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Die Zeit nach Halfdan II. Osteinsson

Auf Halfdan folgt sein Sohn Gudrød „the Hunter“ oder auch „the Magnificent“, als König von Vestfold und verheiratet mit Alfhild, der Tochter des Königs von Alfheim. Sie hatten einen Sohn, Olaf Geirstad-Alf, der aber nicht Gudrøds Nachfolger wurde.  Alfhild starb früh und Gudrød ließ um die Tochter Åsa Haraldsdottir von Agder (verstorben um 834) von König Harald Granraude von Agder werben, die als Schönheit galt. Als dieser ablehnte, zog Gudrød mit einer Streitmacht nach Agder. In dem folgenden Kampf starb König Harald und sein Sohn. Gudrød nahm Åsa gefangen und heiratete sie. Sie bekamen den Sohn Halfdan „the Black“ (um 810 bis um 860).

in Jahr nach seiner Geburt feierte Gudrød mit seinem Gefolge ein großes Fest. Stark betrunken wollte er über die Gangway sein Schiff verlassen und wurde dabei von einem Attentäter mit einem Speer tödlich getroffen. Der Attentäter war der Page seiner Frau Åsa und wurde sofort getötet. Der Anschlag erfolgte auf Anweisung von Åsa, die mit ihrem Sohn nach Agder zurückging und dort ihren Sohn aufzog.



Halfdan wurde mit 18 König von Agder und erweiterte sein Königreich durch Verhandlungen und Kriegszüge um Teile von Vestfold und Vinglumark. Raumarike wurde nach einem Feldzug erobert, nachdem er den damaligen Herrscher Sigtryg Oysteinsson getötet und Sigtrygs Bruder in mehreren Kämpfen besiegt hat. Halfdan hat Ragnhild, die Tochter von König Harald Gulskeg von Sogn geheiratet. Ihr Sohn Harald „Fairhair“ (um 850 bis um 932), dessen Leben in verschiedenen Sagen (u.a. in der „Saga of Harald Fairhair in Heimskringla)als der erste König von Norwegen beschrieben wird. In der Legende wird beschrieben, dass Harald um die Hand von Gyda Eiriksdotter von Hordaland (geboren um 852) angehalten hat, der Tochter von König Eirik von Hordaland. Sie hat seine Werbung abgelehnt und gefordert, dass er zuvor König über ganz Norwegen wird.

In verschiedenen Feldzügen hat er ab 866 Provinzen einschließlich des schwedischen Värmland erobert und wurde 872 nach dem Sieg in der Schlacht von Hafrsfjord zum König des vereinigten Norwegens. In der Folge ist die Werbung um Gyda der Sage nach dann doch noch erfolgreich gewesen. Seinen Königshof errichtete er in Avaldsnes und Airekstad. Eine erhebliche Zahl an Widersachern sind außer Landes geflohen, z.B. auf die Hebriden, Shetlands, Faröer und Orkney Inseln, aber auch bis Island. Darunter waren auch wohlhabende und angesehen Anführer, die eine ständige Bedrohung für das junge Königreich darstellten. In der Folge unternahm Harald eine Expedition gegen die Inseln und das schottische Festland, um die Gegner dort zu stellen. Island blieb ein Rückzugsort für die Gegner von König Harald.

Die späteren Jahre seiner Herrschaft waren geprägt von Streitigkeiten unter seinen je nach Quelle 11 bis 20 Söhnen. Neben Gyda von Hordaland hatte Harald der Legende nach Kinder mit Åsa, der Tochter von Graf Håkon Grjotgardsson von Lade, Swanhild, der Tochter von Graf Oystein, Åshild, der Tochter von Ring Dagsson und Snøfried, der Tochter von Svåse dem Finnen. Zwölf von Haralds Söhnen stattete er mit dem Königstitel aus, aber nur zwei von ihnen werden als Königen über das gesamte Reich eingesetzt. Die anderen zehn herrschten als seine Repräsentanten über Teilreiche oder Provinzen. Aber auch diese Regelung beendete die Streitigkeiten nicht, die sich bis in die nächste Generation fortsetzen sollten. Als Harald 80 Jahre alt wurde, setzte er seinen bevorzugte Sohn Eirik Haraldsson „Bloodaxe“ (um 885 bis 954) als König neben sich ein. Sie regierten gemeinsam bis zu seinem Tod im Jahr 932 oder 933. Harald wurde unter einem Hügel bei der Stadt Haugesund beerdigt, die ein traditioneller Beerdigungsort für norwegischer Herrscher wurde. 

Eirik „Bloodaxe“
scheint nur für kurze Zeit König von Norwegen gewesen zu sein. Schon 933, kurz nach dem Tod seines Vaters, endet seine Herrschaft. Dafür wird er sowohl 947 und 948 als auch von 952 bis zu seinem Tod 954 als König von Northumbrien genannt. In Norwegen folgt Haakon „the Good“ (um 920 bis 961) auf dem Königsstuhl und regiert von 934 bis 961. Haakon könnte der jüngste Sohn von Harald „Fairhair“ und in Hordaland geboren worden sein. Um Gefahren für Haakons Leben zu vermeiden hat Harald ihn mutmaßlich zu König Athelstan von England geschickt, bei dem er dann aufgewachsen ist.

Nach dem Tod seines Vaters hat Athelstan Haakon der Überlieferung nach mit Schiffen und Kriegern für eine Expedition gegen seinen Halbbruder Eirik „Bloodaxe“ ausgerüstet. Nachdem Haakon den Adeligen zugesagt hat, die von seinem Vater eingeführte Steuer wieder abzuschaffen, liefen viel zu ihm über und Eirik musste auf die Orkney-Inseln flüchten. 953 musste Haakon bei Avaldsnes eine schwere Schlacht gegen die Söhne von Eirik bestehen, aber schon 957 versuchten sie es erneut erfolglos. 961 landeten drei überlebende Söhne in der Nähe seiner Residenz und lieferten sich bei Fitjar eine Schlacht mit Haakons Truppen. Haakon siegte zwar, wurde aber mit einem Pfeil tödlich verwundet. Die Christianisierung Norwegens wird auf Haakon „the Good“ zurückgeführt, der vermutlich in seiner Jugend in England zum Christentum übertrat.

Harald "Schönhaar" (Fairhair)
war ein Urenkel von Halfdan II. Oysteinsson "the Mild", ein Bruder von Gerburg Oysteinssdotter, die sich in meinem Stammbaum findet.


Jürgen Kaack 04.03.2018, 14.22

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