Sylt-Impressionen von 2008 bis 2018



Meine neue Webseite zur Familiengeschichte-Kaack hat jetzt so langsam den Stand erreicht, den ich mir vorgestellt habe. Es gibt dort eigene Seiten mit Photochrom-Drucken von 1895, Lichtdrucken von Westerland, Helgoland und Flensburg aus der Zeit zwischen 1890 und 1910. Eine Seite stellt Holzschnitte von 1894 vor. Auf jeden Fall habe ich neben den zum Teil schwer zu beschaffenden historischen Ansichten von Sylt, Flensburg und anderen in der Familiengeschichte relevanten Orten ein paar aktuelle Eindrücke zu verschiedenen Orten eingefügt. Die Fotos stammen in diesdem Fall von mir selber. Auf diesem Blog hatte ich bereits versuchsweise meine Sylt-Impressionen aufbereitet. Auf der Webseite passt es nach meinem subjektiven Eindruck besser. Wenig erstaunlich dürfte sein, dass auch auf der Seite "Impressionen 2008 bis 2018" Sylter Motive überwiegen. Die nicht immer optimale Fotoqualität ist dem Fotografen zuzurechen.
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Jürgen Kaack 16.07.2018, 14.03| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in:

Konzept-Ansätze für die Migration von Kupfer- zu Glasfasernetzen

Die Bedeutung von Glasfaser für die Digitalisierung dürfte inzwischen nicht mehr infrage gestellt werden. Der Weg von den heute ca. 90% Kupferanschlüssen zu Glasfaser ist dagegen immer noch offen. Die beste Option ist und bleibt auch zukünftig der eigenwirtschaftliche Ausbau durch die Netzbetreiber im Wettbewerb untereinander.

Der wesentliche Treiber bleibt dabei allerdings der Wettbewerb. Ist der Wettbewerb in einer Region schwach und der Kundendruck nicht hoch, dann dürfte diese Region vermutlich länger warten müssen. Neben dem eigenwirtschaftlichen Ausbau stellt der mit öffentlichen Geldern geförderte Ausbau immer noch eine gerne gesehene Option dar.

Allerdings beschränkt die geltende Aufgreifschwelle von 30 Mbit/s die weiteren Möglichkeiten einer Förderung erheblich. Dabei war schon 2015 bei Einführung des Bundesförderprogramms offensichtlich, dass diese Aufgreifschwelle keine längerfristige Perspektive für einen nachhaltigen Breitbandausbau bietet. Leider hat man bis heute die Zeit verpasst, die Aufgreifschwelle in Brüssel anzuheben.

Mitte letzten Jahres habe ich ein Konzeptpapier mit den grundsätzlichen Möglichkeiten zur Erzielung eines Glasfaser-Ausbaus erstellt und erst in einzelnen Kapiteln veröffentlicht und dann als etwas ausführlicheres eBook. Darin beschreibe ich die möglichen Geschäftsmodelle und Ansätze mit denen ein FTTB-Ausbau möglich wird. In vielen Fällen werden Gebietskörperschaften aber auch Unternehmer und Privatpersonen sich stärker für den Glasfaser-Ausbau engagieren müssen, als dies in der Vergangenheit der Fall war.

Im Hinblick auf die Bedeutung der Glasfaser-Migration habe ich wesentliche Teile aus meinem Konzeptpapier zur Anregung für das eigene Handeln als eigene Rubrik unter "Glasfaser-Migration" auf meiner Homepage www.STZ-Consulting.de eingestellt.

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Jürgen Kaack 16.07.2018, 12.00| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Breitband

Die Welt der Friesen im Wandel



Die Welt der Friesen ist in der Vergangenheit von vielen äußeren Einflüssen verändert worden. Sturmfluten waren wiederkehrende Ereignisse mit teilweise katastrophalen Einschnitten und vielen Todesopfern. Hungersnöte und Armut waren aber ebenso typische Ereignisse. Veränderungen brachte die Entwicklung der Seefahrt, zunächst in Form von Küstenfahrten, dann mit dem Walfang vor Grönland, der viele Kapitäne zu Wohlstand verholfen hat. Nach dem Walfang kam die Handelsseefahrt und erst ab 1855 zog der Tourismus auf Sylt ein, mit einschneidenden Veränderungen bis zum heutigen Tag.

In meinem Buch „Heimat Sylt“ habe ich diese regionalhistorischen Aspekte behandelt und jetzt sind Ausschnitte auf meiner neuen Seite zur Familiengeschichte-Kaack (www.kaack.org) zugänglich. Einige wesentliche Änderungen in der Welt der Friesen finden sich auf der Seite „Friesen“.

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Jürgen Kaack 15.07.2018, 13.08| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in:

Westerland oder Wyk, Sylt oder Föhr?

Schon vor 120 Jahren war der Badeurlaub im Sommer beliebt, wenn auch wohl nur für einen kleinen Teil der Bevölkerung. Westerland wurde 1855 zum Nordseebad ernannt, Wyk schon ein paar Jahre davor 1819. Beide Bäder wurden mit dem Schiff vom Festland aus erreicht und bieten eine vergleichbare Infrastruktur.

Die beiden folgenden Fotos wurden beide um 1895 aufgenommen und als Photochrom-Drucke verbreitet. Ob die Unterschiede nur am Aufnahmetag liegen, ist mir nicht bekannt. Die Dünenkette am Weststrand von Sylt weist der Strand von Wyk jedenfalls nicht auf und dies ergibt ein anderes Landschaftsbild. Die mondäne Gesellschaft von Westerland ist auf dem Foto von Wyk jedenfalls nicht zu erkennen. Zwar findet man auf beiden Drucken ähnliche Umkleidekabinen, aber Strandkörbe wohl nur in Westerland(?)

Meine Photochrom-Drucke habe ich auf der Seite „Photochrom-Drucke 1895“ auf der neuen Homepage zusammengestellt. Sie geben einen guten Einblick in die Sonnenseiten des Lebens auf Sylt vor 120 Jahren. Die Homepage www.kaack.org hat sich gegenüber dem ersten Wurf inzwischen verbessert und erweitert. Es lohnt sich sicher, gelegentlich einen Blick auf die Inhalte zu werfen.


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Jürgen Kaack 14.07.2018, 14.39| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in:

Bücher und eBooks

Eine Übersicht über die von mir in den letzten Jahren veröffentlichten Büchern sowie über eine Reihe von älteren eBook zu unterschiedlichen Themen findet sich mit Links zu den jeweiligen Verlagen auf der Seite „Bücher / eBook“ der Homepage von STZ-Consulting Group.

Detailliertere Informationen zu den die Familienforschung betreffenden Veröffentlichungen finden sich auf der Seite „Bücher“ meiner neuen Homepage kaack.org

Derzeit sind keine neuen Veröffentlichungen geplant, aber über neue Entwicklungen werde ich auf den Blog-Seiten der Homepages berichten.


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Jürgen Kaack 13.07.2018, 11.39| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Breitband

Neue Webseite zu meiner Familien- und Regionalforschung fertig!


Vor einiger Zeit habe ich über meine Pläne zur Neustrukturierung meiner Kommunikationsstränge berichtet. Auf der neuen Homepage will ich Auszüge aus Inhalten und Ergebnisse meiner Familienforschung darstellen, über neue Erkenntnisse aus der Genealogie werde ich auf dem Blog der neuen Seite informieren. Damit ist das Durcheinander mit anderen Themen aus meinem Beratungsgeschäft beseitigt.

Die Homepage www.kaack.org ist jetzt nach doch etwas längeren Vorarbeiten im ersten Wurf fertig und ich bin mit dem Ergebnis durchaus zufrieden. Natürlich lässt sich auch auf einer Homepage nicht der Inhalt der gesamgten Familienchronik wiedergeben, aber das ist auch nicht die Intention. Anders als auf diesem Blog sind die verschiedenen Beiträge auf der neuen Seite thematisch sortiert. Die hier in 28 Einzelbeiträgen vorgestellten „Zeitzeugnisse meiner Vorfahren“ sind auf der neuen Webseite auf einer (längeren) Seite chronologisch angeordnet zu finden unter diesem Link.

Zu einigen Familienzweigen habe ich auf eigenen Unterseiten kurze Abrisse zusammengestellt. Natürlich finden sich auf der neuen Seite auch hier nicht richtig darstellbare Fotos alter Photochrom- und Lichtdrucke, Scans von Holzschnitten aus dem 19. Jahrhundert, aber auch Links zu Galerien mit aktuellen Fotos, von denen ich hier auch Teile unter dem Titel „Sylt-Impressionen“ versuchsweise eingestellt hatte. Interessierte mögen sich auf der Seite "Sylt-Impressionen" umsehen.

Ich hoffe, dass die neue Seite ebenso viele interessierte Leser findet, wie es hier auf dem Blog der Fall war! Ich lade daher gerne zur Durchsicht oder zum vertieften Lesen der (bis auf Hinweise zu meinen Büchern) werbefreie und nicht-kommerzielle private Homepage www.kaack.org ein. 

Für Inhalte zu meinem Beratungsgeschäft mit den Themenschwerpunkten Unternehmensführung, Digitalisierung und Breitbandausbau steht weiterhin meine Homepage www.stz-consulting.de zur Verfügung. Zukünftig werde ich dort im Blog über Aktuelles berichten, sofern es nicht eher Themen für die Social-Media sind.


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Jürgen Kaack 12.07.2018, 15.14| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Breitband | Tags: Familienforschung, Genealogie, Regionahistorie, Nordfriesland, Sylt, Westerland,

Strandvergnügen 1912 in Westerland



Passend zur Jahreszeit und dem aktuellen Wetter ein handkoloriertes Foto vom Strandvergnügen 1912 in Westerland (Verlag J. Wollstein, Berlin). Die Segelboote direkt vor dem Strand erscheinen mir ungewöhnlich (vielleicht nachträglich hineinretuschiert?). Mit der damaligen Strandbekleidung würde man heute sicher auffallen und umgekehrt ganz sicher auch. Spaß hatte man an dem Sommervergnügen aber damals offensichtlich auch schon. Der Tourismus war 1912 auf Sylt erst seit 57 Jahren etabliert.

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Jürgen Kaack 08.07.2018, 15.04| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in:

Beiträge zum Ausbau von Breitbandinfrastrukturen

Meine Beiträge zu den von mir in den letzten Jahren schwerpunktmäßig bearbeiteten Themen rund um Breitband und den Ausbau von Breitband-Infrastrukturen habe ich auf zwei Seiten meiner Homepage STZ-Consulting Group zusammengefasst.

Der Breitbandausbau ist ein komplexes Vorhaben, bei dem in der Regel viele Institutionen beteiligt sind. Diese Seite mit ihren Unterseiten beschäftigt sich dabei nur mit solchen Ausbau-Vorhaben, die nicht von Netzbetreibern eigenwirtschaftlich umgesetzt werden. Im Fokus der folgenden Seiten steht ein Breitbandausbau, der unter Einbindung von Gebietskörperschaften, Stadtwerken oder auch im Rahmen von Bürgerinitiativen erfolgt. Zur Finanzierung der Maßnahmen wurden in eingien Fällen öffentliche Förderprogramme von Bund und Land genutzt. Auf dieser Seite werden unten ausgewählte Fallbeispiele aus der Beratungspraxis von STZ-Consulting.

STZ hat aufgrund der Erfahrung seiner Partner seit der Gründung 2002 einen Branchen-Schwerpunkt in der Telekommunikation und unterstützt Telekommunikationsanbieter bei der Entwicklung und Ausgestaltung neuer Geschäftsmodelle, der Realisierung von Kooperationen und der Gestaltung und Markteinführung von neuen Diensten. Schon seit 2006 stehen Kreisen, Kommunen, Stadtwerken als Kunden im Vordergrund mit Vorhaben zum Ausbau einer nachhaltigen Breitbandinfrastruktur. Der ursprüngliche Schwerpunkt der Projekte lag in der Sicherstellung der Grundversorgung in unterversorgten Ortsteilen mit mindestens 1 bzw. später 2 Mbit/s. Diese Phase ist seit 2013 weitgehend abgeschlossen und jetzt liegt der Fokus auf der Schaffung von Glasfaser-Anschlussnetzen. Immer noch aktuell ist der Bedarf in Gewerbegebieten, die aufgrund ihrer Lage oft unter schwachen Breitbandanschlüssen leiden. Zunehmend entwickelt sich die Nachfrage nach Beratungsunterstützung in Richtung auf neue Hochleistungsnetze (NGA), die in Kooperation oder durch eigene Infrastrukturaktivitäten aufgebaut werden.

Informationen zum grundsätzlichen Ablauf eines Breitbandprojektes finden sich auf der Seite "Vorgehen beim Breitbandausbau". Eine wichtige Aufgabe ist die Konkretisierung in Verbindung mit der Gestaltung tragfähiger Geschäftsmodelle im Zusammenspiel zwischen Kommune, privaten Infrastrukturbetreibern und den Anbietern von Diensten. Hierzu sei auf die Unterseiten "Geschäftsmodell vor Netzplan" und  "Geschäftsmodelle für den Breitbandausbau" verwiesen. Aufgrund der durch Tiefbauarbeiten bedingten hohen Kostenm für den Breitbandausbau ist der Ausgestaltung des Geschäftsmodells hohe Bedeutung einzuräumen, um Fehlinvestitionen zu vermeiden. Auf der Seite "9-Punkte Maßnahmenplan für den Glasfaser-Ausbau" erläutert einige Voraussetzungen und Rahmenbedingungen, um eine flächendeckenden Ausbau von Glasfaser-Anschlussnetzen innerhalb von etwa zehn Jahre zu erreichen. Die Seiten "Grundbegriffe Telekommunikation" und ein "Glossar" mit häufig verwendeten Begriffen und Abkürzungen für Telekommunikation und Breitband helfen beim Verständnis des Fach-Jargons.

Der Breitbandausbau in Deutschland kommt gut voran, das Bundesförderprogramm für den NGA-Ausbau hat einen guten Schub ergeben. Bis 2020 oder 2022 werden mit Zuwendungen in Höhe von ca. € 8 Mrd. Infrastrukturen ausgebaut, die mindestens 50 Mbit/s ermöglichen, in vielen Fällen werden dabei direkt FTTB-Anschüsse mit Glasfaser bis zum Hausanschluss verlegt. So weit ist eigentlich alles gut, wenn es nicht die Notwendigkeit gäbe innerhalb der nächsten 10 Jahre flächendeckende Glasfaseranschlüsse zu schaffen.

Das laufende Bundesförderprogramm ermöglicht Zuwendungen nur für Anschlüsse, die heute weniger als 30 Mbit/s haben. Bei Start des Programms im Dezember 2015 betraf dies ca. 25% aller Anschlüsse in Deutschland. Glasfaseranschlüsse sind in Deutschland bislang eher die Ausnahme. Nur etwa 5% der Anschlüsse sind in Glasfaser ausgeführt (die tatsächliche Nutzungsquote liegt sogar nur bei etwas der Hälfte). Mithilfe der Mittel aus dem Bundesförderprogramm könnten weitere 15% der Anschüsse mit Glasfaser-Hausanschüssen ausgebaut werden, so dass bei fertiger Umsetzung des Bundesförderprogramm Ende 2019 noch ca. 80% der Hausanschüsse immer noch in Kupfer ausgeführt sind. Nicht nur im Hinblick auf die Glasfaser-Infrastruktur besteht in Deutschland Nachholbedarf, auch bei der Entwicklung und Nutzung von digitalen Anwendungen sind andere Länder mittlerweile weiter als Deutschland. Dabei bietet die Digitalisierung gute Chancen zur Gründung von neuen Unternehmen und neuen Wachstumssegmenten.

Eine Förderung des flächendeckenden Aufbaus von Glasfaser-Anschlüssen mit Zuwendungen zur Schließung einer Deckungslücke ist im Hinblick auf die zu erwartende Höhe der Förderbudgets und die Komplexität vermutlich nur schwer zu vertreten. Aus  meiner Sicht müssen neue Ansätze mit einem längerfristigen Horizont begangen werden. Auch für die Entwicklung von innovativen digitalen Anwendungen sind neue Ansätze erforderlich, bei der die stärkere Einbindung von Hochschulen, der Abbau von Bürokratie und die Schaffung von geeigneten Rahmenbedingungen zu gestalten sind. In einem Konzeptpapier habe ich meine Analyse zur Situation erläutert und stelle meine konzeptionellen Ansätze für die weitere Ausgestaltung zur Diskussion. Die ausführliche Studie zur Glasfasermigration habe ich Mitte 2017 unter dem Titel "Digitalisierung und die Migration zu Glasfaser-Netzen" als eBook veröffentlicht. Auszüge aus der Konzeptstudie finden sich entsprechend iherer Bedeutung auf der entsprechenden Seite "Glasfaser--Migration" meiner Homepage.

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Jürgen Kaack 08.07.2018, 13.09| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Breitband

Kolorierte Fotos von Westerland von 1912


Eigentlich habe ich schon eine Reihe von alten Bildern (Fotos, Photochrom- und Lichtdrucke sowie Holzstiche) vom Sylt zum Ende des 19.Jahrhunderts. Jetzt habe ich durch Zufall noch ein Set von kolorierten Fotos von 1912 gefunden. Dies ist interessant, weil es die Phase nach der Errichtung der steinernen Promenade zeigt. Die alte hölzerne Plattform war mitsamt den darauf befindlichen hölzernen Gebäuden bei einem Feuer 1911 abgebrannt. Auf den Fotos ist auch schon das 1903 gebaute und heute immer noch vorhandene Hotel „Miramar“ zu sehen. Bis 1919, als die Villa Baur-Breitenfeld nach einem Sturmschaden abgerissen werden musste, standen beide repräsentativen Gebäude einander an der Promenade gegenüber.

Die vollständige Bildergalerie werde ich auf der neuen Seite einstellen. Die Gestaltung der Webseite nimmt inzwischen Gestalt an, online ist sie aber noch nicht. Auf der neuen Seite wird auch die Galerie mit den Photochrom-Drucken und anderen altern Abbildungen verfügbar.

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Jürgen Kaack 07.07.2018, 16.16| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in:

Beiträge zur Unternehmensführung

Auf diesem Blog habe ich über die Jahre hinweg verschiedene Beiträge zu Themen der Unternehmensführung eingestellt, die aber nicht so ohne Weiteres im Zusammenhang zu finden sind. Im Rahmen der Neuordnung meiner Kommunikation habe ich die Homepage meiner Beratung STZ-Consulting Group https://www.stz-consulting.de überarbeitet und die Themen dort zusammengeführt. Die folgende Übersicht beschreibt die Themen in aller Kürze und gibt Links zu den betreffenden Seiten.

Für die meisten Geschäftsmodelle ist die Gestaltung wettbewerbsgerechter Produkte ein erfolgsentscheidender Faktor, insbesondere im Hinblick auf die in vielen Fällen nicht unerheblichen Kosten der Produktentwicklung und der Zeitbedarf, der im Falle eines ausbleibenden Erfolgs für die Entwicklung anderer, erfolgsversprechender Produkte fehlt. Es ist daher mehr als empfehlenswert und eher unabdingbar, sich intensiv mit Fragen des Marketings zu beschäftigen. Hierbei sind mittels Segmentierung Zielgruppen zu bilden und zu analysieren. Eine entscheidende Rolle beim Produktdesign und der Wirtschaftlichkeit kommt dem quantitativen und qualitativen Nutzen eines Produktes zu, so dass der Nutzenanalyse eine zentrale Bedeutung eingeräumt werden sollte. Auf der Unterseite "Marketing-Instrumente" werden die grundlegenden Aspekte kurz beschrieben.

Diese Instrumente des Marketings sollten nicht nur in etablierten Unternehmen regelmäßig zur Überprüfung bestehender und der Planung neuer Produkte genutzt werden. Für die Vorbereitung einer Unternehmensgründung sind sie unerlässlich. Beim Start eines neuen Unternehmens steht in der Regel nur ein begrenztes Produktangebot zur Verfügung und bei ausbleibendem Markterfolg kann dies das Ende des neuen Unternehmens bedeuten. Eine Unternehmensgründung gehört zu den spannendsten und gleichzeitig herausforderndsten Vorhaben, die man angehen kann. In der Regel wird man im Berufsleben nur wenige Male die Ideen und Gelegenheit haben, um eine Unternehmensgründung tatsächlich anzugehen. Dabei sind neben der Produktidee und ihrer Umsetzung eine Vielzahl anderer Aufgaben zu lösen, z.B. die Aufstellung eines Gründungsteams, die Sicherstellung der Finanzierung, die Auswahl der passenden Rechtsform und die Ausgestaltung der Organisation. Aus der Erfahrung von mehreren selbst durchgeführten und beratend begleiteten Unternehmensgründungen werden auf der Unterseite "Unternehmensgründung" Hinweise gegeben.

Eine ähnlich weitgehende Veränderung wie eine Unternehmensgründung kann von Wachstumsvorhaben ausgehen. Die Seite "Wachstumsvorhaben" strukturiert die unterschiedlichen Arten von Wachstumsansätzen und beschreibt einige Wege zur Vorbereitung. Für manche Geschäftsmodelle ist Wachstum notwendig, um das Unternehmen langfristig erfolgreich am Markt zu halten. Wachstum darf aber kein Selbstzweck sein und muss sorgfältig vorbereitet und geplant werden. In diesem Punkt ist das Ansatz ähnlich wie bei der Unternehmensgründung. Misserfolge bei Wachstumsvorhaben können bislang erfolgreiche Unternehmen ernsthaft gefährden, Sorgfalt ist daher geboten.

Eine Möglichkeit, um die Erfolgschancen einer neuen Produktidee im Vorfeld einzuschätzen, ist der "Innovations-Check", für den auf der entsprechenden Unterseite ein beispielhaftes Vorgehen beschrieben wird. Dabei kann dieser "Check" insbesondere dabei helfen, alle wesentlichen Aspekte zu berücksichtigen und die Bewertung systematisch durchzuführen. Ein aussagekräftiges Ergebnis erhält der Unternehmer aber nur dann, wenn neutral und ohne Voreingenommenheit Fakten vollständig erfasst werden. Wird mit "geschönten" Annahmen auf ein gewünschtes Ergebnis hingearbeitet, weil man sich vielleicht schon lange mit dem Vorhaben beschäftigt hat und sich damit identifiziert, dann kann das Ergebnis auch nur ein Stimmungsbild liefern.

Egal welches Produkt ein Unternehmen herstellt, Hardware, Software oder Dienstleistung, der unternehmerische Erfolg wird in wesentlichen Teilen von der Qualität und Effizienz der Vertriebsorganisation bestimmt. Auch gute Produkte verkaufen sich nicht "von alleine" und der gesamte Kundenprozess muss sorgfältig geplant und regelmäßig überprüft werden. Auch hierfür sind Marketinginstrumente eine wichtige Hilfe, ein Produkt muss nicht nur einen Nutzenwert für den potenziellen Käufer darstellen, der einen Kauf rechtfertig, der Kunde sollte das Produkt auch über den für ihn passenden Vertriebskanal finden und beziehen können. Daher ist die Vertriebskanalauswahl eine wichtige Grundlage und für die ausgewählten Kanäle muss eine geeignete Betreuung von der Akquisition der Form der Bindung über Schulungsmaßnahmen bis hin zu verkaufsfördernden Maßnahmen sichergestellt werden. Eine oft zu treffende Entscheidung ist diejenige zwischen direktem und indirektem Vertrieb, wobei beide Vertriebsformen auch parallel betrieben werden können, wenn eine transparente und ausgewogene Behandlung geschaffen wird. Der eigentliche Vertriebsprozess sollte je nach Produkt vorgeplant und ausgestaltet werden, damit keine Leads verlorengehen und es sollte auch nicht vergessen werden, dass der Vertriebsprozess nicht mit dem Kauf enden muss. Kundenbindung und Empfehlungsmarketing sind Instrumente, die effizienzfördernd eine bessere Wirtschaftlichkeit ermöglichen. Die Seite zum "Vertriebskonzept und Vertriebsprozess" gibt Hinweise. Ergänzend enthält die Seite "Vertriebsoptimierung" eine Checkliste, anhand derer man seinen Vertriebsprozess überprüfen und gegebenenfalls anpassen kann.

Zur Absicherung eines Unternehmens gehören neben einem wettbewerbsgerechten Produkt und einer effizienten Vertriebsorganisation die Einrichtung eines regelmäßigen Risikomanagement-Prozesses mit definierten Zuständigkeiten im Unternehmen und einem festgelegten Vorgehen. Geschäftsgefährdende Risiken entstehen meist nicht "über Nacht", sondern entwickeln sich oft schleichend über einen längeren Zeitraum. Dabei sind alle Faktoren, die auf den Geschäftsprozess einwirken potenzielle Risikofaktoren. Externe Risiken können von neuen Technologien, die bisherige substituieren, über veränderte rechtliche Rahmenbedingungen, steigende Finanzierungskosten bis hin zu Lieferengpässen und steigenden Kosten für extern bezogene Leistungen sein. Ein verändertes Kaufverhalten und sinkende Kaufkraft können Einbrüche im Umsatz bewirken und ähnlich kann der Wegfall wichtiger Vertriebskanäle ernsthafte Einbrüche im Umsatz auslösen. Interne Risiken können durch fehlendes Personal, ineffiziente Organisation und unzureichende Kontrollen entstehen. Viele Risiken enthalten bei rechtzeitiger Identifikation Chancen durch Anpassung. Dies kann im Produkt selber begründet sein, im Produktionsprozess, aber auch in der Suche nach neuen Kooperationen. Mit dem in der Seite "Risikomanagement" beschriebenen Prozess kann ein Unternehmen zwar nicht das Auftreten von Risiken vermeiden und vermutlich auch nicht alle Risiken beseitigen. Aber es hilft bei der frühzeitigen Erkennung und Einordnung der Risiken. Die Bewertung von Eintrittswahrscheinlichkeiten und möglichen Schadenshöhen liefert eine hilfreiche Grundlage für die Entwicklung von Strategien zur Risikobeherrschung.

Ein im Lebenszyklus eines Unternehmens nicht so häufig vorkommendes Risiko liegt in der erfolgreichen Vorbereitung und Umsetzung der Unternehmensnachfolge. Auch hierbei gilt, dass eine langfristige und strategisch geplante Nachfolgeregelung Risiken beim Unternehmensübergang reduziert. Zunächst stellt sich die Frage, wer für eine Übernahme in Betracht kommt. Nicht immer sind Familienangehörige geeignet oder an der Übernahme interessiert. Ein rechtzeitiger Unternehmensverkauf kann dann ebenso eine Lösung sein wie ein Management Buy-out. Vor einer Unternehmensübergabe ist in vielen Fällen die Organisation entsprechend vorzubereiten, insbesondere wenn bislang alle Entscheidungen auf den Unternehmer zugeschnitten sind. Die Optionen für die Unternehmensnachfolge und Hinweise zur Vorbereitung gibt die Unterseite "Unternehmensnachfolge".

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Jürgen Kaack 07.07.2018, 13.49| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Breitband

Zeit für Veränderungen

Meinen Blog betreibe ich mittlerweile seit 12 Jahren, damals eigentlich auch nur als Experiment mit einem für mich neuen Kommunikationskanal gestartet. Mit Erstaunen habe ich festgestellt, dass ich mit meinen doch etwas speziellen Themen hier unter den Top 15 der Blogs gelandet bin. Es freut mich natürlich, dass die Themen so viel Interesse finden. Umso mehr mag es verwundern, wenn ich mich jetzt entscheiden habe, dieses doch erfolgreiche Blog in nächster Zeit zu schließen.

Zu Beginn meines Bloggens habe ich Beiträge zu einzelnen Ergebnissen meiner Projektarbeit und Erfahrungen veröffentlicht, die aus meiner Sicht auch für andere von Interesse sein könnten. Hierbei habe ich z.B. auch Inhalte aufbereitet, die ich für spätere Veröffentlichungen eingeplant habe und Erfahrungen aus früheren beruflichen Stationen gezogen habe. So habe ich hier Inhalte verfügbar gemacht, die ich vorher in Seminaren vorgestellt hatte.

In den Jahren hat sich die Art meiner Projektarbeit verändert. Während es in der Zeit bis 2016 viele Einzelprojekte für Digitalisierung und den regionalen Ausbau von Breitbandinfrastrukturen waren, deren Erkenntnisse anderen Kreisen, Kommunen und Stadtwerken helfen konnte bei der Suche nach geeigneten Lösungen, lässt sich dies bei der Tätigkeit für das Breitband-Kompetenzzentrum in NRW seit Anfang 2016 so nicht mehr machen. Damit die Erkenntnisse weiter nutzbar und allgemein verfügbar sind, habe ich eine Reihe von Büchern in Printform und als eBooks veröffentlicht, in die auch einzelne Beiträge von diesem Blog eingeflossen sind.

In den letzten Jahren habe ich hier Ergebnisse meiner jahrelangen als Hobby betriebenen Familienforschung und der Beschäftigung mit der Regionalhistorie von Nordfriesland und Jütland vorgestellt. Parallel dazu habe ich eine Reihe von Büchern zu diesem Thema publiziert. In der Folge hat sich in meinem Blog eine Durchmischung von beruflicher und privater Kommunikation eingestellt, die ich für nicht optimal halte. Für mich habe ich zudem festgestellt, dass für meine Themen und meine veränderte Ausgangslage die tagebuchartige, chronologische Struktur eines Blogs nur bedingt geeignet ist. Hierfür halte ich die festere Struktur einer eigenen Homepage für besser.

Da auch die Homepage meines Beratungs-Unternehmens von meinen schriftstellerischen Aktivitäten „infiziert“ worden ist, werde ich meine Kommunikationsstrategie neu ordnen. Neben meine Homepage www.stz-consulting.de werde ich eine Homepage für die nicht Beratungs- und Breitband-bezogenen Themen stellen. Einen wesentlichen (und noch aktuellen) Teil der Inhalte dieses Blogs werde ich dort neu aufbereitet einstellen. Diese Seite ist in Vorbereitung und wird unter der URL www.kaack.org erreichbar sein. Beide Seiten enthalten eigene Blog-Bereiche, so dass ich auch weiterhin dem Bloggen treu bleiben kann. Aber dann eben mit einer stärkeren Zuordnung der Themen. Beiträge aus dem Bereich Unternehmensführung, Marketing, Vertrieb, Unternehmensgründung, Nachfolgeregelung, Produktgestaltung und natürlich Breitband, die ich auf diesem Blog veröffentlicht habe, sind schon bei der Fertigstellung auch auf meiner Webseite www.stz-consulting.de unter den entsprechenden Rubriken eingestellt. Links zu diesen Seiten werde ich in den nächsten Tagen einstellen.

Neben den beiden Homepages mit ihren eigenen Blog-Seiten werde ich weiterhin Kommentare zu aktuellen Entwicklungen, Weiterleitungen zu aus meiner Sicht interessanten Veröffentlichungen und Hinweise zu neuen Texten auf meinen Social-Media Seiten einstellen unter:



Ich hoffe, dass mit dieser Struktur die Kommunikation für den Leser transparenter und für mich die Zuordnung der Themen einfacher wird. Bedauerlich ist, dass dieses eigentlich schöne und offensichtlich erfolgreiche Blog der Neustrukturierung zum Opfer fällt und hoffe, dass interessierte Leser auch weiterhin die Inhalte finden, die sie interessieren. Über die weitere Entwicklung werde ich informieren, insbesondere über die Bereitstellung der neuen Homepage.

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Jürgen Kaack 05.07.2018, 09.59| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Allgemeines

Experiment mit Sylt-Impressionen beendet

Die Erstellung von Beiträgen mit Sylt-Impressionen war ein Experiment und eigentlich bin ich mit den Ergebnissen ganz zufrieden. Allerdings benötigen die Fotos für eine vernünftige Auflösung recht viel Speicherplatz und eine Herunterskalierung ist mir derzeit zu aufwändig. Außerdem beabsichtige ich keine Reisedokumentation zu erstellen. Daher habe ich mich entschlossen, die entsprechenden Beiträge aus der Rubrik "Sylt-Impressionen" wieder zu löschen.

Zur weiteren Nutzung und den Inhalten des blogs werde ich mir Gedanken machen, da der ursprüngliche Zweck einer Kommunikation von Projektergebnissen nicht mehr sinnvoll ist bzw. zwischenzeitlich in Buchform umgesetzt wurde. Vielleicht ist es aber auch an der Zeit, dieses blog ganz zu schließen.
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Jürgen Kaack 02.07.2018, 17.19| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in:

Förderprogramme für den Breitbandausbau optimieren

Wenn der eigenwirtschaftliche Ausbau der Breitbandinfrastruktur durch Netzbetreiber nicht wirtschaftlich ist und auch andere Geschäftsmodelle ohne finanzielle Zuwendungen an Dritte nicht funktionieren, bleiben die Förderprogramme für den Breitbandausbau. Die Förderprogramme haben gemeinsam, dass sie einen Eingriff in den Wettbewerbsmarkt darstellen und die Fördermittel letztlich aus Steuermitteln gespeist werden. Dies hat zur Folge, dass der Einsatz von Fördermitteln unter strikten Vorgaben und mit Einschränkungen versehen sind.

Insbesondere das Bundesförderprogramm zum Breitbandausbau hat einiges im Hinblick auf die Breitbandversorgung bewirkt. Nahezu alle Kommunen beschäftigen sich mittlerweile mit dem Thema Breitband, Bürger fragen nach Verbesserungen bei der Versorgung und das allgemeine Bewusstsein für die Bedeutung einer guten Breitbandversorgung ist gestiegen. Auch setzt sich mehr und mehr die Erkenntnis durch, dass nur durchgehende Glasfaser-Leitungen eine zukunftssichere Versorgung ermöglichen. Die hohe Akzeptanz des Förderprogramms dokumentiert sich nicht zuletzt dadurch, dass die vorhandenen Mittel in vorläufigen Förderzusagen gebunden sind. Zunehmend mehr Vorhaben kommen zwar spät, aber immerhin doch in die Umsetzung. So werden Zug um Zug die vorhandenen weißen Flecken beseitigt werden. Aber bis zu einer flächendeckenden Versorgung mit Glasfaser-Hausanschlüssen ist es noch ein weiter Weg. Es zeigt sich aber auch, dass bei dem Förderprogramm noch einiges Optimierungspotenzial vorhanden ist.

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Jürgen Kaack 04.06.2018, 15.07| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Breitband | Tags: Breitband, Glasfaser, FTTB, Vectoring, Förderung, Infrastrukturbetreiber, Regulierung,

"Sylt - Erinnerungen einer Familie"

Vor einem Jahr habe ich mich mit der Aufbereitung der Inhalte für ein Buch beschäftigt, das Geschichtliches aus meiner Heimatstadt Westerland und von der Insel Sylt erzählt und zum anderen über das Leben meiner Vorfahren berichtet, die entweder seit den frühesten Aufzeichnungen auf Sylt gelebt haben oder im Laufe des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts zugezogen sind. Da es sich mit der näheren Vergangenheit beschäftigt, hat es für mich einen sehr persönlichen Bezug. Das heutige Bild der Insel und ihrer Orte gibt nur einen einseitigen Eindruck. Die Geschichte der Insel ist wechselvoll gewesen und große Teile der Bevölkerung lebten oft am Rande der Armut. 

Wer die Insel Sylt mag und mehr über die Geschichte erfahren möchte, wird hier (hoffentlich) fündig. Das Buch ist u.a. über den Verlag BoD oder den Buchhandel zu beziehen. Auf jeden Fall wird es demnächst wieder Zeit, die Erinnerungen mit frischen Eindrücken zu ergänzen.

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Jürgen Kaack 03.06.2018, 11.45| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Bücher | Tags: Familienforschunbg, Regionalhistorie, Schleswig-Holstein, Nordfriesland, Jütland, Sylt, Westerland,

Rückblick auf Innovationsprojekt T-City










Das Innovationsprojekt T-City wurde nach einem  Ideen-Wettbewerb 2007 der Stadt Friedrichshafen zugeschlagen. In den folgenden Jahren sollten mit der Deutschen Telekom als Partner Breitbandanwendungen für alle Bereiche des privaten, beruflichen und öffentlichen Lebens entwickelt werden. Dabei war Voraussetzung, dass neben dem Technikpartner Deutsche Telekom jeweils ein lokalen / regionaler Partner mitwirkt. Ein Projekt mit so unterschiedlichen Partnern ist nicht einfach und Entscheidungsprozesse komplex. 

Ich war von 2007 bis 2009 als Projektleiter für die Stadt an dem Vorhaben beteiligt und in dieser Zeit wurde nicht nur die Organisation des Projektbüros und die Abstimmungsprozesse etabliert, es wurden immerhin 40 Innovationsprojekte in den definierten Projektfeldern gestartet werden.

Nach Abschluss des Projektes wurden die Erkenntnisse wissenschaftlich aufbereitet und in Form eines Buches mit dem Titel "Smart City konkret" veröffentlicht. Ich habe hierfür ebenfalls ein kurzes Kapitel beigetragen. Das lesenwerte Buch gibt eine gute Übersicht über eine interessant und immer noch aktuelle Thematik. Es wäre zu wünschen, dass man ähnliche Projekte unter Vermeidung der damals erkennbaren Fehler aufgreift. Für komplexe Vorhaben wie Digitalisierungsprojekte bietet sich eine kooperative Durchführung ja durchaus an.

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Jürgen Kaack 02.06.2018, 19.51| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: | Tags: Breitband, Digitalisierung, Smart-City, Innovation, Breitband-Anwendungen,

Fallbeispiele für den Ausbau von Infrastrukturen für schnelles Internet

Für den Breitbandausbau gibt es unterschiedliche Vorgehensweisen und Geschäftsmodelle. Der größte Teil des Ausbaus erfolgt unverändert auf eigenwirtschaftlicher Grundlage durch die Netzbetreiber. Dabei mögen die Gründe in der erwartenden Rendite liegen, strategischen Ansätzen zum Aufbau der Infrastruktur oder in wettbewerbstaktischen Überlegungen zur Fernhaltung von anderen Netzbetreibern. Dieser eigenwirtschaftliche Ausbau lässt sich von außen eigentlich nicht beeinflussen (mit der wichtigen Ausnahme der politisch gesetzten Rahmenbedingungen wie z.B. der Regulierung). Die durch Gebietskörperschaften beeinflussbaren Geschäftsmodelle habe ich aus der Erfahrung vieler Projekte in folgende Cluster unterteilt:

  • Ausbau nach finanziellen Zuwendungen zum Ausgleich einer Deckungslücke beim Netzbetreiber
  • (nicht-finanzielle) Motivation von Netzbetreibern zum Ausbau       
  • Ausbau durch Stadtwerke      
  • Kooperationen mit Infrastrukturbetreibern, die keine Netzbetreiber sind
  • Gründung von kommunalen Infrastrukturbetreibern      
  • Genossenschaften oder Zweckverbände als interkommunale Vorhaben
  • Ausbau mit bürgerschaftlichem Engagement      
  • Einbringung von vorhandenen Infrastrukturen und Nutzung von Sanierungsarbeiten im Straßenraum 

Bis Mitte 2016 habe ich eine Reihe von detaillierten Fallbeispiele aus eigener Projekttätigkeit für Kreise, Kommunen und Stadtwerke veröffentlicht. 

Da ich nach Aufnahme der Projekt-Tätigkeit für das Breitband-Kompetenzzentrum in NRW im Februar 2016 keine eigenen Förderprojekte in NRW als Berater begleite, gibt es von mir erst mal keine neuen Fallbeispiele.

Die aus meiner Sicht sinnvollen Geschäftsmodelle sowie die rechtlichen und technischen Grundlagen habe ich zusammen mit zum Teil sehr ausführliche beschriebenen Fallbeispielen in dem Buch „Schnelles Internet in Deutschland - Geschäftsmodelle und Fallbeispiele für den Ausbau“ zusammengestellt. Der Stand des Inhaltes ist somit Frühjahr 2016 und seither hat sich einiges verändert. Insbesondere das Bundesförderprogramm hat zu Veränderungen im Markt beigetragen. Je mehr geförderter Ausbau stattfindet, desto weniger Potenzial verbleibt für eigene Infrastruktur-Vorhaben von Gebietskörperschaften und Stadtwerken (mit Ausnahme von denjenigen, die bereits mit dem Ausbau begonnen haben). Auch für neue Zweckverbände gibt es wohl kaum noch tragfähige Ansätze.

Die beschriebenen Geschäftsmodelle sind aber unverändert relevant und neue Ansätze sind nach meiner Erkenntnis nicht hinzugekommen. Die Möglichkeiten zur Einflussnahme der Gebietskörperschaften sind immer noch so wie in meinem Buch beschrieben. Insbesondere die Einsetzung von hauptamtlichen Breitbandkoordinatoren in Kreisen und kreisfreien Städten in NRW hat sich nach meinem Eindruck sehr bewährt. Bei den Fallbeispielen finden sich zwar auch eine Reihe von Vorhaben, die auf den FTTB-Ausbau gesetzt haben, die Mehrzahl erfolgte aber doch mit FTTC-Lösungen, da Angebote zum FTTB-Ausbau in Förderprojekten eigentlich erst seit Anfang 2017 in nennenswertem Umfang eingehen. Das in den Fallbeispielen in meinem Buch beschriebene Vorgehen ist bis auf die spezifischen Anforderungen der Förderprogramme immer noch gültig.

Aktuelle Fallbeispiele (aber auch eine Reihe von in meinem Buch beschriebenen) finden sich z.B. auf der Seite des Kompetenzzentrums Gigabit.NRW unter diesem Link.

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Jürgen Kaack 02.06.2018, 10.08| (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Breitband | Tags: Breitband, Glasfaser, FTTB, Vectoring, Förderung, Geschäftsmodell, Infrastrukturbetreiber, Regulierung,

Digitalisierung braucht Glasfaser!

Mitte 2018 besteht Einvernehmen, dass der Breitbandausbau mit durchgehenden Glasfaser-Trassen bis zum Hausanschluss erfolgen sollte, um zu nachhaltigen Infrastrukturen zu kommen. Als ich dies vor etwa zehn Jahren gefordert habe, und zwar auch für den ländlichen Raum, stand ich damit ziemlich alleine. Das Interesse der Netzbetreiber lag damals auf der möglichst langfristigen Ausnutzung der zum Teil schon vor 100 Jahren verlegten Kupferdoppelader. Betriebswirtschaftlich ist das verständlich, Politik und Regulierer sollten aber eher das volkswirtschaftliche Interesse im Blick haben. In den zehn Jahren hätte man viel erreichen können durch den konsequenten Aufbau eines passiven Leerrohrnetzes, mit dem man heute große Teile der Republik mit Glasfaser ausrüsten könnte. Leider ist es beim "könnte" geblieben und heute braucht man Steuergelder, um die jetzt natürlich vorhandenen Deckungslücken auszugleichen.

Anstatt schon vor Jahren die Förderung des Breitbandausbaus in unterversorgten Flächen mit Glaasfaser-Infrastruktur voranzutreiben, hat der Staat auf die Förderung zur Ertüchtigung der vorhandenen Kupfer-Anschlussnetze gesetzt. Noch bei dem im Dezember 2015 veröffentlichten Bundesförderprogramm zum Breitbandausbau ist eine Präferenz für diesen Weg mit dem Ausbau der FTTC-Netze ("Fiber -To-The-Curb") herauszulesen. Entsprechend haben Netzzbetreiber in den ersten Förderaufrufen bevorzugt FTTC-Lösungen angeboten. Unter großzügiger Auslegung der Förderrichtlinie haben schon früh Gebietskörperschaften für unterversorgte Gebiete Mindestbandbreiten von 100 Mbit/s im Up- und Downstream gefordert, die eigentlich nur mit Richtfunk oder Glasfaser-Anschlussnetzen realisiert werden können. Es zeichnet sich ab, dass zukünftig nur noch Netzinfrastrukturen auf der Basis von FTTB ("Fiber-To-The-Building") förderfähig sind - spät aber immerhin!

Durchgehende Glasfaser-Anbindungen sind die Voraussetzung für die Digitalisierung. Dabei geht es nicht nur um die reine Übertragungsgeschwindigkeit, im Massenmarkt sind derzeit keine Anwendungen vorhanden oder in nächster Zeit zu erwarten, die mehr als 100 Mbit/s benötigen. Aber die steigende Nutzung von Cloud-Diensten erfordert schnelle Upload-Geschwindigkeiten und symmetrische Bandbreiten. Zunehmend mehr Anwendungen in Industrie 4.0, Medizin und z.B. beim autonomen Fahren erfordern kurze Latenzzeiten, hohe Verfügbarkeit bei niedrigen Ausfallzeiten. Und natürlich wächst das zu übertragende Datenvolumen weiterhin stetig, derzeit mit ca. 20% im Jahr. Mittelfristig gibt es keine Alternative zu Glasfaser-Infrastrukturen.
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Jürgen Kaack 31.05.2018, 12.44| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Breitband | Tags: Breitband, Glasfaser, FTTB, Vectoring, Förderung,

Fraktale Stammbaum-Ansicht



Die auf dem Foto gewählte Darstellung eines fraktalen Stammbaums gefällt mir in seiner Übersichtlichkeit deutlich besser als die übliche Form der Sanduhr-Präsentation. Ein Stammbaum mit mehr als 15 Generationen ist unübersichtlich und enthält für die frühen Vorfahren kaum zusätzliche Informationen. Ich habe aus meinem Stammbaum m it teilweise bis zu 60 Generationen die ersten 5 Generationen näher betrachtet. Dies deckt einen Zeitraum bis zum frühen 19. Jahrhundert ab.

Von 31 Personen haben 18 auf Sylt gelebt, die anderen lebten in Braunschweig, Hamburg, Flensburg, Husum, Borgdorf und Hedwigenkoog. Der Berufsquerschnitt ist interressant und in erstaunlichem Maße heterogen. Drei Arbeitern (davon ein Cigarrenarbeiter) und einer Dienstmagd stehen je zwei Unternehmer und Tierärzte sowie der Leiter eines Zollamtes gegenüber. Es finden sich ein Hofbesitzer, ein Lehrer, ein Kaufmann und eine Kaufmannsgehilfin sowie ein Uhrmacher, ein Meierist und ein Zimmermann. Einem Austernfischer und Kirchendiener steht ein Kapitän zur See und späterer Mitarbeiter der Kurverwaltung gegenüber.

Ein breiteres Spektrum an Berufstätigkeiten dürfte schwer zu finden sein. Allerdings löst sich die Heterogenität zum Teil wieder auf, wenn man nicht die letzten fünf Generationen der Vorfahren betrachtet, sondern die davor lebenden Generationen, die oft über Jahrhunderte in einem kleinen regionalen Umfeld gelebt haben und oft die Berufe ihrer Eltern und Großeltern fortgeführt haben. Oft waren dies landwirtschaftliche Tätigkeiten. Handwerliche Arbeiten wurden oft im Nebenerwerb ausgeführt.

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Jürgen Kaack 31.05.2018, 10.49| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: | Tags: Familienforschung, Regionalhistorie, Schleswig-Holstein, Jütland, Sylt,

Auswanderer im 19. Jahrhundert

Ich habe meine Stammbaum-Datei durch ergänzende Recherchen noch mal erweitert und habe jetzt über 12.000 Personen erfasst. Bei der Auswertung im Hinblick auf Auswanderer habe ich ein paar zusätzliche Familien gefunden, die in die USA emigriert sind. Es finden sich dabei 63 Verwandte, die im Zeitraum von 1853 bis 1907 nachweislich in die USA ausgewandert sind. 13 davon sind nach kürzerem oder längerem Aufenthalt wieder nach Deutschland zurückgekehrt. Da nicht bei allen Verwandten in Nebenlinien die vollständigen Daten vorliegen, wird die tatsächliche Zahl noch höher liegen.

Unter den direkten Vorfahren gibt es nur eine Familie, die im Oktober 1853 vermutlich nach Evansville in Indiana ausgewandert ist (oder zumindest alle Vorbereitungen für eine Ausreise getroffen hat). Ob sie tatsächlich ausgewandert sind, konnte nicht mit Sicherheit verifiziert werden. Entweder sie haben die Pläne kurzfristig aufgegeben, oder sie sind nach wenigen Jahren wieder nach Deutschland zurückgekehrt. Es handelt sich um Carl Friedrich Blume (03.11.1812 bis 24.02.1875) aus Bad Gandersheim und Johanne Henriette Mügge (16.03.1811 bis 03.07.1899) aus Teichhütte sowie ihre acht Kinder. Spätestens 1864 sind die Mitglieder der Familie Blume wieder in Braunschweig.

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Jürgen Kaack 31.05.2018, 10.35| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: | Tags: Familienforschung, Regionalhistorie, Schleswig-Holstein, Nordamerika, Jütland, Sylt,

28. Gaadt 7 in Westerland - Heimat der Carstensen über mehrere Generationen



Das letzte Teil der Zeitzeugnisse ist ein kurz vor 1900 entstandenes Foto des Hauses, in dem vier Generationen von direkten Vorfahren aus dem Familienzweig der Carstensen gelebt haben.

Nachdem Diderich Edlef und Catharina Carstensen (geb. Nielsen) 1878 mit ihren vier Kindern von Rodenäs nach Westerland bzw. Tinnum gezogen sind, haben sie in den 1880er Jahren im Gaadt 7 ein Haus errichtet. hierbei war vermutlich eine Erbschaft von Catharina Nielsen hilfreich.In dem Haus haben Catharina und Diderich Edlef bis zu ihrem Tod 1903 bzw. 1923 gelebt. In der rechten Haushälfte hat ihr Sohn und mein Urgroßvater Carl Christian Carstensen mit seiner Frau Marie Charlotte Wachsmuth gelebt, die 1893 bei der Geburt des ersten Sohnes Charles Carstensen gestorben ist. Carl Christian hat bis zu seinem Tod 1940 in einer Wohnung in der Bismarkstraße gelebt. Der Sohn Charles hat seine Kindheit und Jugend bei seinen Großeltern Inken Sermine Söeberg und Andreas Theodor Wachsmuth in Tinnum verbracht.

Als Erwachsner hat Charles die Wohnung im Gaadt von seinem Vater übernommen und hier ab etwa 1914 mit seiner Frau Anna Müller gelebt. 1921 und 1923 wurden in dem Haus die beiden Kinder Annelise und Charlotte geboren, die hier auch ihre Kleinkinderzeit verlebt haben. Später sind Anna und Charles in die Paulstraße in Westerland umgezogen.


Das Haus im Gaadt wurde noch bis in die 1960er Jahren von Nachkommen von Catharina und Diderich Edlefs jüngstem sohn Bernhard Martin Carstensen bewohnt. Später wurde das Gebäude abgerissen und durch ein Apartmenthaus ersetzt.

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Jürgen Kaack 28.05.2018, 12.21| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: | Tags: Familienforschung, Regionalhistorie, Schleswig-Holstein, Jütland, Sylt,

Siedlungsgebiete der Familien Janssen und Kaack bis 1900



Die obere Grafik zeigt die regionale Verteilung der Siedlungsgebiete der Familien Janssen und Kaack bis 1900 zur leichteren Zuordnung der in letzter Zeit vorgestellten Zeitzeugnisse. Auf der unteren Karte finden sich die Lebensräume der nordfriesischen Vorfahren der Familien Castensen,Wachsmuth und Bleicken. 

Nicht dargestellt sind die Siedlungsräume der Familien Niedhardt, Müller, Blume und Müggein Niedersachsen sowie in Hessen und Baden-Württemberg, da diese nur einzelne Familienzweige betreffen.
 


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Jürgen Kaack 27.05.2018, 18.57| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: | Tags: Familienforschung, Regionalhistorie, Schleswig-Holstein, Dithmarschen, Mühbrook, Sylt,

Chronik "Heimat Sylt" jetzt auch als eBook

Nachdem Anfang Mai die Printversion der dritten Auflage meiner Familienchronik "Heimat Sylt" mit ihrem Umfang von 520 Seiten im Großformat und mit Fotomatt-Papier erschienen ist, steht jetzt auch eine eBook-Version zur Auswahl. Aufgrund der zahlreichen Fotos und Grafiken empfehle ich dabei für die digitale Version eher die Nutzung mit einem Tablet- oder Laptop-Computer als mit einem eBook-Reader.




Das eBook ist für unterschiedliche Plattformen und bei den gängigen Anbietern verfügbar, u.a. bei BoD, Google-Books und Amazon. Für kurze Zeit wird das eBook zu einem vergünstigten Einführungspreis angeboten.
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Jürgen Kaack 27.05.2018, 11.14| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Bücher | Tags: Familienforschung, Regionalhistorie, Schleswig-Holstein, Schweden, Dänemark, Jütland,

27. Hochzeit von Marie Charlotte Wachsmuth und Carl Christian Carstensen



Das vorletzte Zeitzeugnis dokumentiert die Verbindung der der beiden Familien Wachsmuth (siehe hierzu die Teile 16, 17 und 20), zu denen als Vorfahre auch der Göteborger Kapitän Johan Frederik Søeberg (Teil 19) gehört, mit der Familie Carstensen (Teile 13 und 26).

Der jüngste Sohn von Claus Detlef Christian Lütje Wachsmuth war der Austernfischer, Kirchdiener, Totengräber rund Schuldiener Andreas Theodor Wachsmuth, der Inken Sermine Søeberg heiratete, die Tochter von Inken Boysen Bleicken aus Tinnum und dem Kapitän Johan Frederik Søeberg aus Göteborg. Sie hatten nur eine Tochter Marie Charlotte Wachsmuth.

In Westerland heiratet Carl Christian Carstensen (14.09.1863 bis 29.07.1940), der zweite Sohn von Catharina Nielsen und Diderich Edlef Carstensen am 17.04.1892 Marie Charlotte Wachsmuth (geboren am 06.03.1875 in Tinnum und jüngster Spross der Familien Erken, Bleicken und Wachsmuth). Nur Stunden nach der Geburt ihres ersten und einzigen Sohnes Charles Marinus Carstensen am 11.05.1893 stirbt Marie Charlotte mit 18 Jahren. Das Foto ist vermutlich anläßlich der Hochzeit aufgenommen worden.

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Jürgen Kaack 26.05.2018, 12.17| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: | Tags: Familienforschung, Regionalhistorie, Schleswig-Holstein, Jütland, Sylt,

26. Familie Carstensen zieht 1878 von Rodenäs nach Westerland



Das Foto meiner Ur-Urgroßeltern Catharina Nielsen und Diderich Edlef Carstensen ist vermutlich um 1885 nach dem Umzug von Rodenäs nach Westerland entstanden. Familie Carstensen stellt nach Johan Frederik Søeberg aus Göteborg, den Brüdern Wachsmuth aus Hoyer und Familie Janssen die vierten Vorfahren dar, die im 19. Jahrhundert nach Sylt gezogen sind.

Matthias Carstensen wird am 06.03.1798 in Møgeltonder geboren und verdient seinen Lebensunterhalt als Arbeitsmann in Norddeich (Rodenäs); er starb dort am 12.10.1868. Mit seiner ebenfalls aus Rodenäs stammenden Frau Anna Margaretha Bohsen (02.01.1797 bis 14.01.1873) hat er nach der Heirat am 14.10.1820 mindestens zwei Söhne und eine Tochter. Sein Sohn Diderich Edlef Carstensen wird am 22.11.1832 in Rodenäs geboren wird und arbeitet dort als Zimmermann und Aufseher.

Diderich Edlef Carstensen heiratet am 20.11.1853 die in der Nachbargemeinde Humptrup am 01.04.1830 geborene Catharina Nielsen und bekommt mit ihr insgesamt acht Kinder, von denen drei als Kleinkinder oder direkt bei der Geburt sterben. Vermutlich 1878 zieht die Familie mit den vier überlebenden Kindern 1887 nach Westerland. Catharina stirbt am 14.04.1903 in Westerland. Diderich Edlef stirbt am 12.05.1923 in Westerland mit gut 90 Jahren.

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Jürgen Kaack 25.05.2018, 17.37| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: | Tags: Familienforschung, Regionalhistorie, Schleswig-Holstein, Jütland, Sylt,

25. Johannes Kaack - Buchbinder, Verleger und Unternehmer



Der 1807 in Nübbel geborene Claus Kaack und ging als erstes Mitglied der Familie Kaack nicht mehr einem Beruf in der Landwirtschaft nach. Er brachte sich autodidaktisch das Wissen bei, um als Lehrer tätig zu werden. Zunächst war er in Hohn als Unterlehrer tätig, dann 1827 als Dorfschullehrer in Agethorst im Amt Schenefeld. Dort lernte er Thrin Schröder, die Tochter des Lehrers Hinrich Schröder kennen, der in Vaale lebte und an der Gemeinschaftsschule der beiden kleinen Dörfer Vaale und Wacken unterrichtete.

Das Foto meiner Urgroßeltern Catharina Anganetha Dora Johannsen und Johannes Kaack sowie den beiden Söhnen Hermann und Willy ist 1888 in Flensburg aufgenommen worden.
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Jürgen Kaack 25.05.2018, 09.56| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: | Tags: Familienforschung, Regionalhistorie, Schleswig-Holstein, Sylt, Westerland,

Online-Version meines Stammbaums

Zur Einordnung der Zeitzeugnisse und Personen kann die Online-Version meines Stammbaums genutzt werden. Nach einer erneuten Aktualisierung und geringfügigen Ergänzung stelle ich ihn jetzt auch offen zur Nutzung bereit. Allerdings sei angemerkt, dass es sich um eine private Seite handelt und ich für die Richtigkeit der Daten keine Garantie übernehmen kann.


Quellen sind soweit möglich angegeben, aber nicht für alle Einträge sind belastbare Quellen vorhanden. Sofern die Datenbank Fehler enthalten sollte oder unvollständig ist, bin ich für Hinweise dankbar.

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Jürgen Kaack 23.05.2018, 15.09| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: | Tags: Familienforschunbg, Regionalhistorie, Schleswig-Holstein, Schweden, Dänemark, Jütland,

24. Rentmeister Lorenz Nicolay Ludwig Janssen - ab 1867 auf Sylt



Das 24. Zeitzeugnis ist etwa 10 Jahre vor dem Foto der drei Generationen der Familie Dose entstanden und zeigt meinen Ur-Urgroßvater Lorenz Nicolay Ludwig Janssen, der fast 25 Jahre lang Zollcontrolleur und Rentmeister von Sylt war. Das obige Foto dürfte in der Zeit zwischen 1860 und 1870 entstanden sein.

Johann Janssen wird 1794 in Hohenwestedt als Sohn der damals 15-jährigen Anna Peutz und des Fuhrmanns Johann Friedrich Jansen (tatsächlich mit einem "s" eingetragen) geboren. Als der Vater stirbt, ist Johann genau vier Jahre alt. Später zieht er nach Vester-Sottrup und heiratet Elisabeth Charlotte Clausen. Mit ihr zieht er nach Ærø, wo am 21.09.1828 Lorenz Nicolay Ludwig Janssen geboren wird.

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Jürgen Kaack 21.05.2018, 11.05| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: | Tags: Familienforschunbg, Regionalhistorie, Schleswig-Holstein, Dithmarschen, Dänemark, Jütland,

23. Drei Generationen aus der Familie Dose auf einem Foto von 1877



Der 23. Teil der Zeitzeugnisse ist eine meiner Lieblingsfotos der Ahnen und zeigt gleich drei Generationen von Vertretern der Familie Dose in Hedwigenkoog. Im Mittelpunkt sitzt meine am 11.01.1876 geborene Urgroßmutter Mathilde Dose.

Hinter ihr steht ihr Vater Hermann, rechts sitzt ihr Großvater Carsten Dose, dessen Foto ich im 21. Teil vorgestellt habe. Links auf dem Foto ist ihr Großonkel und Carstens Bruder Hermann Dose (27.02.1801 bis 16.12.1879), der in der alten Heimat der Familie Dose in Steinburg lebte. Alle drei männlichen Vertreter waren Gutsbesitzer, Carsten Dose zusätzlich Kooginspektor.

Mathilde Dose hat später den Tierarzt Dr. Claudius Waldemar Janssen geheiratet und lebte mit ihm bis zu ihrem Tod 1958 in der Steinmannstraße in Westerland.

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Jürgen Kaack 21.05.2018, 10.09| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: | Tags: Familienforschunbg, Regionalhistorie, Schleswig-Holstein, Dithmarschen, f, Sylt, Westerland,

35 Jahre in der Telekommunikations-Industrie

Im Mai 1983 habe ich meine Promotionsarbeit im Bereich der Kristallphysik abgeschlossen und bin jetzt seit 35 Jahre in der Telekommunikations-Branche tätig. Von Arbeiten im Bereich des Business Developments über Diversifikationsprojekte, den Aufbau und die Restrukturierung von Anbietern im Bereich des Mobilfunks, Festnetz bis zu Diensten bis zu Infrastruktur- und Digitalisierungsprojekten für Kommunen, Kreise und Stadtwerke reichen bisher die bearbeiteten Inhalte. Mit der technologischen Entwicklung in diesem Zeitraum haben sich auch Aufgabenschwerpunkte verändert. In einem kleinen Rückblick in Fünf-Jahresschritten finden sich folgende Highlights:

  • vor 35 Jahren: 1983 habe ich nach Abschluss der Promotionsarbeit die Universität verlassen. Seither bin ich ununterbrochen im Telekommunikationsmarkt tätig. Zunächst bei Herstellerfirmen für Vermittlungs- und Übertragungstechnik, später mit dem Aufbau und der Neuausrichtung von Netzbetreibern und in beratender Form für Netzbetreiber, Hersteller und Gebietskörperschaften.
  • vor 30 Jahren: habe ich die einige Strategieprojekte für den Daimler-Vorstand erarbeitet zu Optionen im Telekommunikationsmarkt, dabei kam auch das Service-Provider-Modell als für Deutschland neues Geschäftsmodell in die Diskussion.
  • vor 25 Jahren: erreichten wir mit der nach zwei Jahren Arbeit am Geschäfts- und Kooperationsmodell sowie der Erstellung eines Business-Plans 1991 gegründeten Service-Provider debitel in Deutschland die Marktführerschaft unter den netzbetreiberunabhängigen Telefongesellschaften.
  • vor 20 Jahren: 1998 begannen die vorbereitenen Planungen zum Aufbau eines eigenen Netzbetreibers für Geschäftskundendienste, der dann 1999 gegründet und 2003 an einen anderen Netzbetreiber verkauft wurde.
  • vor 15 Jahren:  habe ich meine ersten Projekte zum Aufbau von Breitband-Infrastrukturen und der Bildung von Kooperationen durchgeführt.
  • vor 10 Jahren: 2008 habe ich für zwei Jahre die Projektleituing in dem Innovationsprojekt T-City für die Stadt Friedrichshafen übernommen.
  • vor  5 Jahren: 2013 habe ich die ersten Kapitel meiner Familienchronik sowie zu Geschäftsmodellen und Fallbeispielen für den Breitbandausbau mit Glasfaserinfrasturkturen geschrieben. Erschienen sind diese Bücher dann in erster Auflage 2016.
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Jürgen Kaack 20.05.2018, 10.49| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Allgemeines

22. Hermann Dose und Margaretha Kröger, Hofbesitzer in Hedwigenkoog

Im 22. Teil der Zeitzeugen findet sich ein Foto von Hermann Dose, dem Sohn des im vorherigen Teil vorgestellten Kooginspektor und Hofbesitzer Carsten Dose, und seiner Frau Maria Margaretha Kröger. Das Foto wurde möglicherweise anläßlich ihrer Hochzeit am 31.10.1862 in Wesselburen aufgenommen.


Margaretha Kröger ist eine direkte Nachfahrin der Landschreiber Johannes Wasmer und seines Schwiegervaters Antonius Steinhaus aus Meldorf. Beide wurden inn den Teilen 8 und 9 dieser Serie zu Zeitzeugnissen anhand der Epitaphen im Meldorfer Dom vorgestellt. Johannes Wasmer lebte neun Generationen von Maria Margaretha Kröger.

Das Ehepaar bekam mindestens zwei Kinder, den Erstgeborenen Karsten Dose (geboren am 12.12.1862 in Hedwigenkoog). Mathilde Dose wird am 11.01.1876 in Hedwigenkoog geboren, wo sie ihre Jugend verbringt. Am 22.03.1891 wird sie in Wesselburen konfirmiert, heiratet dort am 02.03.1894 den Tierarzt Dr. Claudius Waldemar Janssen und zieht mit ihrem Ehemann 1900 nach Ratzeburg und ein Jahr später nach Meldorf. 1919 zieht das Ehepaar nach Westerland. Alle Vorfahren aus dem Zweig der Kröger stammt bis zu den frühesten identifizierbaren Vorfahren aus dem nördlichen und westlichen Umfeld von Brunsbüttel. Meist handelt es sich um kleine Bauernschaften ohne einen ausgeprägten Ortskern. Die Mehrzahl der Vorfahren aus dieser Linie war vermutlich in der Landwirtschaft tätig. Unter den bekannten Vorfahren und Verwandten ist erst Maria Margarethas Vater Hans Jacob Kröger ist mit seiner Familie um 1850 nach Wesselburen umgezogen, wo Maria Margaretha Hermann Dose kennengelernt und später geheiratet hat. Vermutlich hat die Gegend die Wirrungen des 30-jährigen und der anderen Kriege im 18. Jahrhundert weitgehend unbeschadet überstanden.

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Jürgen Kaack 19.05.2018, 11.04| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: | Tags: Familienforschunbg, Regionalhistorie, Schleswig-Holstein, Dithmarschen, Sylt, Westerland,

21. Kooginspektor Carsten Dose aus Hedwigenkoog



Mit dem 21. Teil der Zeitzeugnisse kommen wir zu dem frühesten Foto eines direkten Vorfahren.

Carsten Dose wurde am 26.05.1810 in Neuendorf im Kreis Steinburg (in der Nähe von Glückstadt) geboren und ist vermutlich gegen 1835, vor der Geburt seiner sechs Kinder nach Hedwigenkoog umgezogen, wo er seit dem 16.03.1832 Hofbesitzer war und ab dem 04.12.1867 als Kooginspektor tätig. Er starb am 26.02.1905 mit fast 95 Jahren. Seine Ehefrau Margaretha Thormählen wurde geboren am 30.01.1808 im adligen Gut von Klein Kollmar, ebenfalls im Umland von Glückstadt (sie verstarb am 14.02.1880). 


Nach der Hochzeit am 17.05.1834 kam neben Hermann (12.09.1836 bis 23.06.1911) am 05.04.1840 der spätere Hofbesitzer in Reinsbüttel Jacob Dose zur Welt, der am 03.02.1865 C. M. Louise Johannsen (14.05.1846 bis 27.06.1884) geheiratet hat; sie bekommen einen Sohn und drei Töchter. Der dritte nach seinem Vater benannte Sohn Carsten Dose (1847 bis 26.06.1859) stirbt noch als Kind mit 11 Jahren. Margaretha und Carsten bringen zudem drei Töchter zur Welt: am 26.05.1835 Catharina H. Julie, am 06.05.1838 Cäcilie Jakobine Luise und als jüngste Tochter am 29.12.1842 Margarethe C. A. Dose, die am 22.03.1865 Peter H. Kröger (14.07.1842 bis 28.04.1895) ehelicht. Das Paar bekommt zwischen 1866 und 1883 elf Kinder, sieben Söhne und vier Töchter, sowie 31 Enkelkinder.

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Jürgen Kaack 18.05.2018, 10.30| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: | Tags: Familienforschunbg, Regionalhistorie, Schleswig-Holstein, Dithmarschen,

20. Die Brüder Wachsmuth leben nach 1835 auf Sylt



Aus dem 19. Jahrhundert finden sich zu Taufen, Hochzeiten und Beerdigungen zahlreiche Einträge in Kirchenbüchern Viele dieser Dokumente finden sich in meiner Familienchronik "Heimat Sylt". Dafür gibt es mit der Fotografie des Wachsmuth-Hofes in Tinnum wieder ein "steinernes" Zeitzeugnis. Die vier Wachsmuth-Brüder sind Anfang des 19. Jahrhunderts von Hoyer nach Sylt gezogen, einmal in Richtung Morsum, dann nach Braderup, Westerland und eben nach Tinnum.

Der Bruder von dem nach Archsum gezogenen Nicolay Jessen Wachsmuth ist mein direkter Vorfahre Claus Detlef Christian Lütje Wachsmuth (geboren am 10.02.1807 in Højer und am 29.03.1883 mit 76 Jahren bei Tinnum in der Nordsee ertrunken). Er arbeitete als Schumacher und heiratete noch in Hoyer am 06.11.1829 die 1802 in Ribe geborene Christiana Lund (gestorben am 15.05.1883 in Tinnum). Mit seiner Frau und der erstgeborenen Tochter Maria Theresia (geboren am 15.10.1830 in Hoyer) zog er kurz nach 1830 nach Tinnum auf Sylt. In Tinnum errichtet die Familie Wachsmuth 1837 den oben abgebildeten Hof, auf dem die nächsten Generationen aus diesem Zweig der Wachsmuth-Familie geboren werden.

Christiana Lund und Claus Detlef Christian Lütje Wachsmuth aus dem Tinnumer Zweig hatten drei Töchter und drei Söhne. Die älteste Tochter war Maria Theresia und wurde am 15.10.1830 noch in Hoyer geboren, starb aber schon am 21.01.1840 in Keitum mit gerade 10 Jahren. Der älteste Sohn Christian Lund wurde 1834 geboren und starb am 19.12.1954 mit 18 Jahren als Matrose, nachdem er aus der Takelage des russischen Schiffes „Cäsarewitsch“ auf das Deck gestürzt war. Als drittes Kind wird am 14.04.1837 Peter Nicolay Wachsmuth geboren. Die jüngste Tochter wurde am 09.11.1841 geborene und nach der am 06.12.1932 im Alter von 92 verstorbenen ersten Tochter Maria Therese genannt. Sie starb in Tinnum am 06.12.1932 mit 91 Jahren. Als letztes Kind kommt elf Jahre später am 14.08.1843 Andreas Theodor Wachsmuth auf die Welt, mein Ur-Urgroßvater.

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Jürgen Kaack 15.05.2018, 11.28| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: | Tags: Familienforschunbg, Regionalhistorie, Schleswig-Holstein, Schweden, Dänemark, Jütland,

19. Das einzige Dokument aus Schweden ist ein Taufeintrag von 1816



Kapitän Johan Frederik Søeberg ist der einzige bekannte Vorfahre aus Schweden. Zu seiner Taufe habe ich den obigen Kirchenbucheintrag aus Göteborg gefunden, in dem auch seine Eltern benannt sin. Leider bin ich bei der Suche nach ihrer Herkunft nicht erfolgreich gewesen. Vielleicht stammen sie nicht aus Göteborg, denn auch sein Vater wird als "Sjöman" bezeichnet.

Inken Boysen Bleicken, eine Tochter von Erk Bleik Erken, wurde am 28.07.1816 in Tinnum geboren. Ihr Vater starb als sie zwei Jahre alt war, so dass sie alleine mit ihrer Mutter Anna und ihren Geschwistern in Tinnum aufwuchs. Sie heiratete am 01.06.1845 den aus Göteborg stammenden Kapitän Johan Frederik Søeberg, der am 04.04.1816 geboren wurde. Seine Eltern waren der Seemann Johan Sjøberg (geboren um 1775) und Maria Johansdotter, die um 1800 geheiratet haben. Auf der Taufurkunde von Johan Frederik sind als Taufpaten unter anderem ein Seemann und ein Steuermann eingetragen. Im Melderegister von Göteborg aus der Zeit um Johans Geburt finden sich zwar mehrere Sjøbergs, aber es kann keine Verbindung zu Maria und Johan hergestellt werden, sodass nicht sicher ist, ob sie tatsächlich in Göteborg gelebt haben. Der Wechsel in der Schreibweise von Sjøberg zu Søeberg erfolgte vermutlich als Johan Frederik in Aalborg als Seemann tätig war. Es ist daher auch nicht bekannt, wo Johann Frederick seine Jugend verbracht hat, und unter welchen Umständen er wo die Tochter von Erk Bleik Erken kennlernte. Vielleicht hat er irgendwo auf seinen Reisen den Schiffsführer und älteren Bruder Boy Dirk Boysen (geboren 1800) getroffen.

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Jürgen Kaack 12.05.2018, 10.08| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: | Tags: Familienforschunbg, Regionalhistorie, Schleswig-Holstein, Schweden, Dänemark, Jütland,

Dritte Auflage meiner Chronik "Heimat Sylt" verfügbar

Die dritte Auflage meiner Chronik "Heimat Sylt" ist in der Printversion verfügbar. Die Arbeit für die dritte Auflage hat fast anderthalb Jahre gedauert und die zusätzlichen Recherchen haben eine Verdreifachung der Datenbank sowie eine Verdopplung im Umfang des Buches ergeben. Das Buch umfasst 520 Seiten, über 120.000 Wörter, zahlreiche, teils farbige Abbildungen und Grafiken. Erhältlich ist das Buch eindfach und unproblematisch direkt über den Verlag BoD, aber auch über den stationären Buchhandel und Amazon. Eine eBook-Version folgt in Kürze.

Woher kommen die einzelnen Familienzweige und wie haben sie sich im Lauf der Jahrhunderte verändert? Lassen sich nach der langen Zeit noch Gründe für Umzüge und neue Berufe herausfinden? Wie hat sich die Vermischung von zugezogenen mit eingesessenen Familien in der weiteren Entwicklung ausgewirkt? Diesen Fragen versucht die Abhandlung nachzugehen. Im Rahmen der Forschung wurden über 10.000 Personen identifiziert. Es fanden sich viele Brüche und Änderungen im Lebenswandel.

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Jürgen Kaack 10.05.2018, 14.40| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Bücher | Tags: Familienforschunbg, Regionalhistorie, Schleswig-Holstein, Dithmarschen, Mittelalter, Meldorf, Niedersachsen, Braunschweig, Ulm, Darmstadt, Sylt, Westerland,

18. Die Truhe zur Hochzeit von Margarethe Mortensdatter 1779



Das Erbstück im 18. Teil ist insofern für mich etwas Besonderes, als es der älteste Gegenstand ist, der sich über die Jahrhunderte in der Familie erhalten hat.

Margarethe Katrine Mortensdatter, wurde 1759 in Lintrup geboren und starb am 11.06.1829 in Sommerstedt. Über ihre Eltern sind nur die Namen Morten Nielsen und Anna Hansdatter bekannt, vermutlich stammten auch sie aus der Gegend um Hadersleben. Im Jahr 1779 hat sie den ebenfalls aus dem Distrikt Hadersleben stammenden Christopher Andreas Lorenzen (1750 bis 04.08.1826) geheiratet und zu diesem Anlass die abgebildete geschnitzte Hochzeitstruhe aus Eichenholz erhalten. Die Truhe wurde in der Familie weitervererbt und landete schließlich bei meiner Urgroßmutter Mathilde Janssen. Nicolay Lorenzen (geboren am 31.10.1712) heiratet am 16.09.1746 Catharina Maria Bruhn (geboren am 17.04.1725 in Hjordkaer) und ist der Vater von Christopher Andreas. Er stammt wie sein Großvater Christian Nikolaisen Lorenzen (26.06.1681 bis 12.09.1752) aus dem ebenfalls zur Gemeinde Sommerstedt bzw. zur Kommune Hadersleben gehörenden Ortsteil Oksenvad.

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Jürgen Kaack 10.05.2018, 09.52| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: | Tags: Familienforschung, Regionalhistorie, Schleswig-Holstein, Jütland, Tondern, Sylt, Westerland,

17. Hausverkauf von 1736 durch Johann Andreas Wachsmuth



Nach dem Rücksprung ins 17. Jahrhundert geht es im 17. Teil geht es mit dem Hutmacher und Kürassier Johann Andreas Wachsmuth, einem Nachkommen von Hans Waßmoth aus dem vorherigen Teil, wieder im 18. Jahrhundert weiter.


Marie Catharina Willigen und Hans Casper Waßmuht hatten anscheinend nur ein Kind, Johann Andreas Wachsmuth, der am 27.03.1705 in St. Albani in Göttingen getauft wird und um 1730 in Göttingen als Hutmacher seinen Vorfahren folgt. Über seine Entwicklung bis 1736 ist wenig bekannt, in diesem Jahr verkauft er am 08.08. ein Haus im Göttingen Stadtteil Geismar, das er von seinem zuvor verstorbenen Vater geerbet hat. Seine Mutter lebt zum Zeitpunkt des Hausverkaufs noch und bekommt einen Anteil am Erlös. Das Haus brachte 232 Taler und 18 Mariengroschen, was in etwa dem Jahresgehalt eines Handwerksmeisters entsprochen haben dürfte. Der Käufer des Hauses mit „Kothhauß“ und Garten ist sein Cousin Johann Andreas Willigen.

Im Spätherbst 1736 oder Anfang 1737 ist Joahnn Andreas auf jeden Fall in Hadersleben als Hutmacher und Reiter im Oldenburgischen Kürassier-Regiment Friis in der von Rittmeister Ludolf Erich von Lersner (08.01.1713 bis 30.01.1773) geführten Kompanie diente.

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Jürgen Kaack 08.05.2018, 09.10| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: | Tags: Familienforschunbg, Regionalhistorie, Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Göttingen, Sylt, Westerland,

16. Hans Waßmoth aus Göttingen, geboren 1585



Nach dem Sprung ins 18. Jahrhundert gehen wir mit den nächsten Dokumenten noch mal um ein Jahrhundert zurück und begeben uns nach Göttingen. In Göttingen konnten die frühesten Vorfahren aus dem Zweig der Wachsmuth nachgewiesen werden. 1736 ist ein Nachfahre von Hans Waßmoth als Kürssier nach Hadersleben in Jütland gezogen und dessen Nachkommen kamen über Söder-Sejelv, Aventoft und Hoyer nach Tinnum auf Sylt.


Der älteste bekannte Vorfahre aus der Familie Wachsmuth ist Hans Waßmoht, der um 1585 geboren wurde, vermutlich aber nicht aus Göttingen stammt, da er nicht im Bürgerbuch verzeichnet ist. Er hat am 10.01.1613 die Jungfrau Treise geheiratet und starb mit 79 Jahren. Sein Sohn Hans Hermann Wachsmuth (getauft am 10.05.1633 und begraben am 25.03.1695) wurde am 24.01.1657 in Göttingen eingebürgert und hat nur drei Tage später am 27.01.1657 die um 1635 geborene Catharina Knuppel geheiratet.  Er hat als Hutmacher und Filzmacher 2. Klasse gearbeitet, 1689 erwirbt er ein Brauhaus in Göttingen. Hans Hermann wird knapp 62 Jahre alt und am 25.03.1695 auf dem Friedhof von St. Albani beerdigt, im Kirchenbuch wird hierzu vermerkt: „Am 25.03.1695 auf ehrliche Weise mit christliche Ceremonie begraben“. Seine Frau überlebt ihn um 17 Jahre und stirbt mit ca. 76 Jahren, sie wird am 24.01.1712 beerdigt.

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Jürgen Kaack 06.05.2018, 11.06| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: | Tags: Familienforschunbg, Regionalhistorie, Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Göttingen, Mittelalter, Sylt, Westerland,

15. Erbvertrag von Frenz auf Jacob Kaack von 1711



Das nächste Zeitdokument springt vor ins 18. Jahrhundert, passt aber zu dem vorherigen Dokument von 1675, da es die Übergabe desselben Hofes von Frenz Kaack in Mühbrook an die nächste Generation dokumentiert.

Frenz Kaack bekam mit seiner bislang unbekannt gebliebenen Ehefrau insgesamt sechs Kinder. Auf den ältesten Sohn und rechtmäßigen Hoferben Hinrich (1671 bis 23.10.1753) folgten Jacob (1674 bis 20.07.1740) und der um 1676 geborene Frenz, sowie Joachim (07.1679 bis 30.08.1743), Claus (09.10.1681) und die um 16893 geborene Tochter Trienke. Mein direkter Vorfahre Hinrich Kaack heiratet 1700 Catharina „Triencke“ Rohwer (1676 bis 17.05.1736) aus Langwedel, deren Vater Jürgen Rower (geboren 1643) am 25.10.1668 die zwanzig Jahre alte Anke Greven geehelicht hat. Hinrich hat ein jahr nach der Hochzeit 1701 die Hufe Nr. 11 von Ankes Vater Simon Greve übernommen. Vielleicht haben sein Vater und sein Schwiegervater Jürgen Rohwer ihn finanziell beim Kauf des Hofes unterstützt.
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Jürgen Kaack 05.05.2018, 10.13| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: | Tags: Familienforschunbg, Regionalhistorie, Schleswig-Holstein, Sylt, Mühbrook, Rendsburg,

14. Erbvertrag von Frenz Kaack von 1675



Der 14. Teil der Serie führt wieder zum Familienzweig Kaack nach Mühbrook bei Bordesholm zurück. Es ist gleichzeitig das letzte Zeitzeugnis direkter Vorfahren aus dem 17. Jahrhundert. Wie schon im 3. Teil belegt, lebten Vorfahren der Familie Kaack wohl mindestens seit dem 15. Jahrhundert in dem kleinen Dorf Mühbrook am Rand des Einfelder Sees.


Der älteste nachgewiesene Vorfahre der Familie ist der um 1585 geborene und in Mühbrook verstorbene Hufner Lorenz Kaack, weitere Daten über ihn sind nicht bekannt. Sein Sohn ist der etwa 1620 in Mühbrook geborene Frenz Kaack, der mit einer Margaretha verheiratet war und 1670 verstarb. Auf ihn folgte sein gleichnamiger Sohn Frenz Kaack, der gegen 1650 in Mühbrook zur Welt kam. Außer ihm hatten Margaretha und Franz vier weitere Kinder: Hans (um 1652 bis 1713, Hufner in Mühbrok), Anike, Jochim und Heinrich.

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Jürgen Kaack 01.05.2018, 11.10| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: | Tags: Familienforschunbg, Regionalhistorie, Schleswig-Holstein, Sylt, ,

13. Lyst bei Mögeltondern als früheste Heimat der Carstensen



Während es aus den Familienzweigen Steinhaus, Wasmer, Funck, Vietor und Kaack eine Reihe von Zeitzeugnissen aus frühen Jahren gibt, finden sich für die nordfriesischen Familien Carstensen, Wachsmuth, Bleicken, Johannsen, Lorenzen usw. vor dem 18. Jahrhundert bestenfalls Kirchenbucheinträge. Schriften und Bücher gab es von den Vorfahren dieser Familien nicht und auch andere materielle Zeugnisse habe ich nicht finden können. Der früheste nachweisbare Vertreter dieser Familienlinie ist der 1672 in Mögeltondern Kersten Clausen geborene, der am 18.04.1697 die ebenfalls aus Mögeltondern stammende Merret Pedersdatter geheiratet hat. Die Namensgebung war zu der Zeit noch patronymisch, sein Vater war demnach ein Claus.

 

Kersten Clausen lebte in dem kleinen Weiler Lyst südlich von Mögeltondern, der wohl auch schon damals aus nicht mehr als vier Häusern bestand. Das obige Bild von Lyst ist zwar erst 1925 von dem dänischen Maler Carl Tönder erzeugt worden, aber vermutlich sah es dort im 17. Jahrhundert nicht viel anders aus. Das Foto wurde dankenswerterweise von Peter Carstensen aus Hamburg bereitgestellt.

 

Von Lyst sind Nachkommen von Kersten Clausen sind von Lyst nach Gallehus nördlich von Mögeltondern umgezogen und fanden sich eine Generation später aber wieder in Lyst. Erst um 1845 ist Matthias Carstensen, ein Ur-Urenkel von Kersten Clausen von Gallehus in das nahegelegene Rodenäs umgezogen.


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Jürgen Kaack 29.04.2018, 10.00| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: | Tags: Familienforschunbg, Regionalhistorie, Schleswig-Holstein, Jütland, Mögeltondern, , Sylt, ,

Teilbücher zur Chronik verfügbar

Seit der ersten Veröffentlichung meiner Chronik ist durch zusätzliche Erkenntnisse und das Auffinden weiterer Dokumente das Volumen so angewachsen, dass die Neuauflage von "Heimat Sylt" um über 50% umfangreicher wird, habe ich mich entschlossen, die Chronik auch in drei Teilbüchern zu veröffentlichen. Die Datenbank der erfassten Personen ist von damals 3.700 vor einem Jahr auf fast 12.000 angewachsen. Auch eine Reihe von zusätzlichen gefundenen alten Fotos und Grafiken veranschaulicht Inhalte.

Als erstes Teilwerke wurde im letzten Jahr das Buch "Sylt - Erinnerungen einer Familie" fertig mit Geschichten rund um die Insel Sylt und der Analyse der Vorfahren aus den nordfriesischen Familienzweigen Carstensen, Wachsmuth, Bleicken und Erken. In dem Buch werden die Lebensabschnitte der anderen Familienzweigen behandelt, die sich auf Sylt abgespielt haben. Ergänzend werden Geschichten aus der Vergangenheit von Sylt und Westerland mit einer Reihe von alten Fotos und Grafiken behandelt.

Als zweites Buch folgte im Dezember meine Hommage an meine Großmutter "Anna Müller aus Braunschweig", in dem ihr Leben erzählt und den Vorfahren aus Braunschweig und Ulm nachgeforscht wird. Hierzu gehören auch einige Münster-Prediger aus Ulm und ein Pest-Arzt aus Augsburg.


Als weiteres Einzelbuch aus der Gesamtchronik folgte das Werk "Chronik der Familien Kaack und Janssen". Neben den Familien Janssen aus Eckernförde und Kaack aus Mühbrook werden hier auch die Vorfahren der Familien Johannsen von Föhr und den Halligen, Dose und Thormählen aus dem Kreis Steinburg sowie den Familien Schröder aus Vaale und Kröger aus dem Umland von Brunsbüttel behandelt. Dabei enthält die vor Kurzem fertige 2. Auflage auch die Geschichten der Familien Steinhaus und Wasmer aus Meldorf, sowie die ihrer Vorfahren wie dien Grafen von Jülich, den karolingischen und merowingischen Herrschern bis hin zu mythologischen Gestalten unter sächsischen und norwegischen Häuptlingen. Das Buch kann direkt über den Verlag BoD, Amazon und den stationären Buchhandel bezogen werden. Eine eBook-Version der "Chronik der Familien Kaack und Janssen" folgt in nächster Zeit. 


Als letztes Teilbuch ist das gerade fertig gewordene Buch "Chronik der Familien Carstensen, Wachsmuth und Bleicken - drei nordfriesische Familien" fertig geworden, das sich im Gegensatz zum ersten Teilbuch nur auf die Geschichte der genannten Familien beschränkt und daher mit 160 Seiten um ein Drittel kürzer ausfällt. Die die Familien betreffenden Inhalte sind unverändert und hier gibt es (zumindest derzeit) keine Ansätze für eine weitere Vertiefung. 


Die dritte Auflage zur Gesamtchronik "Heimat Sylt" ist Anfang Mai 2018 verfügbar. Der Umfang mit jetzt 520 Seiten bedingt, dass dieses Buch anders als die Teilbücher nicht als Paperback produziert wird, sondern in einer hochwertigen fadengebundenen Form mit festem Einband. Dies bedingt einen höheren Preis, auch zu diesem Werk wird es eine eBook-Version geben.

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Jürgen Kaack 28.04.2018, 20.27| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Bücher | Tags: Familienforschung, Genealogie, Sylt, Schleswig-Holstein, Westerland, Jütland, Ulm, Münsterprediger, Niedersachsen, Reformation,

"Chronik der Familien Carstensen, Wachsmuth und Bleicken"



Die Teilchronik für die Familien Carstensen, Wachsmuth und Bleicken hat es geschafft, vor der dritten Auflage der Gesamtchronik "Heimat Sylt" fertig zu werden. Wer zusätzlich Informationen zur Geschichte von Sylt und Westerland mit einer Reihe von alten Fotos sucht, ist allerdings mit dem seit letzten Jahr veröffentlichten Werk "Sylt - Erinnerungen einer Familie" besser bedient. Die Inhalte der neuen Chronik ist dort ebenso enthalten wie in der bald in Druck gehenden 3. Auflage von "Heimat Sylt". Das Buch ist zu beziehen über den Verlag BoD über diesen Link, Amazon und den stationären Buchhandel. Eine eBook-Version wird in Kürze verfügbar sein.
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Jürgen Kaack 28.04.2018, 10.23| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Bücher | Tags: Familienforschung, Regionalhistorie, Schleswig-Holstein, Jütland, Tondern, Sylt, Auswanderer, Westerland,

12. Schriften von Dr. Daniel Funck von 1678




Ein Sohn von dem im 11. Teil vorgestellten Münsterprediger Thomas Funck war der studierte Theologe Dr. Daniel Funck (geboren um 1655 und vor 1715 verstorben). Seinen Schulabschluss hat Dr. Daniel Funck 1675 als Gymnasiast in Ulm absolviert und sich anschließend am 04.05.1675 an der Universität Tübingen für ein Theologistudium immatrikuliert, das er 1676 mit einer Dissertation abgeschlossen hat und am 24.07.1678 mit einem weiteren Magister beendete. 1683 wurde er Pastor in Unterböhringen und 1690 Prediger an der Dreifaltigkeitskirche in Ulm. Am 19.06.1683 hat er in Ulm  Anna Maria Schmidt (getauft am 19.06.1661) geheiratet.


Die Schriften von Dr. Daniel Funck sind in der Bayerischen StaatsBibilothek unter diesem Link digital verfügbar, so seine Dissertation von 1676 und das Werk "Desperatione" von 1678. Aus dieser Quelle stammt auch das Bild vom Titelblatt.

Jürgen Kaack 27.04.2018, 17.27| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: | Tags: Familienforschunbg, Regionalhistorie, Schleswig-Holstein, Ulm, Münsterprediger, Mittelalter, ,

11. Münsterprediger Thomas Funck (1617 bis 1690)



In der zeitlichen Folge nach Johannes Vietor folgt Thomas Funck aus Ulm, ein Sohn des im 6. Teil dieser kleinen Reihe vorgestellten Jacobus Funccius, ebenfalls Münsterprediger in Ulm. Der Kupferstich von Thomas Funck aus dem Jahr 1660 findet sich hier: "Die Porträtsammlung der Herzog August-Bibliothek Wolfenbüttel" unter dem Link: http://portraits.hab.de/werk/19139/bild/


Die Taufe von Thomas Funcke wird im Kirchenbuch Ulm unter dem 23.02.1617 gewürdigt mit dem Eintrag: „Februarius. Den 23t[en]. Thomas – Eltt[ern:] H[err] M[agister] Jacobus Funccius Prediger am Spital Fr[au] Anna Bischöffin. gev[attern:] Philips Zallinger Hofmeister am Spital, Fr[au] Zusanna H[errn] Pfarrers Gockelij Hausfraw.“  Um 1630 besucht Thomas das Ulmer Gymnasium und mit 16 Jahren immatrikuliert er sich am 22.10.1633 an der Universität Tübingen. Nach zwei Jahren wechselt er am 25.09.1635 zur Universität Straßburg, wo er am 14.06.1636 seinen Magister-Abschluss erhält. 1638 tritt er in Jungingen eine Stelle als Diakon an und wechselt 1640 nach Langenau. Dort heiratet er in erster Ehe Sabine Meckel und bekommt mit ihr ein Kind. Sabine Meckel stirbt jung vor 1645. 1642 wird Thomas Funck in Langenau mit 25 Jahren zum Pfarrer bestellt. Schon 1645 tritt er mit 28 Jahren eine Stelle als Supernumerarius im Ulmer Münster an, 1653 wird er als Münsterprediger Ordinarius. Mit 61 Jahren wird Thomas Funck zum Eleemosinarius (Almosenpfleger) am Ulmer Münster ernannt und ein Jahr später zum „Consistorii Matrimonialis Assessor“ (Eherichter).

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Jürgen Kaack 26.04.2018, 14.37| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: | Tags: Familienforschunbg, Regionalhistorie, Schleswig-Holstein, Ulm, Münsterprediger, Mittelalter, ,

10. Schriften von Dr. Johannes Vietor von 1609 und 1611




Nach den Steinhaus- und Wasmer-Epitaphen aus Meldorf kommen unter den Zeugnissen der direkten Vorfahren in der zeitlichen Folge als 10. Teil die Schriften von Dr. Johannes Vietor aus Alsfeld. Er liess den im 5. Teil dieser Serie vorgestellten Grabstein für seine 1599 verstorbene Mutter Marie Vietor errichten.
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Jürgen Kaack 24.04.2018, 09.53| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: | Tags: Familienforschunbg, Regionalhistorie, Schleswig-Holstein, Ulm, Münsterprediger, Mittelalter, ,

9. Epitaph von 1605 für Johannes Wasmer im Meldorfer Dom



Der 9. Teil der Zeitzeugen stammt aus dem Jahr 1605 und ist somit nur drei Jahre jünger als das Steinhaus-Epitaph im Meldorfer Dom. Tatsächlich ist Johannes Wasmer nur drei Jahre nach seinem Schwiegervater gestorben.

Bis 1585 war Antonius als erster Landschreiber in Dithmarschen tätig und gibt das Amt nach Einwilligung seines Dienstherren Graf von Rantzau an seinen Schwiegersohn Johannes Wasmer (1555 bis 14.02.1604) ab, der im selben Jahr am 22.05.1585 seine Tochter Margaretha Steinhaus (1566 bis 1604) geehelicht hat. Die Familie Wasmer kam aus Bremen und eine Reihe von männlichen Vorfahren war dort als Ratsherr oder Bürgermeister eingesetzt. Die Familie kann bis zu Johannes Wasmer zurückverfolgt werden, der 1365 geboren wurde, als Bürgermeister tätig war und vom Bremer Rat am 21.06.1430 unschuldig enthauptet wurde. Diese Geschichte findet sich im zweiten Teil der Zeitzeugen: "Steinernes Kreuz für Bürgermeister Wasmer aus Bremen 1430".

Das Foto des zum Tod von Johannes Wasmer am 14.02.1604 im Jahr 1605 errichteten Epitaphs wurde dankesnwerterweise von Jochen Bufe aus Meldorf bereitgestellt. Zu erkennen sind das Mittelteil und die als plastische Teilreliefs ausgeführten Figuren von Johannes Wasmer und seiner Frau Margaretha rechts und links daneben hinter den Säulen angeordnet. Margaretha ist eine Tochter von Antonius Steinhaus. Johannes hinterlässt bei seinem frühen Tod mit 48 Jahren insgesamt 10 Kinder, von denen die Jüngsten gerade zwei Jahre alt sind.

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Jürgen Kaack 22.04.2018, 14.04| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: | Tags: Familienforschunbg, Regionalhistorie, Schleswig-Holstein, Dithmarschen, Mittelalter, Meldorf, Sylt, Westerland,

2. Auflage der Chronik der Familien Janssen und Kaack erschienen!

Da sich in den letzten Monaten eine Reihe von neuen Erkenntnissen zu den Vorfahren aus dem Familienzweig Janssen ergeben haben, habe ich die "Chronik Kaack und Janssen" überarbeitet und ergänzt. Bei den frühen Vorfahren aus dem Zweig Kaack haben sich ein paar Änderungen und Ergänzungen ergeben, z.B. um zwei Familien aus Nebenlinien, die in die USA ausgewandert sind. Neu hinzugekommen sind Kapitel über die Familien Steinhaus und Wasmer, aber auch zu den Grafen von Jülich und den Vorfahren unter den Karolingern und Merowingern. Der Umfang der zweiten Auflage ist durch die Egänzungen um über ein Viertel angewachsen. Von den bisher hier vorgestellten Zeitzeugen werden die Beiträge 1, 2, 3, 4 und 8 ausführlich und im Zusammenhang behandelt.

Die zweite Auflage ist entweder direkt über den Verlag oder über den Buchhandel zu beziehen. Eine eBook-Variante wird in Kürze folgen. Die Inhalte dieser Teilchronik sind vollständig Bestandteil der dritten Auflage der Gesamtchronik "Heimat Sylt", die hoffentlich auch bald verfügbar sein wird.

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Jürgen Kaack 20.04.2018, 13.46| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Bücher | Tags: Familienforschunbg, Regionalhistorie, Schleswig-Holstein, Dithmarschen, Mittelalter, Meldorf, Sylt, Westerland,

8. Epitaph von 1602 im Meldorfer Dom für Antonius Steinhaus



Die Zeugnisse aus der Zeit vor dem 17. Jahrhundert sind selten, die weiteren Posts werden sich mit Zeugnissen aus der Zeit nach 1600 beschäftigen. Die insgesamt gesehen vermutlich eindrucksvollsten Zeugen sind die Epitaphe für Antonius Steinhaus und seinen Schwiegersohn Johannes Wasmer. Die Fotos wurden dankenswerterweise bereitgestellt von Jochen Bufe aus Meldorf. Damit findet sich hier nach dem frühesten mir vorliegenden Dokument von 134 ein weiteres Zeugnis aus der Familie Steenhuis / Steinhaus. Den Kaufvertrag, den Ritter Gottfried Steenhuis geschlossen hat, als die Familie noch in Rees am Niederrhein gelebt hat, habe ich im ersten Teil der Zeitzeugen beschrieben.


Antonius Steinhaus stammt aus einem alten bis auf das Jahr 1060 zurückgehenden westfälischen Adelsgeschlecht und wurde am 22.10.1534 in Antwerpen geboren. Er kam mit seinem Vater Goert van Steenhuys (um 1510 bis 1594) und Bruder Gert (1532 bis ca.1620) nach Dithmarschen. Die Familie war ursprünglich römisch-katholischen Glaubens und ist im Zuge der Reformation zum lutherischen Glauben übergetreten. Aus diesem Grunde wurden sie zusammen mit zahlreichen anderen Lutheranern von dem römisch-katholischen Statthalter der spanischen Niederlande, Herzog Alba, verfolgt und zur Flucht aus den Niederlanden getrieben. Goert van Steenhuys ist um 1567 in Heide urkundlich in Erscheinung getreten und sein zweiter Sohn Gert erwarb im selben Jahr Grundbesitz in Marne. Die drei Vertreter der Familie Steinhaus waren somit in drei wichtigen Städten und Handelsplätzen in Dithmarschen vertreten. Zu diesem Zeitpunkt war Antonius bereits seit sechs Jahren als Landschreiber tätig, einem der höchsten Ämter der herzoglichen Verwaltung.
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Jürgen Kaack 18.04.2018, 11.18| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: | Tags: Familienforschunbg, Regionalhistorie, Schleswig-Holstein, Dithmarschen, Mittelalter, Sylt, ,

7. Heiratseintrag von 1584 für Maria Bartholome und dem Pfarrer Ludwig Henis



Noch ein weiteres Dokument aus dem dem 16. Jahrhundert von den aus Ulm stammenden Vorfahren, die zu erheblichen Teilen als Pfarrer tätig waren, Philosophen gab es allerdings auch darunter. Diese Vorfahren waren in Person von Elias Funcke 1715 von Ulm nach Braunschweig gekommen und haben dort eine Familie gegründet.


Maria Bartholome wurde um 1565 in Ulm geboren und starb mit 25 Jahren am 20.02.1591 in Mähringen. Sie war die Tochter des Schreiners Martin Bartholome, der um 1545 geboren wurde und nach 1584 in Ulm verstarb. Am 22.09.1584 ehelichte Maria in Ulm den 1565 in Kleinengstingen geborenen Pfarrer Ludwig Henis, einen Sohn von Hans Henis (geboren um 1540 und verstorben nach 1584 in Kleinengstingen). Das Kirchenbuch in Ulm vermerkt hierzu: „Der Erbar M. Ludwig Heniss [am Rand: Henis], Hansen Heni(e)s von Engstigen Ehl: sohn, Und Jungfraw Maria Bartholome Martin Bartholomes Ehl: Dochter. Den 22 Septem: vo[n] Lenhart Hutter eingesegnet.“


Ludwig Henis immatrikuliert sich am 29.05.1581 mit 16 Jahren in Tübingen für ein Theologiestudium, das er am 24.02.1584 mit einem Magister abschließt. Im selben Jahr wird mit 19 Jahren Pfarrer in Asselfingen, 1588 wird er nach Stötten berufen, 1589 nach Mähringen und 1598 mit 33 Jahren nach Stubersheim, wo er bis zu seinem Ruhestand 1620 als Pfarrer tätig ist. Am 08.10.1627 stirbt er mit 62 Jahren in Ulm. Nach dem Tod seiner ersten Frau Maria am 20.02.1591 heiratet er mit 31 Jahren 1591 die um 1570 geborene Walburga Majer. Aus der zweiten Ehe sind keine Nachkommen bekannt. Aus der ersten Ehe mit Maria Bartholome gehen drei Kinder hervor. 


Das älteste der drei Kinder von Maria Bartholome und Pfarrer Ludwig Henis ist der am 02.09.1585 in Ulm geborene Johannes Henisius. Ein Studium in Straßburg hat er 1607 als Dr. phil. beendet und in Basel ein Medizinstudium 1611 mit dem Titel Dr. med. In den Folgejahren war er als Stadtarzt in Ulm tätig. 1628 hat ihn die Stadt Augsburg 1628 aufgrund seiner Forschungen an der Pest (hierzu hat er 1611 eine Dissertationsschrift erstellt) gebeten, das dortige Pest-Lazarett zu übernehmen. Sieben Ärzte waren vor ihm bei der Arbeit angesteckt worden und gestorben. Offensichtlich war er erfolgreich bei der Bekämpfung der Pest, denn 1630 ist er einem Ruf der Stadt Verona gefolgt, um dort die Pest zu bekämpfen.

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Jürgen Kaack 15.04.2018, 10.46| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: | Tags: Familienforschunbg, Regionalhistorie, Schleswig-Holstein, Ulm, Münsterprediger, Mittelalter, ,

Neue Auflage zur Chronik "Heimat Sylt" bald verfügbar

Mit der Überarbeitung und den Korrekturen für die neue Auflage meiner Familien-Chronik "Heimat Sylt" bin ich inzwischen fertig. Eigentlich sollte das schon vor geraumer Zeit der Fall sein, aber ein paar neue und spannende Funde sollten auch noch berücksichtigt werden.

Gegenüber der 2. Auflage ist der Inhalt fast um das Doppelte angewachsen und das Buch wird trotz kleinerem Schriftgrad einen Umfang von 520 Seiten haben. Neben zahlreichen zusätzlichen Foto-Funden sind die Geschichten der Familien Wachsmuth und Niedhardt erheblich erweitert worden. Unter den Vorfahren der Familie Niedhardt sind aus Ulm, Alsfeld, Darmstadt und Augsburg stammende Pastoren und Philosophen, darunter eine Reihe von Münsterprediger aus Ulm enthalten. Die Vorgeschichte der Familie Wachsmuth konnte nach Göttingen und von dort nach Hadersleben zurückverfolgt werden.

Unter den Vorfahren der Familie Janssen finden sich mit Antonius Steinhaus und Johannes Wasmer interessante und historisch durchaus bedeutsame Persönlichkeiten, die im 16. Jahrhundert in Dithmarschen als Landschreiber gewirkt haben. Zu den Vorfahren von Antonius Steinhaus sind die Ritter von Steenhuis vom Niederrhein und Grafen von Jülich zu zählen, sowie Herrscher aus den Häusern der Karolinger und Merowinger. Auch sächsische und norwegische Häuptlinge aus der Zeit vor 600 können mit einer gewissen Sicherheit identifiziert werden.


Ich denke, es ist eine ziemlich umfassende Darstellung der Entwicklung einer Familie vom frühen Mittelalter bis heute geworden. Jetzt warte ich auf den zweiten Andruck und dann dürfte das Werk auch bald öffentlich verfügbar sein, vermutlich Anfang Mai. Da das Volumen recht umfangreich ist und verschiedene regionale Räume mit unterschiedlicher Entwicklung abdeckt, habe ich zusätzlich zum Gesamtwerk drei Teilversionen erstellt: 

  • "Anna Müller aus Braunschweig" beschäftigt sich mit dem Leben meiner Großmutter und der Geschichte ihrer Vorfahren aus Braunschweig und dem Harz Vorland bis zu den Pastorenfamilien in Hessen und Baden-Württemberg.
  • Für die "Chronik der Familien Kaack und Janssen" (erste Auflage) habe ich die Überarbeitung vor Kurzem abgeschlossen mit der Integration der Geschichten von Antonius Steinhaus, Johannes Wasmer und Alard von Schiltstein einschließlich ihrer adeligen Vorfahren. Die zweite Auflage dieses Werkes wird in Kürze verfügbar sein.
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Jürgen Kaack 14.04.2018, 09.38| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Bücher | Tags: Familienforschunbg, Regionalhistorie, Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Braunschweig, Mittelalter, Sylt, Westerland,

6. Taufeintrag für Jacobus Funccius von 1579



Einer der frühesten Einträge in einem Kirchenbuch, die mir vorliegt, stammt vom 06.06.1579 und wurde zur Taufe von Jacobus Funccius in Ulm erstellt. Im Vergleich zu vielen anderen (in der Regel späteren) Einträgen in Kirchenbüchern ist dieser sehr knapp abgefasst.
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Jürgen Kaack 12.04.2018, 00.00| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: | Tags: Familienforschunbg, Regionalhistorie, Schleswig-Holstein, Ulm, Münsterprediger, Mittelalter, ,

5. Marie Vietors Grabplatte von 1599

Der 5. Teil der Zeugnisse meiner Vorfahren stellt zeitlich keinen großen Sprung dar von 1591 mit dem Kinderepitaph in Meldorf sind es nur 8 Jahre bis zur Beerdigung von Marie Vietor, der Mutter des Philosophen und Theologen Dr. Johannes Vietor (01.08.1574 bis 25.01.1628). Räumlich gesehen ist es dagegen ein etwas größerer Sprung von Meldorf in Dithmarschen nach Darmstadt und es handelt sich auch um einen Ahnin aus einem anderen Familienzweig, der bis 1908 im Wesentlichen im Raum Braunschweig gelebt hat. Obwohl Grabplatten ja eigentlich oft die Zeit überdauern, ist dies die einzige Grabplatte meiner vor dem 20. Jahrhundert geborenen Vorfahren. Zumindest habe ich keine weiteren finden können.


Der älteste bekannte Vorfahre von Margaretha Vietor und einer der frühesten überhaupt ist der 1479 geborene Hans Bottener. Sein Sohn Johannes Büddener Vietor wurde 1502 in Melsungen geboren unsd wurde (vermutlich genau wie sein Vater) Küfner und Böttcher. Mit ihm wurde der Nachname in lateinisch umgewandelt. „Vietor“ bedeutet in der Übersetzung Böttcher oder Küfner. Später wurde er auch Ratsherr in Melsungen. In Homberg an der Efze hat er am 11.06.1531 Catharina Knabenschuh (geboren um 1505 in Homberg an der Efze und verstorben mit fast 60 Jahren in Alsfeld), eine Tochter von von dem um 1470 geborenen Hans Knabenschuh, der 1525 in Homberg an der Efze erst Ratsherr und später Bürgermeister wurde. Catharina war zur Zeit der Hochzeit Witwe des um 1525 verstorbenen Johannes Winckelmann. Ihr einziges Kind war Justus Vietor, der am 10.07.1532 in Homberg zur Welt kam.

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Jürgen Kaack 10.04.2018, 09.18| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: | Tags: Familienforschunbg, Regionalhistorie, Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Darmstadt, Sylt, Westerland,

4. Kinderepitaph von Johannes Wasmer aus dem Jahr 1591



Unter den neun Kindern von Dorothea Steffens und Antonius Steinhaus finden sich neben der Tochter Margaretha (1565 bis 1604), die Johannes Wasmer geheiratet hat, den Nachfolger von Antonius als Landschreiber in Süderdithmarschen, Gödert Steinhaus (1565 bis 1646), der Kirchspielschreiber in Oldenwöhrden wurde, sein Bruder Marcus (1568 bis 1603) wurde Ratsherr in Krempe, Johannes (1581 bis 1617) Bürgermeister von Wilster. Magdalena Steinhaus (1560 bis 1638) hat in erster Ehe den Kaufmann Carsten Woldrich geheiratet und in zweiter Ehe den Kaufmann Klaus Hennings. Ihre Schwester Catharina (geboren 1575) hat den Bürgermeister von Oldenburg, Gerdt Steor, geehelicht, Gerdrud (geboren 1578) wurde die Ehefrau von Andreas Dreessen (vermutlich aber erst nach dem Tod ihres Vaters und auf dem Epitaph ist sie noch ohne die Haube einer verheirateten Frau abgebildet), Gesche hat den Probst von Meldorf, Stephan Ramm geheiratet und Anna Steinhaus wurde Ehefrau von Johannes Scheele, dem Landschreiber in Wilster.

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Jürgen Kaack 08.04.2018, 11.52| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: | Tags: Familienforschunbg, Regionalhistorie, Schleswig-Holstein, Dithmarschen, Mittelalter, Meldorf, Sylt, Westerland,

3. Abgaben der Bauern aus der Familie Kaack von 1501 und 1564

Als drittes Zeitzeugnis nach dem Vertrag ven Gottfried Steinhaus von 1341 und dem Wasmer-Kreuz von 1430 sollen Abgaben-Bescheide aus dem 16. Jahrhundert Erwähnung finden.

Schon im 15. Jahrhundert muss es Vertreter der Familie Kaack in Mühbrook gegeben haben. Der König hatte dem Fräulein-Kloster in Bordesholm Abgaben auf die Ländereien in Mühbrook zugebilligt und es liegen frühe Abrechnungen von 1501 und 1564 vor, in denen die Abgaben 1501 Abgaben von einem Clawes und einem Henneke Kack aufgeführt sind. In der Abrechnung von 1564 werden ein Clawes und ein Hanß Kaeck aufgelistet. Dies werden vermutlich Vorfahren der späteren Mitglieder der Kaack-Familie gewesen sein, die eigene Ländereien besaßen und daher abgabenpflichtig geworden sind.

Der früheste nachgewiesene Vorfahre der Familie ist der um 1585 geborene und in Mühbrook verstorbene Hufner Lorenz Kaack, weitere Daten über ihn sind nicht bekannt. Sein etwa 1620 in Mühbrook geborener Sohn Frenz Kaack war mit einer Margaretha verheiratet und starb 1670. Auf ihn folgte sein gleichnamiger Sohn Frenz Kaack, der gegen 1650 in Mühbrook zur Welt kam. Außer ihm hatten Margaretha und Frenz vier weitere Kinder: Hans (um 1652 bis 1713, ebenfalls Hufner in Mühbrook), Anike, Jochim und Heinrich.

Lorenz Kaack hatte spätestens ab 1606 einen Hof in der Dorfstraße 28 in Mühbrook mit einer Vollhufe Land. Die nachfolgenden Informationen zu dem Hof und seinen Besitzern wurde dem „Hufenbuch“ von Jürgen Kaak, wie ich ein Nachkomme von Frenz Kaack, entnommen. Das heute an dieser Stelle befindliche Gebäude hat der spätere Hufner Carsten Reese um 1742 errichtet.


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Jürgen Kaack 06.04.2018, 11.04| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: | Tags: Familienforschung, Regionalhistorie, Schleswig-Holstein, Mühbrook, Sylt,

2. Steinernes Kreuz für Bürgermeister Wasmer aus Bremen 1430

Das in der zeitlichen Reihenfolge zweite Zeitdokument der Vorfahren und 100 Jahre nach dem Kaufvertrag von Gottfried von Steenhuis ist das steinerne Wasmer-Kreuz in Bremen.

Die Familie Wasmer kam aus Bremen nach Meldorf und kann bis zu Johannes Wasmer zurückverfolgt werden, der 1365 geboren wurde, als Bürgermeister tätig war und vom Bremer Rat am 21.06.1430 unschuldig enthauptet wurde. Ihm wurde Hochverrat und Hintergehung des Bremer Rates vorgeworfen, nachdem er mit 1428 vom Rat beschlossenen Änderungen im Bremer Stadtrecht nicht einverstanden war und im Mai 1430 die Stadt verlassen hatte. Schon 1427 war Bremen aus der Hanse ausgeschlossen worden.

Der Rat ließ ihn im Juni 1430 auf einer Reise nach Oldenburg verhaften. Auf Betreiben seines Sohnes Hinrich (1410 bis 25.07.1462) ließ Kaiser Sigismund die Stadt in Acht nehmen. Als Sühne für die vermutlich ungerechtfertigte Hinrichtung musste Bremen für Johannes 1436 eine Steinsäule errichten und den Sohn entschädigen. An der früheren Richtstätte steht heute eine Replik des Kreuzes, das Original befiundet sich im Museum.

Hinrich zog nach der Wiedergutmachung mit seiner Frau Gerda Steiner wieder nach Bremen, wo er und auch seine Nachkommen weiterhin lebten. Johannes Ur-Urenkel Hinrich Wasmer (1512 bis 08.07.1592) war Ratsherr und Kanonikus in Bremen und starb in Verden. Hinrich war mit der in Itzehoe geborenen Armgard Steffens (1615 bis 22.10.1594) verheiratet und sein Sohn Johannes wurde 1555 in Hannover geboren; warum er dann nach Meldorf kam, ist nicht bekannt.

Das Foto stammt von Wikipedia: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:FockeMuseum-07-7.jpg#/media/File:FockeMuseum-07-7.jpg

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Jürgen Kaack 05.04.2018, 11.00| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: | Tags: Familienforschunbg, Regionalhistorie, Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Braunschweig, Wolfenbüttel, Mittelalter, Sylt, Westerland,

Weitere Auswanderer im 19. Jahrhundert

Eine weiterere Prüfung der Stammbaumdaten hat tatsächlich eine weitere Auswanderer-Familie aufgezeigt.

1881 ist mit Peter Eggers (29.05.1833 bis 27.04.1909), seiner Frau Catharina Elsabea Pieper (01.08.1840 bis 15.09.1915) und 10 ihrer insgesamt 12 Kinder ein weiterer Nachkomme von Hinrich Kaack in fünfter Generation (sein Ur-Ur-Urenkel) nach Nebraska ausgewandert. Ein Jahr nach der Auswanderung wird am 13.04.1882 in Sanders, Nebraska, Gustof Bernhardt Eggers geboren, der am 11.08.1960 in Portland, Oregon verstorben ist. Am 27.08.1884 wird Kind Nummer 12 geboren Heinrick Ferdinand Eggers, der am 10.01.1967 in Ravalli, Minnesota stirbt.

Unter den Ehepartnern der Kinder gibt es zwei Auffälligkeiten. Claus Johann Eggers (24.12.1862 bis 24.02.1944) heiratet am 16.04.1887 Christina Elizabeth Pieper, die 1866 in Linden geboren wurde, genau wie seine Mutter. Sie ist tatsächlich der Nichte seiner Mutter Catharina Elsabea Pieper. Ebenfalls auffällig ist, dass Wiebke Margaretha Eggers (19.01.1875 bis 20.10.1954) 1895 einen Cornelius Eggers (16.10.1867 bis 16.07.1908) heiratet. Er stammt aus Kiel und nicht aus Linden wie die anderen Eggers, ob es eine hier eine verwandtschaftliche Beziehung gibt, bleibt offen. Die älteren Kinder heiraten überwiegend ebenfalls aus Deutschland stammende Partner, die jüngeren eher Amerikaner. In der zweiten Generation finden sich sagenhafte 48 Personen!

So sind es schon zwei Familien aus dem Zweig der Familie Kaack. Sowohl Familie Rathmann als auch Eggers ziehen nach Nebraska. Ob es eine Verbindung gab, ist nicht bekannt. Obwohl beide Elternpaare fast gleichaltrig sind, liegen 18 Jahre zwischen der Auswanderung. Die Gesamtzahl der bekannten Auswanderer steigt somit auf 63.
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Jürgen Kaack 04.04.2018, 08.44| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in:

1. Erwerb des Lehens Wilacken durch Gottfried Steenhuis 1341

Das früheste aus dem Kreis der Vorfahren überlieferte Dokument ist ein im Jahr 1341 geschlossener Vertrag. Ritter Gottfried von Steenhuis (um 1300 bis 1366) war mit Amelberg von Wisschel verheiratet und hat laut dem im folgenden Regest wiedergegebenen Kaufvertrag vom 10.12.1341 unter der lateinischen Form seines Namens „Godefridus de Domo lapidea“ zusammen mit Henricus Sanctreil de Brabant Güter, Hof und Zehnt in Wilaken (einer damaligen Vorstadt von Wesel) erworben (aus der Digitalen Westfälischen Urkunden-Datenbank, zu finden unter dem Link).


Swederus de Ringenbergh d. A. verkauft dem Henricus Sanctreil de Brabant und Godefridus de Domo lapidea zur Teilung unter sich die Güter, Hof und Zehnt in Wilaken bei Wesele, die der Ritter Wicgerus de Moneminth von ihm zu Lehen trägt; den Zehnt in Blisteren, den Theodericus de Monte; die Güter jenseits der Lippebrücke bei Wesel, die Wolterus Stecke; die Güter bei Yshorst, die Budil van den Roene; den Hof zu Wallkoren, den Stephanus Wimman; den Zehnt von Lideren, den Wilhelmus de Bake zu Lehen hat; die Haensil genannten Güter, die Gerardus Ledersnider besitzt und von Wider de Nyenborgh zu Lehen trägt; alle Güter, die Godefridus de Domo lapidea, sein Verwandter, von ihm zu Lehen trägt; den Hof in Dingden gt. Caldehof, die Hühnerrente bei der Kirche daselbst, die Everwinus de Sevenar; die Güter, die Lubbertus de Senden; die Güter im Ksp. Bislich, die Thomas Riensghe; die Güter bei Trekedorp, die Henricus Ledechgang; die Güter to Dra, die Henricus de Dike und Johannes de Capella; die Güter, die Petrus de Berka, und die, die Theodericus de Bake von ihm zu Lehen trägt. Der Verkäufer entläßt die bisherigen Lehnsträger aus seinem Lehnseid. Er verspricht Einlager in Wesel oder Nimwegen. Er verpfändet seinen väterlichen Besitz und das, was er von seiner noch lebenden Mutter zu erwarten hat.


Siegelankündigung des Verkäufers und Stephanus Rovetasche, Lubbertus de Senden, Vasallen des Verkäufers; Wilhelmus de Brabant, Arnoldus Duvel, Vasallen des Grafen von Cleve; Johannes Grevinnenson, Theodericus de Galen, Schöffen zu Wesel. (feria secunda post festum sancti Nycholai episcopi)

 

Amelburg von Wisschel und Gottfried von Steenhuis bekommen zwei Söhne, Costen von Steenhuis (um 1335 bis 19.12.1427), auf den nach acht Generationen Antonius Steinhaus in Meldorf hervorgeht und Adolf von und zu Steenhuis (um 1315 bis 1355), der Beatrix von Wylich oder Wylack (um 1320 bis nach 1375), eine Tochter von Gertrude von Eissel (geboren um 1345) und Heinrich von Wylich (geboren um 1340), heiratet und sich anschließend von Wylich nennt. Offensichtlich handelt es sich um den in der Kaufurkunde genannten Ort Wilaken.


Zu dem sich als Nebenlinie entwickelnden Familienzweig "von Wylich und Lottum" finden sich ergänzende Informationen bei Wikipedia unter diesem Link.

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Jürgen Kaack 02.04.2018, 12.18| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: | Tags: Familienforschunbg, Regionalhistorie, Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Braunschweig, Wolfenbüttel, Mittelalter, Sylt, Westerland,

Zeitzeugnisse von Vorfahren der Familie Kaack

Die Familienforschung in den letzten Jahren hat zahlreiche Erkenntnisse über Vorfahren und Zusammenhänge gebracht, die zum überraschend und in den meisten Fällen unerwartet waren. Aber was gibt es an Erkenntnisse über die reinen Lebensdaten hinaus, welche materiellen Zeugnisse sind geblieben? In den meisten Fällen ist es erschreckend wenig. Selbst Fotos haben den Wechsel der Generationen nicht immer vollständig überstanden. Dabei wurden Fotos erst nach 1860 überhaupt in etwas größerem Stil produziert und waren damals noch für die meisten Menschen fast unerschwinglich teuer. Vor der Fotografie ab es in sehr wenigen Fällen Porträts oder Skulpturen.

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Jürgen Kaack 01.04.2018, 12.33| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: | Tags: Familienforschunbg, Regionalhistorie, Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Braunschweig, Wolfenbüttel, Mittelalter, Sylt, Westerland,

Auswanderer aus dem Kreis der Vorfahren

Ich habe meine Stammbaum-Datei durch ergänzende Recherchen noch mal erweitert und habe jetzt über 10.500 Personen erfasst. Bei der Auswertung nach Auswanderern habe ich ein paar zusätzliche Familien gefunden, die in die USA ausgewandert sind. Es finden sich dabei 51 Verwandte, die im Zeitraum von 1853 bis 1907 nachweislich in die USA ausgewandert sind. 13 davon sind nach kürzerem oder längerem Aufenthalt wieder nach Deutschland zurückgekehrt. Da nicht bei allen Verwandten in Nebenlinien die vollständigen Daten vorliegen, wird die tatsächliche Zahl noch höher liegen.

 

Unter den direkten Vorfahren gibt es nur eine Familie, die im Oktober 1853 vermutlich nach Evansville in Indiana ausgewandert ist (oder zumindest alle Vorbereitungen für eine Ausreise getroffen hat). Ob sie tatsächlich ausgewandert sind, konnte nicht mit Sicherheit verifiziert werden. Entweder sie haben die Pläne kurzfristig aufgegeben, oder sie sind nach wenigen Jahren wieder nach Deutschland zurückgekehrt. Es handelt sich um Carl Friedrich Blume (03.11.1812 bis 24.02.1875) aus Bad Gandersheim und Johanne Henriette Mügge (16.03.1811 bis 03.07.1899) aus Teichhütte sowie ihre acht Kinder. Spätestens 1864 sind die Familienmitglieder wieder in Braunschweig.

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Jürgen Kaack 27.03.2018, 16.58| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: | Tags: Familienforschunbg, Regionalhistorie, Schleswig-Holstein, Dänemark, Sylt, Westerland,

Von den Rittern von Steenhuis zu den von Wylich und Lottum

Der früheste bekannte Vorfahre aus dem Haus Steinhaus war Theodor von Steinhaus, der möglicherweise um 1060 geboren wurde und bis nach 1162 gelebt hat. Damit wäre er über 100 Jahre alt geworden. Sein Sohn Goddert (1085 bis nach 1162) war mit Mechel von Rees verheiratet. 14 Generationen nach Theodor ist Gottfried van Steenhuys, der um 1457 in Rees geboren wurde, in das 60 km westlich gelegene Sint Anthonis in Brabant gezogen, wo er 1484 starb. Warum er nach Brabant gegangen ist, konnte nicht ermittelt werden. Ein Nachfahre von Theodor war Gottfried von Steenhuis mit dem Titel eines Ritters (um 1300 bis 1366), der Amelberg von Wisschel geheiratet und laut einem Kaufvertrag vom 10.12.1341 (aus der Digitalen Westfälischen Urkunden-Datenbank) unter der lateinischen Form seines Namens „Godefridus de Domo lapidea“ zusammen mit Henricus Sanctreil de Brabant Güter, Hof und Zehnt in Wilaken (einer Vorstadt von Wesel) erworben hat.    

(Bild nach Wikipedia: Unbekannt - Kurt von Priesdorff (Editor): Soldatisches Führertum. Hanseatische Verlagsanstalt, Hamburg, Volume 1, [1937], p. 49)
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Jürgen Kaack 10.03.2018, 15.08| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: | Tags: Familienforschung, Genealogie, Niederrhein, Rees,

Die Zeit nach Halfdan II. Osteinsson

Auf Halfdan folgt sein Sohn Gudrød „the Hunter“ oder auch „the Magnificent“, als König von Vestfold und verheiratet mit Alfhild, der Tochter des Königs von Alfheim. Sie hatten einen Sohn, Olaf Geirstad-Alf, der aber nicht Gudrøds Nachfolger wurde.  Alfhild starb früh und Gudrød ließ um die Tochter Åsa Haraldsdottir von Agder (verstorben um 834) von König Harald Granraude von Agder werben, die als Schönheit galt. Als dieser ablehnte, zog Gudrød mit einer Streitmacht nach Agder. In dem folgenden Kampf starb König Harald und sein Sohn. Gudrød nahm Åsa gefangen und heiratete sie. Sie bekamen den Sohn Halfdan „the Black“ (um 810 bis um 860).

in Jahr nach seiner Geburt feierte Gudrød mit seinem Gefolge ein großes Fest. Stark betrunken wollte er über die Gangway sein Schiff verlassen und wurde dabei von einem Attentäter mit einem Speer tödlich getroffen. Der Attentäter war der Page seiner Frau Åsa und wurde sofort getötet. Der Anschlag erfolgte auf Anweisung von Åsa, die mit ihrem Sohn nach Agder zurückging und dort ihren Sohn aufzog.

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Jürgen Kaack 04.03.2018, 14.22| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: | Tags: Familienforschunbg, Regionalhistorie, Schleswig-Holstein, Dänemark, Norwegen,

Ein wenig norwegische Geschichte auf dem Weg zur Staatsbildung

Sofern die aufgefundenen Verbindungen korrekt sind, war Walbert von Bardenburg (um 810 bis 872) ein direkter Vorfahre und stammt einerseits über seinen Großvater Widukind von Sachsen (um 735 bis 11.01.810) von den sächsichen Herrschern ab und über seine Großmutter Gerburg Oysteinsdotter Yngling (um 755 bis nach 807) von dem alten norwegischen Herrscherhaus der Ynglings.


Gerburgs Vater Oystein I. Halfdansson (um 736 bis 780) war König im Teilreich von Romeike und war verheiratet mit Hilda Eriksdotter von Vestfold (722 bis 769), einer Tochter von Eric Agnarsson (geboren um 695), dem König von Vestfold, einem Gebiet im Westen des Oslofjordes. Da Eric ohne männliche Erben blieb, übernahm Hildas Ehemann Oystein das Gebiet. Oystein starb bei einem Raubzug mit seinen Wikingern nach Varna auf der östlichen Seite vom Oslofjord. Als König Skjöld den Angreifern folgte, fiel Oystein über den Bord seines Schiffes und ertrank.

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Jürgen Kaack 03.03.2018, 23.00| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: | Tags: Familienforschunbg, Regionalhistorie, Schleswig-Holstein, Dänemark, Norwegen,

Die Grafen von Jülich

Von den Rittern Steenhuis, die über Generationen in der Burg Beillinghoven in Rees gelebt haben, führt die Reise in die Vergangenheit über die Familie Schellart von Obbendorf zu den Grafen von Jülich. Die wechselvolle Geschichte des Grafengeschlechtes von Jülich findet sich ausführlich dargestellt in dem 1987 von Thomas R. Kraus geschriebenen Buch „Jülich, Aachen und das Reich“, Studien zur Entstehung der Landesherrschaft der Grafen von Jülich bis zum Jahre 1328. 


Der früheste bezeugte Jülichgau-Graf ist der aus dem Haus Matfriede stammende Pfalzgraf Gottfried von Lothringen (902 bis 01.06.949). Sein Vater Graf Gerhard im Metzgau (um 875 bis 22.06.910) hatte zusammen mit seinen Brüdern, den Grafen Matfried I. von Metz (875 bis nach 926) und Stephan von Chamonix und Bigau (873 bis nach 900) von aus dem Haus Matfriede König Zwentibold von Lothringen (um 870 bis 13.08.1900), ein illegitimer Sohn von Kaiser Arnolf von Kärnten aus dem Haus der Karolinger, in der Schlacht nahe von Susteren besiegt und getötet. Zwentibold galt als unbegabt, förderte aber den Bau von Kirchen und Klöstern. Er war der letzte König eines unabhängigen Lothringens. Zwentibold hatte am 13.06.897 Oda von Sachsen (um 875 bis 02.07952), eine Tochter von Herzog Otto dem Erlauchten aus dem Geschlecht der Liudolfinger geheiratet. Nach Zwentibolds Tod hat Gerhard Oda geehelicht und damit eine vorteilhafte verwandtschaftliche Beziehung zum Haus der Liudolfinger und dem von 919 bis 936 als König herrschenden Heinrich I. Gerhards um 901 geborener Sohn Wigfried hatte von 924 bis zu seinem Tod am 09.07.953 den Stuhl des Kölner Erzbischofs inne. Ein nicht unerheblicher Teil der Besitzungen der Matfriede im Jülichgau dürfte auf den Zerfall des Herrschaftsgebietes von Zwentifall zurückgehen und auch die Kölner Kirche dürfte über Gerhard im Metzgau profitiert haben. 

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Jürgen Kaack 24.02.2018, 15.26| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: | Tags: Familienforschung, Genealogie, Dithmarschen, Jülich, Mittelalter, Sachsen, Karoline, Norwegen, Nordfriesland,

Von Margaretha Kröger zu den Vorfahren vor dem Jahr 1.000

Durch Zufall und einen freundlichen Hinweis habe ich mir die Vorfahren meiner Ur-Urgroßmutter Maria Margaretha Kröger (ein Foto von ihr zusammen mit ihrem Mann Hermann Dose habe ich vor einiger Zeit als eines meiner frühen Fotodokumente gepostet) etwas genauer angesehen. Ich hatte zwar vermutet, diesen Zweig weitgehend "abgegrast" zu haben. Wie sich zeigt ein kapitaler Irrtum. Unter den Vorfahren finden sich die Grafen von Jülich und davor mit gewissen Unsicherheiten über die Grafen von Metz in direkter Linie die Karolinger. Allerdings liegen Spannen von über 30 Generationen dazwischen und es gibt nur einen Pfad über Maria Margaretha Ur-Ur-Urgroßmutter Margaretha Wilckens, die 1687 geboren wurde. Der früheste Jülicher Graf Gerhard II. wurde um 960 geboren.

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Jürgen Kaack 18.02.2018, 11.52| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: | Tags: Familienforschung, Genealogie, Sylt, Dithmarschen, Jülich, Mittelalter, Sachsen, Karoline, Norwegen, Nordfriesland,

Mathilde Dose und Claudius Waldemar Janssen

1894 heiraten Mathilde Dose und Dr. Claudius Waldemar Janssen. 1892 war die erste Frau von Claudius Waldemar im Kindbett mit dem zweiten Sohn mit 21 Jahren gestorben. Zunächst hat das Paar in Wesselburen gelebt, danach hat Claudius Waldemar in Ratzeburg und Meldorf praktiziert, bevor die Familie nach Westerland gezogen ist.
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Jürgen Kaack 04.02.2018, 13.48| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: | Tags: Familienforschung, Nordfriesland, Sylt,

Drei Generationen der Familie Dose in Hedwigenkoog

 Diese Aufnahme von 1876 gefällt mir mir ihrer geradezu klassischen Anordnung der Personen ganz besonders gut. Im Mittelpunkt sitzt meine am 11.01.1876 in Hedwigenkoog geborene Urgroßmutter Mathilde Dose. Ihr Vater Hermann steht hinter ihr, rechts sitzt ihr Großvater Carsten Dose und links dessen Bruder Hermann, der noch in der alten Heimat in Groß-Kollmar lebte und dort drei Jahre nach der Aufnahme starb.


Mathilde hat 1894 mit 18 Jahren den Tierarzt Dr. Claudius Waldemar Janssen geheiratet und ist mir ihm um 1918 nach Westerland in die Steinmannstraße gezogen.

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Jürgen Kaack 03.02.2018, 14.26| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: | Tags: Familienforschung, Genealogie, Sylt, Westerland, Jütland, Dänemark, Nordfriesland,

Frühestes Foto eines Vorfahren von 1860

Nach den Porträts der Münsterprediger aus Ulm von 1615 bis 1660 dauert es gut 200 Jahre, bis zum ersten mir bekannten Foto eines Vorfahren, das um 1870 entstanden sein dürfte. Es handelt sich um Carsten Dose und den einzigen aus dem Kreis meiner Ur-Ur-Urgroßeltern, von dem ich ein Foto habe.


Carsten Dose wurde 1810 in Neuendorf im Kreis Steinburg geboren und war ab 1832 Hofbesitzer in Hedwigenkoog. 1867 erhielt er das wichtige Amt eines Koogsinspektors. Er starb 1905 mit fast 95 Jahren. Auch von seinem Bruder Hermann Dose, der 1802 geboren wurde und sein Leben im Kreis Steinburg verbrachte, existiert ein Foto. Als Erstgeborener hat er vermutlich den dortigen Hof seines Vaters übernommen.


Von 32 Ur-Ur-Urgroßeltern habe ich somit nur von einem ein Foto. Aus dem Kreis meiner 16 Ur-Urgroßeltern gibt es immerhin acht Fotos, von den acht Urgroßeltern sind es sechs. Keine Fotos gibt es (bzw. habe ich) von den Vorfahren meiner aus Braunschweig stammenden Großmutter Anna Carstensen, geborene Müller. Vermutlich sind diese bei den Kriegseinwirkungen in Hamburg verloren gegangen.


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Jürgen Kaack 30.01.2018, 18.46| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: | Tags: Familienforschunbg, Regionalhistorie, Schleswig-Holstein, Dänemark, Sylt,

Thomas Funck, Sohn von Jacobus und ebenfalls Münsterprediger

45 Jahre nach dem Kupferstich von Jacobus Funccius ist das Bild seines Sohnes Thomas Funck entstanden. Er wurde am 22.02.1617 in Ulm geboren und studierte ab 1633 in Tübingen. Seine Magisterarbeit erstellte er 1636 in Straßburg und wurde anschließend in Langenau erst Diakon und später Pfarrer. Schon mit 28 Jahren wurde er 1645 Prediger am Ulmer Münster. 1678 wurde er am Ulmer Münster Almosenverwalter (Eleemosinarius) und ein Jahr später Eherichter (Consistorii Matrimonialis Assessor).


Thomas starb am 22.06.1690 mit 73 Jahren und hinterliess fünf Söhne und drei Töchter aus zwei Ehen. Die Leichpredigt wurde von Johann Conrad Mayer gehalten, seinem Nachfolger als Münsterprediger. Einer seiner Söhne ist Dr. Daniel Funck, der ebenfalls in tübingen studierte und Pfarrer wurde. Da er in der Dreifaltigkeitskirche predigte und nicht am Münster, gibt es wohl leider kein Porträt von ihm - zumindest habe ich keines finden können.


Das von Andreas Schuch gezeichnete und von Philipp Kilian gestochene Porträt ist zu finden bei der Porträtsammlung der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel unter diesem Link.

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Jürgen Kaack 28.01.2018, 13.02| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: | Tags: Familienforschung, Genealogie, Sylt, Niedersachsen, Braunschweig, Ulm, Münsterprediger, Westerland, Nordfriesland,

Jacobus Funccius - frühestes Porträt eines Vorfahren von 1615

Abbildungen von Vorfahren zu finden, ist schon aus den frühen Jahren der Fotographie im 19. Jahrhundert schwierig. Für die Zeit davor bleiben nur Gemälde oder Drucke, sofern sie denn überhaupt erstellt wurden und die Zeit überdauert haben.


Der früheste direkte Vorfahre, für den ich einen Druck gefunden habe, ist der am 16.06.1579 in Ulm geborene Jacobus Funccius. Als vermutlich frühester Vorfahre hat er 1600 ein Studium in Straßburg begonnen und wurde danach zunächst Diakon, dann Pfarrer. Mit 34 Jahren wurde er Diakon im Ulmer Spital und mit 41 Jahren wurde er Prediger am Ulmer Münster. Er starb am 07.02.1634.


Jacobus Funccius war der erste Studierte und der erste Prediger aus dem Familienzweig der Funck. Sein Vater war Barchent- und Leinweber, sein Großvater Landwirt.


In der Porträtsammlung der Herzog August Bibliothek in Wolfenbüttel findet sich sein Porträt auf einem Stich von 1615 unter diesem Link.

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Jürgen Kaack 27.01.2018, 14.04| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: | Tags: Familienforschung, Genealogie, Sylt, Niedersachsen, Braunschweig, Ulm Münsterprediger, Westerland, Nordfriesland,

Offene Enden im Stammbaum

Nicht in allen Fällen lässt sich auf Anhieb eine lückenlose Kette der Vorfahren erstellen. Manchmal sind detektivische Qualitäten erforderlich, um neue Ansätze zur Suche zu finden. Spekulationen sind zulässig, aber dann sollten Belege zur Verifikation der These gesucht werden. Lassen sich Lücken im Stammbaum nicht vollständig schließen, sollte gekennzeichnet werden, welche Informationen validiert werden können und welche auf Mutmaßungen basieren. Größere Ortswechsel können offene Stellen im Stammbaum bedingen, die in einzelnen Fällen nur durch Zufall geschlossen werden können.

 

 „Offene“ Enden lassen sich kaum vermeiden, da die Kirchenbuchschreibung teils erst spät begonnen wurde, Einträge fehlen oder fehlerhaft sind. Es kommt erschwerend hinzu, dass die notwendigen Originaldokumente und Kirchenbuch-Einträge manchmal nicht verfügbar sind, ganze Jahrgänge können durch Feuer oder Kriegshandlungen vernichtet worden sein. Manchmal gibt es dann keine validen Ansätze für weitere Forschungen. Auch in dem Stammbaum, der dem vorliegenden Buch zugrundeliegt, gibt es solche Lücken. Die „offenen“ Enden muss man entweder akzeptieren oder die Suche ausweiten, mit viel höherem Aufwand und bei immer noch offenen Ausgang. Manchmal helfen Zufallsfunde, die neue Verbindungen aufzeigen. Auch bei den vorliegenden Ergebnissen der Familienforschung haben Zufallsfunde geholfen.


Die nachfolgenden Beispiele zeigen, dass es Fälle gibt, in denen eine systematische Suche kaum erfolgversprechend ist. Noch schwieriger als die Beschaffung der Lebensdaten gestaltet sich die Suche nach Beschreibungen von Lebensumstünden, Nennungen in Dorf- oder Schul-Chroniken. Aber auch hier sind Grenzen erreicht. Einige dieser „offenen Enden“, die sich einmal in der 7. Generation und an einigen Stellen in der 8. Generation des Stammbaums des Autors finden, seien kurz dargestellt: 

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Jürgen Kaack 14.01.2018, 15.21| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: | Tags: Familienforschung, Genealogie, Sylt, Niedersachsen, Braunschweig, Bad Gandersheim, Gitterte, Einbeck, Westerland, Nordfriesland,

"Sylt - Erinnerungen einer Familie" - Regional- und Familiengeschichte

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Jürgen Kaack 10.01.2018, 20.11| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Bücher | Tags: Familienforschung, Genealogie, Sylt, Schleswig-Holstein, Westerland, Jütland, Ulm, Münsterprediger, Niedersachsen, Reformation,

50 Jahre Nordseebad Westerland im Jahr 1905



1855 wurde Westerland zum Nordseebad erhoben. Zu dem Zeitpunkt hatte das Dorf etwa 450 Einwohner und im Jahr 100 Touristen. 50 Jahre später wurde das Jubiläum gefeiert, wie man es auf der zeitgenößischen Postkarte sehen kann. 1905 war die Bevölkerungszahl in Westerland aufgrund des Zuzugs vom Festland (u.a. auch die Familie Carstensen) auf ca. 2.290 angewachsen und in dem Jahr kamen 22.000 Gäste auf die Insel. Bis 1913 stieg die Gästezahl auf über 30.000, ging danach aufgrund des Krieges aber stark zurück und erreichte erst um 1950 wieder Zahlen über 30.000. Werte über 100.000 Gäste wurden erst in den 70er Jahren erreicht. Auch bei über 150 jähriger Tradtion im Tourismus auf Sylt ist der heutige Massentourismus doch ein noch recht junges Phänomen.

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Jürgen Kaack 07.01.2018, 14.06| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: | Tags: Familienforschung, Genealogie, Sylt, Westerland, Jütland, Dänemark, Nordfriesland,

Ursprung der Carstensen in Mögeltondern



Der früheste Vorfahre aus dem Familienzweig der Carstensen wurde 1672 in Gallehus nördlich von Mögeltondern geboren, sein Sohn Karsten ist in den südlich von Mögeltondern und in der Nähe von Rudbøl an einem Flusslauf gelegenen Weiler Lyst gezogen. Der Wasserlauf mündet bei Højer in die Nordsee.

Lyst liegt einsam und nur über eine Straße in etwa 1 km Entfernung von Rudbøl, fast direkt an der heutigen deutsch-dänischen Grenze. Da Lyst nur aus vier Häusern besteht, ist es schwer etwas zu finden. Das beigefügt Foto stammt von einem Gemälde, das Carl Tønder 1925 gemalt hat und heute in einem Museum in Tondern hängt. Ob der malerische Eindruck das tägliche Leben im 17. Jahrhundert richtig wiedergibt, darf bezweifelt werden. Ein schönes Gemälde ist es auf jeden Fall. Heute sieht der Weiler nicht viel anders aus, die Häuser sind mit etwas höheren Bäumen umgeben, die Qualität des Fahrwegs hat sich kaum verändert.



Im 18. Jahrhundert ziehen die Nachkommen der Carstensen zunächst an den Norddeich im benachbarten Rodenäs (der Norddeich ist ähnlich dünn besiedelt und einsam) und um 1885 dann nach Westerland, alles vergleichsweise recht geringe Entfernungen.

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Jürgen Kaack 04.01.2018, 15.03| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: | Tags: Familienforschung, Genealogie, Sylt, Westerland, Jütland, Dänemark, Nordfriesland,

Karte von Nordfriesland von 1668



Eine meiner ältesten und schönsten Karten von Nordfriesland aus dem Jahr 1668. Die Karte stammt aus der "Nordfresische Chronik" von M. Antoni Heimreich. Die Konturen von "Sildt" sehen ein bisschen anders aus als heute, aber das mag u.a. an der damaligen Vermessungstechnik gelegen haben. Natürlich haben aber auch Sturmfluten und Naturgewalten die Küstenlinie verändert. Dafür sind die schiffbaren Fahrrinnen im Watt recht genau eingezeichnet. Die Detailtiefe ist bei dieser Karte nicht ganz so groß, aber dafür ist es schönes Stück Geschichte.


Die beiden auf der Karte genannten Brüder und Goldschmiede Matthias und Nicolaus Petersen aus Husum haben im 17. Jahrhundert die Ausgestaltung zahlreicher Karten für den Kupferstich-Druck aufbereitet.

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Jürgen Kaack 01.01.2018, 14.11| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: | Tags: Familienforschung, Genealogie, Sylt, Westerland, Nordfriesland,

Wie identifiziert man Risiken?

Die Bedeutung eines wirksamen Risikomanagement-Prozesses ist mittlerweile auch bei mittelständischen Unternehmen nicht mehr umstritten. Dabei ist nicht nur der formale Aspekt der Reduktion der Geschäftsführerhaftung und die Anforderung an ein bestehendes Risikomanagement beim Rating der Banken die Motivation, sondern insbesondere die Tatsache, dass das Risikomanagement ein wichtiges Führungsinstrument in dynamischen und international beeinflussten Märkten darstellt.

Nur richtig erkannte Risiken können im nächsten Schritt bewertet und dann durch Gegenmaßnahmen reduziert werden. Daher ist es notwendig, der Identifikation von Risiken die richtige Aufmerksamkeit zu widmen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um das Vorgehen zur Risikoidentifikation zu objektivieren. Für die externen und internen Risiken sind dabei unterschiedliche Methoden zu empfehlen.

Informationen zu externen Risiken wie technologischen Neuerungen und Änderungen in den rechtlichen und steuerlichen Rahmenbedingungen lassen sich in der Regel gut erfassen, da entsprechende Informationen in Informationsmedien und Verbänden verfügbar sind. Spezifischere Informationen zur eigenen Branche und zum bearbeiteten regionalen Markt werden in der Regel von den Branchenverbänden, Wirtschaftsförderungsgesellschaften und den Kammern gesammelt und in aufbereiteter Form den Mitgliedern zur Verfügung gestellt. Die Aufgabe des Unternehmers besteht im Hinblick auf das Risikomanagement in der Auswertung dieser Informationen. Für spezifische Fragen, z.B. im Hinblick auf das Kaufverhalten der Zielgruppe, bieten sich Marktforschungsmethoden an. Wenn die Durchführung für das einzelne Unternehmen zu aufwändig ist, können. mehrere Unternehmen dies gemeinsam tun oder der Branchenverband beauftragt die Marktforschung.

Während sich die externen Risiken durch die gezielte Suche in mehr oder weniger allgemein zugänglichen Quellen identifizieren lassen, hilft dies für die internen Risiken in aller Regel nicht weiter. Gerade bei der Suche nach internen Risiken besteht die Gefahr der Betriebsblindheit aufgrund der lange „eingeschliffenen“ und anscheinend bewährten Abläufe.

Eine Möglichkeit zur Objektivierung besteht in der Einschaltung externer Moderatoren, die nicht regelmäßigen mit dem Unternehmen zu tun haben und vielleicht noch nicht mal mit den Besonderheiten der Branche vertraut sind. Dies schafft eine Voraussetzung für die notwendige Unbefangenheit bei der Analyse und erlaubt die Betrachtung aus neuen Perspektiven. Bei der Einschaltung von externen Moderatoren sollte aber beachtet werden, dass diese mit den Prinzipien des Risikomanagements vertraut sind und die Zielsetzung des Prozesses kennen.

Generell ist es gerade für die Identifikation intern bedingter Risiken hilfreich, sich von Fragebögen leiten zu lassen, die die verschiedenen Bereiche des Unternehmens abdecken. Die Beantwortung der Fragebögen sollte im Kreis aller Führungskräfte erfolgen und Idealerweise durch einen externen Moderator geleitet werden. Anmerkungen und Ideen auch von den nicht unmittelbar für den jeweiligen Fragenkomplex zuständigen Führungskräften erweitert die Perspektive.

 

Allgemeine Fragebögen können natürlich niemals alle Aspekte eines individuellen Unternehmens abdecken. Es ist daher sinnvoll, vor der Einführung des Risikomanagements einen allgemeinen Fragebogen auf die spezifischen Bedingungen der betrachteten Branche an zu passen. Die Arbeit mit dem Fragebogen hat neben der direkten Identifikation von Risiken die zusätzliche Zielsetzung, den Blick zu erweitern. Es ist aus diesem nicht nur sinnvoll, sondern sogar ausdrücklich erwünscht, dass die Diskussion nicht zu eng an dem Fragebogen „klebt“, sondern diesen als Inspiration zur Erweiterung nutzt.

Ergänzende Informationen und ein Beispiel für einen allgemeinen Fragebogen zu Identifikation interner Risiken veröffentliche in nächster Zeit. Den eigentlichen Risikomanagement-Prozess habe ich in diesen drei Beiträgen beschrieben:

 

Jürgen Kaack 03.07.2006, 09.25| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in:

Risikomanagement für KMU leicht gemacht

Auszug aus dem Portal www.mittelstandsblog.de vom 26.06.2006:


"Jedes Unternehmen nimmt Chancen wahr, die sich am Markt bieten, allerdings gibt es keine Chancen ohne Risiken! Risiken sind unvermeidbar aber nicht grundsätzlich schlecht. Chancen und Risiken müssen lediglich in einem ausgewogenen Verhältnis zueinander stehen und Risiken, die für das Unternehmen existenzbedrohend sind, müssen frühzeitig erkannt und beseitigt werden. Daher ist ein systematischer Prozess zur rechtzeitigen Erkennung und Bewertung notwendig. Auch zur Begrenzung der Geschäftsführerhaftung und zur Erlangung von Fremdkapital ist ein etablierter Risikomanagement-Prozess eine Voraussetzung!

Ein solches Risikomanagement ist für Inhaber kleiner und mittelständischer Unternehmen nicht ganz einfach und für viele eine ungewohnte Materie, obwohl gerade KMU oft besonders hohen Risiken unterliegen. Unternehmensberater Dr. Jürgen Kaack, Managing Director der STZ-Consulting Group, hat für Besucher des MittelstandsBlog wieder eine praxisgerechte Broschüre geschrieben, die auf 30 Seiten konzentriert die Grundlagen von Risikomanagement erklärt. Fragelisten, Tabellen und Illustrationen helfen dabei. Der Ratgeber »Einführung von Risikomanagement« steht kostenlos zum Download (PDF, ca. 0,9 MB) bereit."

Jürgen Kaack 27.06.2006, 09.21| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Broschüren

Nur rechtzeitiger Stopp kann Insolvenz vermeiden

Auszug aus dem Portal www.mittelstandsblog.de vom 21.06.2006

" »Eine Insolvenz gehört zum Schlimmsten, was einem Unternehmer widerfahren kann! Trotzdem sind auch Insolvenzen Bestandteil des Marktgeschehens«, ist sich Unternehmensberater Dr. Jürgen Kaack sicher. Er ist Diplom-Physiker, Managing Director der STZ-Consulting Group und Autor unserer neuen M'BlogSchrift »Fallstudie einer Insolvenz«.



Seine Fallstudie kann nicht verallgemeinert werden. Trotzdem sind die Analysen und Lehren aus dem in der Studie geschilderten Fall für jeden Mittelständler von existentiellem Interesse, egal ob man bereits vor einer wirtschaftlichen Unternehmenskrise steht oder sich vorsorglich mit möglichen Anzeichen einer solchen vertraut machen will.

Die Fallstudie geht vor allem auf die Vorzeichen der Krise, die Entwicklung und die immer wieder sich bietenden Interventionspunkte ein. Sie schildert aber auch, warum diese Möglichkeiten zum Eingreifen übersehen wurden. Sie beschreibt die Probleme mit Mitarbeitern, Kunden, Lieferanten und die emotionale Situation. Vor allem aber: Sie ist kein theoretisierendes Schulbeispiel aus dem BWL-Seminar, sondern ein realer Fall mitten aus dem Wirtschaftsleben eines Mittelständlers.

Die »
M'BlogSchrift 0604 – Fallstudie einer Insolvenz« steht im PDF-Format kostenlos zum Download (ca. 0,4 MB) bereit."

Jürgen Kaack 24.06.2006, 09.52| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Broschüren

Erkannte Risiken bewerten und priorisieren

In einem vorangegangenen Beitrag habe ich über die Hintergründe und die Klassifizierung von Risiken berichtet. Dies ist ein wesentlicher Schritt, wenn es darum geht, Risiken zu beherrschen und negative Auswirkungen zu minimieren. Aber da ein Unternehmen typischerweise sehr vielen Risiken gegenüber steht, kann man nur in Ausnahmefällen alle Risiken eindämmen oder gar beseitigen.


Im zweiten Schritt der Einführung des Risikomanagement-Prozesses müssen alle Risiken bewertet und vergleichbar gemacht werden. Dann ist es möglich, sich diejenigen Risiken heraus zu greifen, die für das Unternehmen am gefährlichsten sind, und Gegenmaßnahmen zu identifizieren. Existenzbedrohende Risiken sollten nach Möglichkeit ganz ausgeschaltet werden. Keine Geschäftschance ist es wert, die Existenz des Unternehmens hierfür aufs Spiel zu setzen!

Die Bewertung der Risiken erfolgt nach den Kriterien:

  • Eintrittswahrscheinlichkeit
  • mögliche Schadenshöhe
Dabei ist für alle Risiken ein identischer Maßstab an zu legen. Es wird kaum möglich sein, diese Werte für alle Risiken exakt zu ermitteln. In diesen Fällen hat sich eine Abschätzung oder die Heranziehung von Analogiefällen bewährt.

Alle ermittelten Werte sollten in wenige (3 bis 5) Kategorien eingeordnet werden, d.h. es werden Cluster gebildet. Die so bewerteten Risiken können zur besseren Versdeutlichung in einem Portfolio dargestellt werden mit Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenshöhe als Achsen.



Die obige Graphik zeigt ein Beispiel für ein solches Protfolio. Die Striche zeigen dabei die Veränderungen an, die sich durch geeignete Gegenmaßnahmen ergeben können. Vor der Entscheidung zur Umsetzung der Gegenmaßnahmen sind die hierfür erforderlichen Ressourcen an Manntagen und Budget zu prüfen. sonst ergeben sich möglicherweise Zielkonflikte mit der bestehenden Planung.

Das Vorgehen zur Bewertung und Priorisierung von Risiken habe ich im zweiten Teil eines ausführlichen Fachbeitrages erläutert.

Jürgen Kaack 14.06.2006, 10.20| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in:

Risiken - vermeiden oder managen?

Ein Unternehmer ist kein Verwalter einer Organisation! Die Wahrnehmung neuer Marktchancen und nahezu jede unternehmerische Chance birgt gleichzeitig Risiken. Typische Beispiele sind:

  • Entwicklung neuer Produkte
  • Produktionsverlagerung nach Osteuropa
  • neue Vertriebskooperationen
  • Aufnahme neuer Gesellschafter bei Kapitalerhöhung
  • Abschluss von Großaufträgen ohne Zahlung Zug-um-Zug
  • Vereinbarung von Betriebsrenten
  • ...

Alle Risiken bergen unterschiedliche Schadenspotenziale und auch der Eintritt ist mit unterschiedlichen Wahrscheinlichkeit verbunden. Um das eigene Unternehmen erfolgreich führen zu können, müssen existenzbedrohende Risiken vermieden und alle anderen Risiken so gemanagt werden, dass Chancen und Risiken in einem ausgewogenen Verhältnis zueinander stehen. Aber zunächst müssen die Risiken erkannt werden. Einige Beobachtungsbereiche sind in der Graphik dargestellt.

Risikobereiche.jpg



Ein bewährtes Managementinstrument, mit dem Risiken behandelt werden können, ist das Risikomanagement. Gerade für mittelständische Unternehmen in dynamischen und wettbewerbsintensiven Märkten ist Risikomanagement unverzichtbar geworden. Außerdem ist die regelmäßige Durchführung des Risikomanagements eine Voraussetzung zur Reduktion der Geschäftsführerhaftung und dies gilt auch bei der Fremdkapitalbeschaffung!


Eine Einführung zum Risikomanagement und eine Klassifizierung von Risikobereichen habe im ersten Teil eines Fachbeitrages zusammen gefasst. In den folgenden Teilen werde ich die Methoden zur Bewertung von Risiken und die Ableitung von Gegenmaßnahmen beschreiben. Im dritten Teil wird die organisatorische Umsetzung des Risikomanagement-Prozesses in mittelständischen Unternehmen vorgestellt.

Jürgen Kaack 29.05.2006, 15.34| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: