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Zuzug der Familienvorfahren nach Sylt

        

Ein Erinnerungsfoto an einen vergangenen Sommer, irgendwann um 1920 am Zentralstrand von Westerland. Vermutlich handelte es sich um einen Schwimmwettbewerb. Auf dem Rettungsschwimmer-Karren sitzt mit Schirmmütze mein Großvater, Tierarzt Dr. Hermann Kaack



Familie Kaack ist der letzte meiner Familienzweige, die 1919 nach Westerland gezogen sind. Neben den bis zum Anfang des 17. Jahrhunderts zurück verfolgbaren „Ursyltern“ kam Familie Wachsmuth um 1830 von Hoyer nach Sylt, Um 1840 zog der aus Göteborg stammende Kapitän Johan Frederik Søeberg nach Tinnum (vermutlich hat er vorher in irgendeinem Hafen den Tinnumer Kapitän Erk Bleik Erken kennengelernt) und heiratete Erk Bleiks Tochter Inken Boysen Bleicken. Er blieb nur bis kurz nach dem frühen Tod seiner Frau im Kindbettfieber bei der Geburt meiner Ur-Urgroßmutter Inken Sermine im Jahr 1852, hat in Nordborg erneut geheiratet und sich in Aalborg niedergelassen. Dort hat auch seine Tochter Inken Sermine bis zu ihrer Konfirmation gelebt, während ihr Bruder bei den Großeltern in Tinnum blieb. In Aalborg bekam die neue Familie sechs Kinder.

 

Als nächstes kam Rentmeister Lorenz Nicolay Ludwig Janssen 1867 mit Frau, sechs Kindern und seinen Eltern von Büsum nach Westerland. Um 1887 zog Diderich Edlef Carstensen mit seiner Frau Catharina Nielsen den vier überlebenden Kindern von Rodenäs nach Westerland, vier Kinder sind schon im Kindesalter in Rodenäs verstorben.

 

1914 kam die in Braunschweig geborene und in Hamburg aufgewachsene Anna Wilhelmine Müller als Lebensgefährtin und spätere Ehefrau von Charles Carstensen nach Westerland. Sie hatten sich vermutlich kennengelernt, als Charles in Hamburg die Navigatorenschule besucht hat.

 

1919 ist dann Hermann Kaack von Flensburg nach Westerland gezogen. Die ersten Vorfahren aus dem Familienzweig Kaack waren Großbauern („Vollhufner“) in dem kleinen Dorf  Mühbrook am nördlichen Rand des Einfelder Sees (bei Bordesholm). Da die Ländereien in Mühbrook dem Kloster in Bordesholm zum Lehen gegeben worden war, gibt es Aufzeichnungen, die bis ins 16.Jahrhundert zurückdatieren (natürlich ging es dabei um die jährlichen Abgaben). Im Zuge der Erbfolge sind jüngere Nachkommen weggezogen und waren erst in Langwedel und dann in Nübbel bei Rendsburg zum Teil Hufner und zum Teil Käthner ohne eigenes Land.

 

Erst mein Ur-Urgroßvater Claus Kaack, der 1807 in Nübbel geboren wurde, hat die jahrhundertelange bäuerliche Tradition beendet und wurde auf autodidaktischem Wege Lehrer. Diesen Beruf hat er insgesamt 58 Jahre lang ausgeübt, erst in Hohn und dann in Agethorst, zum Schluss war er 40 Jahre lang Distriktlehrer in Borgdorf-Seedorf. Außer seiner ältesten Tochter, die nach ihrer Heirat wieder nach Nübbel zurückgekehrt ist, hat keiner seiner Nachkommen jemals wieder in der Landwirtschaft gearbeitet. Sein jüngster Sohn ist mein Urgroßvater Johannes, der bis 1908 eine Lichtdruckerei, ein Buchhandlung sowie eine Groß- und Einzelhandel in Flensburg betrieben hat.

Jürgen Kaack 27.10.2017, 09.48

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