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Die Gregoriden - Patriarchen von Armenien

Ab 352 fungierte Vardan aus dem armenischen Fürstenhaus Mamikonian als Spararpet (Oberbefehlshaber) in Armenien. Bei der Verteidigung gegen eine persische Invasion wurde er vermutlich durch einen Verrat 451 in der Schlacht von Avarayr besiegt und getötet. Vardans um 410 geborener Bruder Hmayeak Mamikonian starb 452, ein Jahr nach der Schlacht, aber sein Sohn Vahan hat den Freiheitskampf weitergeführt und 484 wurde die armenische Autonomie wiederhergestellt. Hamayeaks Mutter Sahakanoysh (385 bis 416) gehörte zur Familie Suren-Pahlav der Gregoriden. Die Gregoriden waren eine armenische Adelsfamilie, die sich von Gregor dem Erleuchter ableitet, der um 260 geboren wurde und bis ca. 328 lebte. Gregor war vermutlich ein Sohn des um 210 geborenen Parthers Anak Suren-Pahlav. Das Haus Suren-Pahlav bildet eine Seitenlinie zum Fürstenhais der Arsakiden, die von 247 vor Christus bis zum Jahr 224 als Großkönige im Perserreich herrschten. Im Auftrag des sassanidischen Königs Schapur I. soll Anak im Jahr 252 seinen Verwandten aus dem Haus Arsakiden, den König von Armenien Tiridates II. den Großen, ermordet haben. Daraufhin wurden Anak und seine Familie umgebracht. Nur zwei Söhne überlebten, einer davon war Gregor, der in Kappadokien von einem Priester ausgebildet und später als Apostel von Armenien verehrt wurde.

Angeblich wurde Gregor von König Trdat (Trinitatis) III. gefangengenommen und gefoltert, da er sich weigert, den alten Göttern zu opfern. Über mehrere Jahre soll er in einer unterirdischen Höhle eingekerkert gewesen sein. Trdat ist der Enkel des von Anak ermordeten Königs Tiridates II. und hat 298 mithilfe eines römischen Heeres Armenien wieder von den Persern zurückerobert, nachdem das römische Heer 297 bei Carrhae von persischen Kriegern besiegt worden war. Unter römischen Schutz konnte Tradt 298 den Thron seines im Jahr 287 von einem Usurpator ermordeten Vaters Chosraw II. Der Legende nach erkrankte Trdat an einer als unheilbar eingeschätzten entstellenden Hautkrankheit. Als letzte Möglichkeit wird Gregor aus seiner Zelle geholt und heilt den kranken König. 314 wird im Jahr 315 zum Bischof geweiht und zerstört die heidnischen Tempel im Land. Er tauft den König und festigt das Christentum in Armenien. Nachdem Armenien sich zum Christentum bekannt hat, gibt es Widerstand und christenfeindliche Adlige vergiften Trdat III. im Jahr 330. Gregor verbringt die letzten Lebensjahre in der Einsamkeit am Berg Sebuh in Westarmenien und stirbt dort 331.

Links eine Zeichnung von Gregor dem Erleuchter, auf den sich  die Gregoriden als Stammvater  beziehen (Quelle: Der ursprünglich hochladende Benutzer war Vital Component in der Wikipedia auf Englisch - Übertragen aus en.wikipedia nach Commons., Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=3102315)Rechts ein Gemälde, in dem die Taufe des Königs Trdat III. dargestellt wird (Quelle: Von http://en.wikipedia.org/wiki/Image:Baptism_of_trdat.jpg, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=1035859)



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