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Breitband-Ausbau ist kein Selbstzweck - mit Breitband-Anwendungen zu Wettbewerbsvorteilen

Die Diskussion um den Ausbau von Breitband-Infrastruktur und die Beseitigung von weißen Flecken lässt manchnmal vergessen, dass es nicht um die Erfüllung eines "Breitband-Fetisches" geht, bei dem die Bandbreite immer schneller immer höher werden soll. Der Bedarf nach Bandbreiten ergibt sich aus der stetig steigenden Zahl von Internetnutzern, einer steigenden Nutzungsintensität und dem Aufkommen innovativer und mulitmedialer Dienste.

Großunternehmen nutzen die Vorteile von Breitband-Anwendungen schon lange und setzen auf eigene Datenkommunikationsnetze, mit denen Standorte und Geschäftspartner untereinander verbunden sind. Oft basieren diese Verbindungen bereits auf Glasfaser-Strecken, um so Datenmengen GB oder TB Volumina schnell und sicher zu transportieren. Eigene Corporate Networks sind nur in Ausnahmefällen auch für mittelständische Unternehmen rentabel oder auch nur erschwinglich. Für diese Zielgruppe ist eine gute Breitbandanwendung somit eine notwendige Voraussetzung, um von neuen Applikationen Gebrauch machen zu können.

Zu den Anwendungen, die für mittelständische Unternehmen Nutzen im Sinne einer Steigerung der Effizienz in den eigenen Geschäftsabläufen durch höhere Transparenz und bessere Steuerungsmöglichkeiten ermöglichen, eine Ausweitung des bedienten Marktes, der Einsparung von Kosten, aber auch die Umsetzung neuer Geschäftsmodelle, gehören neben der mittlerweile allgemein akzeptierten Internet-Recherche und der Email-Nutzung:

  • Hosting von Webseiten
  • Nutzung von Web2.0 Diensten für die Kommunikation und Einbindung von Kunden
  • Sichere und regelmäßige Back-ups von Datenbeständen
  • Zentrale Sicherheitsfunktionen für Virenschutz etc.
  • Automatische Back-ups von Anwendungsprogrammen
  • Verlagerung des Netzwerkmanagements auf einen exterenen Dienstleister
  • Automatisierung von geeigneten Abläufen wie z.B. die Integration von papiergebundenen Dokumenten in den Workflow)
  • Auslagerung von Geschäftsprozessen an Dienstleister (Dokumenten-Management, Rechnungsstellung, Auftragserfassung,...)
  • Mobiliserung der Arbeitsplätze bei vollständiger Integration in die internen Prozesse, z.B. durch Heimarbeitsplatz-Lösungen und mobile Zugänge von fremden Computern
  • Verlagerung von Software-Anwendungen aus dem Desktop zu externen Rechenzentren
  • Einrichtung einer zentralen Arbeitsplatzadministration mit remote-Zugriff
  • Nutzung von modernen Kollaborationstechniken angefangen mit Telefonkonferenzen über Video- bis zu Webkonferenzen

Welche Anwendung für welches Unternehmen Vorteile schafft, muss der Unternehmer nach einer kritischen Analyse der bestehenden Geschäftsabläufe und der Möglichkeiten für Ausweitung und Wachstum entscheiden. Allerdings ist kein Unternehmen zu klein, um Nutzen aus Breitbandanwendungen zu ziehen. Die Voraussetzung hierfür ist natürlich die Verfügbarkeit einer leistungsfähigen Netzinfrastruktur.

Der Beitrag mit einer angefügten Präsentation zu Breitband-Anwendungen für Unternehmen findet sich auf Seite des IKT.NRW Clusters

Jürgen Kaack 11.11.2009, 10.43

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