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Einträge vom: 22.04.2018

9. Epitaph von 1605 für Johannes Wasmer im Meldorfer Dom



Der 9. Teil der Zeitzeugen stammt aus dem Jahr 1605 und ist somit nur drei Jahre jünger als das Steinhaus-Epitaph im Meldorfer Dom. Tatsächlich ist Johannes Wasmer nur drei Jahre nach seinem Schwiegervater gestorben.

Bis 1585 war Antonius als erster Landschreiber in Dithmarschen tätig und gibt das Amt nach Einwilligung seines Dienstherren Graf von Rantzau an seinen Schwiegersohn Johannes Wasmer (1555 bis 14.02.1604) ab, der im selben Jahr am 22.05.1585 seine Tochter Margaretha Steinhaus (1566 bis 1604) geehelicht hat. Die Familie Wasmer kam aus Bremen und eine Reihe von männlichen Vorfahren war dort als Ratsherr oder Bürgermeister eingesetzt. Die Familie kann bis zu Johannes Wasmer zurückverfolgt werden, der 1365 geboren wurde, als Bürgermeister tätig war und vom Bremer Rat am 21.06.1430 unschuldig enthauptet wurde. Diese Geschichte findet sich im zweiten Teil der Zeitzeugen: "Steinernes Kreuz für Bürgermeister Wasmer aus Bremen 1430".

Das Foto des zum Tod von Johannes Wasmer am 14.02.1604 im Jahr 1605 errichteten Epitaphs wurde dankesnwerterweise von Jochen Bufe aus Meldorf bereitgestellt. Zu erkennen sind das Mittelteil und die als plastische Teilreliefs ausgeführten Figuren von Johannes Wasmer und seiner Frau Margaretha rechts und links daneben hinter den Säulen angeordnet. Margaretha ist eine Tochter von Antonius Steinhaus. Johannes hinterlässt bei seinem frühen Tod mit 48 Jahren insgesamt 10 Kinder, von denen die Jüngsten gerade zwei Jahre alt sind.

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Jürgen Kaack 22.04.2018, 14.04| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: | Tags: Familienforschunbg, Regionalhistorie, Schleswig-Holstein, Dithmarschen, Mittelalter, Meldorf, Sylt, Westerland,