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Erkannte Risiken bewerten und priorisieren

In einem vorangegangenen Beitrag habe ich über die Hintergründe und die Klassifizierung von Risiken berichtet. Dies ist ein wesentlicher Schritt, wenn es darum geht, Risiken zu beherrschen und negative Auswirkungen zu minimieren. Aber da ein Unternehmen typischerweise sehr vielen Risiken gegenüber steht, kann man nur in Ausnahmefällen alle Risiken eindämmen oder gar beseitigen.


Im zweiten Schritt der Einführung des Risikomanagement-Prozesses müssen alle Risiken bewertet und vergleichbar gemacht werden. Dann ist es möglich, sich diejenigen Risiken heraus zu greifen, die für das Unternehmen am gefährlichsten sind, und Gegenmaßnahmen zu identifizieren. Existenzbedrohende Risiken sollten nach Möglichkeit ganz ausgeschaltet werden. Keine Geschäftschance ist es wert, die Existenz des Unternehmens hierfür aufs Spiel zu setzen!

Die Bewertung der Risiken erfolgt nach den Kriterien:

  • Eintrittswahrscheinlichkeit
  • mögliche Schadenshöhe
Dabei ist für alle Risiken ein identischer Maßstab an zu legen. Es wird kaum möglich sein, diese Werte für alle Risiken exakt zu ermitteln. In diesen Fällen hat sich eine Abschätzung oder die Heranziehung von Analogiefällen bewährt.

Alle ermittelten Werte sollten in wenige (3 bis 5) Kategorien eingeordnet werden, d.h. es werden Cluster gebildet. Die so bewerteten Risiken können zur besseren Versdeutlichung in einem Portfolio dargestellt werden mit Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenshöhe als Achsen.



Die obige Graphik zeigt ein Beispiel für ein solches Protfolio. Die Striche zeigen dabei die Veränderungen an, die sich durch geeignete Gegenmaßnahmen ergeben können. Vor der Entscheidung zur Umsetzung der Gegenmaßnahmen sind die hierfür erforderlichen Ressourcen an Manntagen und Budget zu prüfen. sonst ergeben sich möglicherweise Zielkonflikte mit der bestehenden Planung.

Das Vorgehen zur Bewertung und Priorisierung von Risiken habe ich im zweiten Teil eines ausführlichen Fachbeitrages erläutert.

Jürgen Kaack 14.06.2006, 10.20

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