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Die nordfriesischen Inseln vor 150 Jahren


1864 ist die obige Karte entstanden, also zu einer Zeit, in der ein größerer Zuzug nach Sylt zu beobachten war. 1855 wurde Westerland zum Nordseebad und danach boten sich Arbeitsmöglichkeiten, um Infrastrukturen für den beginnenden Tourismus zu schaffen.

Aus "Sildt" ist inzwischen Sylt geworden und die Karte bietet mehr Details als manche ältere Karte. Man kann deutlich die Fahrrinne erkennen, die von Hoyer nach Munkmarsch führte als eine der wichtigsten Verbindungen zum Festland. Der Hindenburg-Damm wurde ja erst 1927 fertig. Zum Zeitpunkt der Kartenerstellung gab es in Westerland nur die alte Dorfkirche St. Niels. Auch sind nur die beiden Leuchttürme auf dem Ellenbogen und bei Kampen verzeichnet. Hörnum ist zu der Zeit noch (oder wieder) unbewohnt und daher nicht als Ort verzeichnet. Den Deich um das Rantumer Becken gab es 1864 natürlich auch noch nicht.

Gut gefallen mir die echt detailliert dargestellten Halligen südlich von Föhr, kamen doch eine Reihe meiner Vorfahren von Langeneß, Habel, Gröde, Appelland und Oland.


Jürgen Kaack 30.12.2017, 15.58

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