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Einträge vom: 19.12.2018

Aella Galla Placida und Eudoxia Valentina - Töchter römischer Kaiser

Neben den historischen Entwicklungen einzelner Volksstämme sind es die überlieferten Einzelschicksale, die Geschichte greifbarer macht.

Diese findet man in der Regel nur bei Personen, die schon zu Lebzeiten eine herausragende Bedeutung hatten. Die folgenden Beispiele der beiden noblen römischen Damen aus dem 4. und 5. Jahrhundert sind bezeichnend für die Wirren der Völkerwanderungszeit und die schon damals stattfindende Vermischung der Volksstämme. Ebenso bemerkenswert ist das Beispiel, weil es Frauen betrifft, die erheblichen Einfluss in der Staatsführung hatten. Ein vollständigerer Text findet sich auf meiner Homepage https://kaack.org unter diesem Link.

Links eine Abbildung von Kaiser Theodosius I. auf einer römischen Münze (Quelle: By Photographed by: York Museums Trust Staff - This file has been provided by York Museums Trust as part of a GLAMwiki partnership., CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=48145065) Rechts eine Abbildung von Aella Galla Placida auf einer Goldmünze (By Clio20, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=69649964)

     

Die 388 als Tochter von Kaisers Theodosius I. Augustus und Flavia Galla von Rom geborene Aella Galla Placidia wurde während der Belagerung von Rom durch westgotische Truppen unter ihrem König Alarich I. im Jahr 410 als Geisel genommen und mit nach Spanien geführt. Im Zuge von Verhandlungen zwischen Rom und den Westgoten wurde unter dem König Athaulf I. als Nachfolger von Alarich eine Heirat zwischen Aella Galla und Athaulf zur Festigung der Beziehung vereinbart. Als Athaulf 415 im Bad ermordet wurde, liess sein Nachfolger die Kinder aus Athaulfs erster Ehe ermorden und erniedrigte Aella Galla. Zur Vermeidung von Protesten aus der eigenen Bevölkerung, in der Aella Galla hohes Ansehen besass und als Pfand zur Beschaffung der dringend benötigten Nahrungsmittellieferungen aus Rom, wurde Aella Galla freigelassen und nach Rom zurückgeschickt.

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Jürgen Kaack 19.12.2018, 14.31| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Ahnenforschung