Es finden sich dabei 51 Verwandte, die im Zeitraum von 1853 bis 1907 nachweislich in die USA ausgewandert sind. 13 davon sind nach kürzerem oder längerem Aufenthalt wieder nach Deutschland zurückgekehrt. Da nicht bei allen Verwandten in Nebenlinien die vollständigen Daten vorliegen, wird die tatsächliche Zahl noch höher liegen.

 

Unter den direkten Vorfahren gibt es nur eine Familie, die im Oktober 1853 vermutlich nach Evansville in Indiana ausgewandert ist (oder zumindest alle Vorbereitungen für eine Ausreise getroffen hat). Ob sie tatsächlich ausgewandert sind, konnte nicht mit Sicherheit verifiziert werden. Entweder sie haben die Pläne kurzfristig aufgegeben, oder sie sind nach wenigen Jahren wieder nach Deutschland zurückgekehrt. Es handelt sich um Carl Friedrich Blume (03.11.1812 bis 24.02.1875) aus Bad Gandersheim und Johanne Henriette Mügge (16.03.1811 bis 03.07.1899) aus Teichhütte sowie ihre acht Kinder. Spätestens 1864 sind die Familienmitglieder wieder in Braunschweig.

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Jürgen Kaack 27.03.2018, 16.58 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Von den Rittern von Steenhuis zu den von Wylich und Lottum

Der früheste bekannte Vorfahre aus dem Haus Steinhaus war Theodor von Steinhaus, der möglicherweise um 1060 geboren wurde und bis nach 1162 gelebt hat. Damit wäre er über 100 Jahre alt geworden. Sein Sohn Goddert (1085 bis nach 1162) war mit Mechel von Rees verheiratet. 14 Generationen nach Theodor ist Gottfried van Steenhuys, der um 1457 in Rees geboren wurde, in das 60 km westlich gelegene Sint Anthonis in Brabant gezogen, wo er 1484 starb. Warum er nach Brabant gegangen ist, konnte nicht ermittelt werden. Ein Nachfahre von Theodor war Gottfried von Steenhuis mit dem Titel eines Ritters (um 1300 bis 1366), der Amelberg von Wisschel geheiratet und laut einem Kaufvertrag vom 10.12.1341 (aus der Digitalen Westfälischen Urkunden-Datenbank) unter der lateinischen Form seines Namens „Godefridus de Domo lapidea“ zusammen mit Henricus Sanctreil de Brabant Güter, Hof und Zehnt in Wilaken (einer Vorstadt von Wesel) erworben hat.    

(Bild nach Wikipedia: Unbekannt - Kurt von Priesdorff (Editor): Soldatisches Führertum. Hanseatische Verlagsanstalt, Hamburg, Volume 1, [1937], p. 49)
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Jürgen Kaack 10.03.2018, 15.08 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Die Zeit nach Halfdan II. Osteinsson

Auf Halfdan folgt sein Sohn Gudrød „the Hunter“ oder auch „the Magnificent“, als König von Vestfold und verheiratet mit Alfhild, der Tochter des Königs von Alfheim. Sie hatten einen Sohn, Olaf Geirstad-Alf, der aber nicht Gudrøds Nachfolger wurde.  Alfhild starb früh und Gudrød ließ um die Tochter Åsa Haraldsdottir von Agder (verstorben um 834) von König Harald Granraude von Agder werben, die als Schönheit galt. Als dieser ablehnte, zog Gudrød mit einer Streitmacht nach Agder. In dem folgenden Kampf starb König Harald und sein Sohn. Gudrød nahm Åsa gefangen und heiratete sie. Sie bekamen den Sohn Halfdan „the Black“ (um 810 bis um 860).

in Jahr nach seiner Geburt feierte Gudrød mit seinem Gefolge ein großes Fest. Stark betrunken wollte er über die Gangway sein Schiff verlassen und wurde dabei von einem Attentäter mit einem Speer tödlich getroffen. Der Attentäter war der Page seiner Frau Åsa und wurde sofort getötet. Der Anschlag erfolgte auf Anweisung von Åsa, die mit ihrem Sohn nach Agder zurückging und dort ihren Sohn aufzog.

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Jürgen Kaack 04.03.2018, 14.22 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Ein wenig norwegische Geschichte auf dem Weg zur Staatsbildung

Sofern die aufgefundenen Verbindungen korrekt sind, war Walbert von Bardenburg (um 810 bis 872) ein direkter Vorfahre und stammt einerseits über seinen Großvater Widukind von Sachsen (um 735 bis 11.01.810) von den sächsichen Herrschern ab und über seine Großmutter Gerburg Oysteinsdotter Yngling (um 755 bis nach 807) von dem alten norwegischen Herrscherhaus der Ynglings.


Gerburgs Vater Oystein I. Halfdansson (um 736 bis 780) war König im Teilreich von Romeike und war verheiratet mit Hilda Eriksdotter von Vestfold (722 bis 769), einer Tochter von Eric Agnarsson (geboren um 695), dem König von Vestfold, einem Gebiet im Westen des Oslofjordes. Da Eric ohne männliche Erben blieb, übernahm Hildas Ehemann Oystein das Gebiet. Oystein starb bei einem Raubzug mit seinen Wikingern nach Varna auf der östlichen Seite vom Oslofjord. Als König Skjöld den Angreifern folgte, fiel Oystein über den Bord seines Schiffes und ertrank.

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Jürgen Kaack 03.03.2018, 23.00 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Die Grafen von Jülich

Von den Rittern Steenhuis, die über Generationen in der Burg Beillinghoven in Rees gelebt haben, führt die Reise in die Vergangenheit über die Familie Schellart von Obbendorf zu den Grafen von Jülich. Die wechselvolle Geschichte des Grafengeschlechtes von Jülich findet sich ausführlich dargestellt in dem 1987 von Thomas R. Kraus geschriebenen Buch „Jülich, Aachen und das Reich“, Studien zur Entstehung der Landesherrschaft der Grafen von Jülich bis zum Jahre 1328. 


Der früheste bezeugte Jülichgau-Graf ist der aus dem Haus Matfriede stammende Pfalzgraf Gottfried von Lothringen (902 bis 01.06.949). Sein Vater Graf Gerhard im Metzgau (um 875 bis 22.06.910) hatte zusammen mit seinen Brüdern, den Grafen Matfried I. von Metz (875 bis nach 926) und Stephan von Chamonix und Bigau (873 bis nach 900) von aus dem Haus Matfriede König Zwentibold von Lothringen (um 870 bis 13.08.1900), ein illegitimer Sohn von Kaiser Arnolf von Kärnten aus dem Haus der Karolinger, in der Schlacht nahe von Susteren besiegt und getötet. Zwentibold galt als unbegabt, förderte aber den Bau von Kirchen und Klöstern. Er war der letzte König eines unabhängigen Lothringens. Zwentibold hatte am 13.06.897 Oda von Sachsen (um 875 bis 02.07952), eine Tochter von Herzog Otto dem Erlauchten aus dem Geschlecht der Liudolfinger geheiratet. Nach Zwentibolds Tod hat Gerhard Oda geehelicht und damit eine vorteilhafte verwandtschaftliche Beziehung zum Haus der Liudolfinger und dem von 919 bis 936 als König herrschenden Heinrich I. Gerhards um 901 geborener Sohn Wigfried hatte von 924 bis zu seinem Tod am 09.07.953 den Stuhl des Kölner Erzbischofs inne. Ein nicht unerheblicher Teil der Besitzungen der Matfriede im Jülichgau dürfte auf den Zerfall des Herrschaftsgebietes von Zwentifall zurückgehen und auch die Kölner Kirche dürfte über Gerhard im Metzgau profitiert haben. 

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Jürgen Kaack 24.02.2018, 15.26 | (0/0) Kommentare | TB | PL