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Nutzungslücke bremst den Breitbandausbau

Aus der Rubrik "Aktuelles" der Seite www.Breitband.NRW.de:

"Dr. Jürgen Kaack, Geschäftsführer und Inhaber der STZ-Consulting Group, ist ein Experte für Telekommunikationsthemen und innovative Geschäftsmodelle rund um das Thema Breitband. In seiner neusten Veröffentlichung setzt er sich mit der tatsächlichen Nutzung von hochleistungsfähigen Breitbandanschlüssen sowie dem hochaktuellen Thema Vectoring auseinander. Darüber hinaus schildert er mögliche Handlungsoptionen für Kreise und Kommunen. Nach Schätzungen von STZ-Consulting nutzen im Durchschnitt nicht mehr als 25% der Haushalte in den mit mehr als 25 Mbit/s versorgten Regionen die Möglichkeit, einen schnellen Internetanschluss zu erhalten. Auch bei den nachhaltig zukunftssicheren Glasfaser-Hausanschlüssen herrscht bei den potenziellen Nutzern Zurückhaltung. Nach Schätzung des Branchenverbandes VATM waren Ende 2012 gut 800.000 Glasfaser-Hausanschlüsse verfügbar. Aktiv genutzt wurden auch hier nur 343.500 Anschlüsse, was einem Anteil von 43% entspricht.

Nach dem zweiten Entscheidungsentwurf der Bundesnetzagentur ist das Thema Vectoring einmal mehr ein viel diskutiertes Gesprächsthema in der IKT-Branche. Dr. Kaack befürchtet, dass die Einführung des Verfahrens eine erhebliche Re-Monopolisierung der DSL Netze mit sich zieht. Durch Einsparungen im Bereich der Betriebskosten könne der Vectoring-Ausbau finanziert und die Wettbewerbsfähigkeit gegenüber den Kabelnetzbetreibern erhöht werden. Wettbewerber können jedoch nur unter engen Auflagen selber tätig werden und genau hier verberge sich die Gefahr der Re-Monopolisierung. Dabei mache der VDSL-Ausbau, aus Sicht von Dr. Kaack, zum jetzigen Zeitpunkt betriebswirtschaftlich durchaus Sinn, sei aber zukünftig nicht mit dem prognostizierten Bandbreitenbedarf gewachsen.

Damit Kommunen und Kreise dem entgegenwirken können, erörtert Dr. Kaack darüber hinaus kurz- und langfristige Handlungsoptionen. So soll ein erster Schritt die Analyse der konkreten Versorgungssituation sein. Staat und Länder sollen auf der anderen Seite die notwendigen Rahmenbedingungen schaffen."

Der vollständige Bericht steht hier für Sie zum Download bereit.

Jürgen Kaack 24.07.2013, 08.33

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