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Thomas Funck, Sohn von Jacobus und ebenfalls Münsterprediger

45 Jahre nach dem Kupferstich von Jacobus Funccius ist das Bild seines Sohnes Thomas Funck entstanden. Er wurde am 22.02.1617 in Ulm geboren und studierte ab 1633 in Tübingen. Seine Magisterarbeit erstellte er 1636 in Straßburg und wurde anschließend in Langenau erst Diakon und später Pfarrer. Schon mit 28 Jahren wurde er 1645 Prediger am Ulmer Münster. 1678 wurde er am Ulmer Münster Almosenverwalter (Eleemosinarius) und ein Jahr später Eherichter (Consistorii Matrimonialis Assessor).


Thomas starb am 22.06.1690 mit 73 Jahren und hinterliess fünf Söhne und drei Töchter aus zwei Ehen. Die Leichpredigt wurde von Johann Conrad Mayer gehalten, seinem Nachfolger als Münsterprediger. Einer seiner Söhne ist Dr. Daniel Funck, der ebenfalls in tübingen studierte und Pfarrer wurde. Da er in der Dreifaltigkeitskirche predigte und nicht am Münster, gibt es wohl leider kein Porträt von ihm - zumindest habe ich keines finden können.


Das von Andreas Schuch gezeichnete und von Philipp Kilian gestochene Porträt ist zu finden bei der Porträtsammlung der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel unter diesem Link.



Beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe habe ich ein weiteres Porträt von Thoma Funck, das 1646 entstanden ist und ihn mit 29 Jahren zeigt, ein Jahr nachdem er zum Münsterprediger ernannt wurde. Das Bild findet sich unter diesem Link. Es ist schon mal ein großer Fortschritt, dass mittlerweile viele der alten Porträts digitalisiert wurden. Aber alle zu finden, ist schon schwieriger. Während das andere Bild in der Herzog August Bibliothek archiviert wird, findet sich dieses Poträt im LWL-Landesmuseum in Münster. Weitere Porträts scheint es allerdings nicht mehr zu geben.




Nachdem die Familie Funck im letzten Jahren unverhofft unter meinen Vorfahren aufgetaucht sind, habe ich ein wenig zur Namensherkunft recherchiert. Die Grafik von Wiki-Commons zeigt eine interessante und ungewöhnliche Verteilung, man findet sie fast überall. Das Name kommt in unterschiedlichen Schreibweisen vor: Funk, Funck, Funcke, Funcken, Funccius ... Der Name leitet sich wohl von der Berufstätigkeit des Schmieds und dem dabei auftretenden Funkenflug ab. dies würde die recht gleichmäßige Verteilung in Deutschland erklären.




Jürgen Kaack 28.01.2018, 13.02

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