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Kabel Deutschland Übernahme durch Vodafone vor dem Erfolg

Im Telekommunikationsmarkt ist die Zeit der Konsolidierung offensichtlich noch nicht vorüber. Bei der jetzt wohl ziemlich sicheren Übernahme von Kabel Deutschland durch Vodafone bleibt abzuwarten, wie die strategischen Ziele neben dem Erzielen größerer Marktmacht und Marktpräsenz verfolgt werden.

Immerhin hat Vodafone seit der Übernahme und Integration von Arcor den damals zweitgrößten Festnetzanbieter assimiliert und dabei so weit "verdaut", dass die frühere Marktpräsenz im Festnetz nur noch im Geschäftskundensegment wahrzunehmen ist. Mit der ursprünglichen Arcor-Organisation hätte man aus meiner Sicht schon früher eine bedeutende Stellung im Festnetz ausbauen können, z.B. auch mit IP-TV. Was jetzt mit KDG besser oder anders wird, zeigt sich vermutlich in den nächsten Jahren.

Die regionale Präsenz von KDG in Deutschland ist für das Geschäft eines Kabelnetzbetreibers durchaus passend, Vodafone hat dagegen bislang nur an überregional vermarktbaren Konzepten Interesse gezeigt. Für einen Mobilfunkanbieter ist das ohne Zweifel eine strategisch sinnvolle und wirtschaftlich notwendige Positionierung.

Die weitere Entwicklung in diesem Umfeld bleibt spannend und es war sicher nicht die letzte große Übernahme im TK-Markt. Ein Bericht zur KDG-Übernahme durch Vodafone findet sich z.B. hier.

Jürgen Kaack 15.09.2013, 12.28

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