STZ - Consulting Group

Blogeinträge (Tag-sortiert)

Tag: Wachstum

Wachstum nur mit Ziel

Wachstumsziele sind zentrale Elemente der Unternehmensführung und stagnierendes Wachstum wird als Zeichen ausbleibenden unternehmerischen Erfolgs stigmatisiert. Wachstumsvorhaben gehören zu den anspruchsvollen und komplexen Projekten im unternehmerischen Handeln. Da hilft es zunächst Kategorien unterschiedlicher Wachstumsformen zu bilden und zu prüfen, welche am ehesten zum eigenen Unternehmen passt.

Wachstum eröffnet Chancen, schafft aber auch Risiken, die für ein Unternehmen existenzbedrohend wirken können. Daher sollten Wachstumsvorhaben sorgfältig geplant werden. Am anfang steht dabei eine Standortbestimmung mit einer ehrlichen Ermittlung von Stärken und Schwächen. Vor der Umsetzung von Wachstumsinvestitionen steht die Festlegung von Zielen mit einem Zeit- und Ressourcenplan sowie einem Meilensteinplan. Je näher ein Wachstumsprojekt an den eigenen Kernkompetenzen im Unternehmen bleibt, umso eher lassen sich Risiken einschätzen und begrenzen. Je weiter man sich vom Kerngeschäft inhaltliche oder regional entfernt, desto eher werden Kooperationen mit anderen Unternehmen oder Institutionen erforderlich.

Bei entsprechend guter und systematischer Vorbereitung eröffnen Wachstumsvorhaben Chancen und können die langfristige Entwicklung eines Unternehmens absichern. Dabei kann externe Beratung, die nicht durch die interne Brille des Unternehmens vorgeprägt ist, bei der Entscheidungsfindung helfen und den Prozess kritisch morderierend begleiten, entscheiden muss aber letztlich trotzdem der Unternehmer.

In einem von mir erstellten eBooks zur planmäßigen Durchführung von Wachstumsvorhabens findet sich ein allgemeiner Leitfaden. In einem aktuell erschienen Artikel wird auf mein eBook verwiesen und einige Zitate aus einem Interview widergegeben. Der informative Artikel findet sich unter diesem Link zum Magazin Hofkurier, das eBook habe ich auf der STZ-Consulting-Homepage verlinkt.

Jürgen Kaack 09.12.2014, 09.17 | (0/0) Kommentare | TB | PL

eBooks zu Themen der Unternehmensführung

Aus teilweise langjährigen Management-Erfahrungen oder aus Beratungs-Projekten von Dr. Kaack seit 1983 ist im Laufe der Jahre eine Reihe von Ratgebern entstanden:

 
  • Unternehmensgründung (basierend auf den Erfahrungen aus den Gründungsvorbereitungen für die debitel Kommunikationstechnik in den Jahren 1989 bis 1992 und für die mcn-tele.com AG in den Jahren 1998 bis 2001, sowie aus Beratungsvorhaben für Unternehmensgründer nach 2002)

  • Produktentwicklung, Zielgruppen und marktorientierte Planung (basiert aus vielfältigen Erfahrungen in den Jahren 1983 bis heute, z.B. bei SEL (heute Alcatel-Lucent, dann bei der der BMW-Tochtergesellschaft Mitec, für AEG-Olympia im Bereich von professionellen Funklösungen, bei der Dienstegestaltung für debitel und mcn-tele.com, sowie in beratender Funktion für verschiedene Netzbetreiber)

  • Wachstum (geht auf Erfahrungen in vielen Funktionen zurück, u.a. in negativer Weise bei AEG-Olympia, bei MITEC durch Unternehmenszukäufe, bei debitel durch Gründung von Tochtergesellschaften im Ausland, sowie aus Projekten für Netzbetreiber und mittelständische Unternehmen)

  • Telekommunikationslösungen und -einsatzgebiete (die Basis sind Produktplanungen für konvergente Dienste und VPN-Lösungen im Rahmen der Geschäftsausweitung bei mcn tele.com, sowie aus Projekten für nationale und internationale Geschäftskunden-orientierte Netzbetreiber)

  • Führungsinstrumente, Teambuilding und Coaching (entstanden auf der Basis eigener Führungserfahrung in mittelständischen Unternehmen und Konzernen seit 1983, aber auch aus Coaching-Projekten für mittelständische Unternehmen)

  • Vertrieb und Vertriebssteuerung (basiert insbesondere auf den Erfahrungen als Vertriebsverantwortlicher bei debitel und mcn-tele.com im Zeitraum von 1990 bis 2002, aber auch aus Beratungs-Projekten zur Vertriebsoptimierung, der Gewinnung neuer Vertriebskanäle und zur Optimierung der Vertriebsteuerung)

  • Einführung Risikomanagement (geht auf die erstmalige Einführung eines Risikomanagement-Prozesses bei mcn-tele.com im Jahr 2001 zurück)

  • Nachfolgeregelung (basiert auf Unterlagen zur Vorbereitung von verschiedenen Vorträgen im Rahmen von Risiko-Management-Prozessen)

  • Finanzierungsalternativen für den Mittelstand (gibt einen Überblick über die vorhandenen Alternativen zur Finanzierung von Unternehmensgründungen und Wachstumsvorhaben und basiert auf intensiven Erfahrungen bei der Realisierung der Finanzierungsrunden für mcn-tele.com im Zeitraum von 1999 bis 2002)

  • Fallstudie Insolvenz (beschreibt Erfahrungen im Zusammenhang mit der Insolvenz einer mittelständischen Tochtergesellschaft der mcn-tele.com im Jahr 2001 aus der Sicht des Gesellschafters, beschreibt aber auch die Rolle und Perspektive der Geschäftsführung)

  • Geschäftsmodelle mit Servicerufnummernoder als virtueller Mobilfunk-Netzbetreiber (MVNO), Funklösungen als alternative Daten-Anbindung, und Triple-Play-Lösungen (beschreiben einzelne Geschäftsmodelle und Anwendungsfelder aus der Erfahrung des Produktspektrums der mcn-tele.com und von Konzeptstudien und Beratungsaufträgen für Netzbetreiber, Achtung: Inhalte dieser eBooks basieren auf dem technischen und regulatorischen Stand von 2006/2007)
 

Die Ratgeber können kostenlos heruntergeladen werden. STZ-Consulting Group führt regelmäßig Beratungsprojekte zu den dargestellten Themen durch. Die einzelnen Books haben einen Umfang von 1 bis 2 MB und können durch Anklicken der Bilder auf der eBook-Seite der Homepage von STZ-Consulting beim Verlag herunter geladen werden.

Jürgen Kaack 05.10.2014, 16.16 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Kostenloses eBook zu Wachstums-Strategien

Wachstum gilt als ein übergeordnetes Ziel für jedes Unternehmen. Wachstumskennzahlen sind wichtige Indikatoren zur Bewertung der Zukunftsperspektiven eines Unternehmens. Aber nicht in jedem Fall ist Wachstum die richtige Strategie und für die Umsetzung von Wachstumszielen gibt es unterschiedliche Wege mit unterschiedlichem Risikopotenzial. In einer Studie habe ich die verschiedenen Formen von Wachstum analysiert und typische Vorgehensweisen beschrieben.

Das eBook "Wachstum nur mit Ziel - und nicht um jeden Preis" auf der Seite unter dem Link vom MittelstandsWiki kostenlos heruntergeladen werden. Auf meiner Homepage sind kompakte Informationen auf der Seite "Wachstumsvorhaben" zu finden oder auch durch direkte Anfragen über das Kontaktformular.

Jürgen Kaack 08.08.2014, 09.49 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Vor 20 Jahren zum Marktführer aufgestiegen!

Vor ca. 20 Jahren hat eine recht junge - damals gerade zwei Jahre alte und noch nicht allgemein bekannte Telefongesellschaft die Marktführerschaft unter den Mobilfunk Service-Providern errungen. debitel hatte zwar damals mit Daimler, Metro und Nynex  starke Mütter, deren Beitrag zum vertrieblichen Erfolg allerdings erst in den Folgejahren und in Verbindung mit verlässlichen Mobiltelefon-Lieferungen in großen Mengen richtig zum Tragen kam.

In den ersten Jahren hatte debitel einzelne Fachhändler und kleinere Kooperationen als Vertriebspartner - gegen die etablierten Anbieter wie Bosch, Dekra, Siemens-Fachhändler-Organisationen. Nach einem zögerlichen Start konnten Zug um Zug alle Wettbewerber überholt werden, nur der Bosch eigene Service-Provider Bosch-Telecom-Service (BTS) stand lang mit großem Abstand an der Spitze!

Ohne große Marketing-Budgets für Werbung und Abschluss-Provisionen hat sich debitel primär über PR und Kommunikation eine zunehmend steigende Bekanntheit im Markt aufgebaut. Ergänzt durch passende Marketing-Aktionen wie eine "C in D Tauschaktion" (d.h. Tausch von alten analogen C-Netz in moderne digitale D-Netz-Geräte) und (scheinbar) innovative Mehrwertdienste (u.a. Hotelbuchung, Parkplatzreservierung, sekundengenaue Abrechnung, internationale Telefonkarten), konnte ein Markenkern aufgebaut werden und der Vertriebserfolg stimuliert werden, so dass vor ca. 20 Jahren auch die erfolgreiche BTS überholt werden konnte. Kurz danach hat Bosch das Geschäftsfeld verkauft und BTS wurde mit debitel fusioniert

Im Vergleich zu einigen der Wettberwerber hat debitel den Vorteil gehabt, nicht mit anderen Geschäftsfeldern zu konkurrieren, z.B. der Vermarktung eigener Mobiltelefone oder von Automobilelektronik. Trotzdem ist der Erfolg von debitel aus meiner subjektiven Sicht eine der seltenen Erfolgsgeschichte für konsequenten und zielgerichteten Unternehmensaufbau sowie für ein hochmotiviertes Team, das auch nach Fehlschlägen hartnäckig weitergemacht hat. Die Vorbereitung und Planung für das Unternehmen hat allerdings auch fast zwei Jahre gedauert und schon viele der späteren Schritte beschrieben (z.B. die Aufteilung der Tarife nach Nutzungsverhalten und mögliche Kooperationen für die Absicherung des Erfolgs). Ich bin stolz darauf, bei dieser Entwicklung dabei gewesen zu sein und meinen Teil als Leiter des Planungsteams und später als verantwortlicher Leiter von Marketing und Vertrieb beigetragen zu haben.


Jürgen Kaack 02.06.2013, 10.41 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Breitband-Ausbau ist kein Selbstzweck - mit Breitband-Anwendungen zu Wettbewerbsvorteilen

Die Diskussion um den Ausbau von Breitband-Infrastruktur und die Beseitigung von weißen Flecken lässt manchnmal vergessen, dass es nicht um die Erfüllung eines "Breitband-Fetisches" geht, bei dem die Bandbreite immer schneller immer höher werden soll. Der Bedarf nach Bandbreiten ergibt sich aus der stetig steigenden Zahl von Internetnutzern, einer steigenden Nutzungsintensität und dem Aufkommen innovativer und mulitmedialer Dienste.

Großunternehmen nutzen die Vorteile von Breitband-Anwendungen schon lange und setzen auf eigene Datenkommunikationsnetze, mit denen Standorte und Geschäftspartner untereinander verbunden sind. Oft basieren diese Verbindungen bereits auf Glasfaser-Strecken, um so Datenmengen GB oder TB Volumina schnell und sicher zu transportieren. Eigene Corporate Networks sind nur in Ausnahmefällen auch für mittelständische Unternehmen rentabel oder auch nur erschwinglich. Für diese Zielgruppe ist eine gute Breitbandanwendung somit eine notwendige Voraussetzung, um von neuen Applikationen Gebrauch machen zu können.

Zu den Anwendungen, die für mittelständische Unternehmen Nutzen im Sinne einer Steigerung der Effizienz in den eigenen Geschäftsabläufen durch höhere Transparenz und bessere Steuerungsmöglichkeiten ermöglichen, eine Ausweitung des bedienten Marktes, der Einsparung von Kosten, aber auch die Umsetzung neuer Geschäftsmodelle, gehören neben der mittlerweile allgemein akzeptierten Internet-Recherche und der Email-Nutzung:

  • Hosting von Webseiten
  • Nutzung von Web2.0 Diensten für die Kommunikation und Einbindung von Kunden
  • Sichere und regelmäßige Back-ups von Datenbeständen
  • Zentrale Sicherheitsfunktionen für Virenschutz etc.
  • Automatische Back-ups von Anwendungsprogrammen
  • Verlagerung des Netzwerkmanagements auf einen exterenen Dienstleister
  • Automatisierung von geeigneten Abläufen wie z.B. die Integration von papiergebundenen Dokumenten in den Workflow)
  • Auslagerung von Geschäftsprozessen an Dienstleister (Dokumenten-Management, Rechnungsstellung, Auftragserfassung,...)
  • Mobiliserung der Arbeitsplätze bei vollständiger Integration in die internen Prozesse, z.B. durch Heimarbeitsplatz-Lösungen und mobile Zugänge von fremden Computern
  • Verlagerung von Software-Anwendungen aus dem Desktop zu externen Rechenzentren
  • Einrichtung einer zentralen Arbeitsplatzadministration mit remote-Zugriff
  • Nutzung von modernen Kollaborationstechniken angefangen mit Telefonkonferenzen über Video- bis zu Webkonferenzen

Welche Anwendung für welches Unternehmen Vorteile schafft, muss der Unternehmer nach einer kritischen Analyse der bestehenden Geschäftsabläufe und der Möglichkeiten für Ausweitung und Wachstum entscheiden. Allerdings ist kein Unternehmen zu klein, um Nutzen aus Breitbandanwendungen zu ziehen. Die Voraussetzung hierfür ist natürlich die Verfügbarkeit einer leistungsfähigen Netzinfrastruktur.

Der Beitrag mit einer angefügten Präsentation zu Breitband-Anwendungen für Unternehmen findet sich auf Seite des IKT.NRW Clusters

Jürgen Kaack 11.11.2009, 10.43 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Megatrends fördern Breitbandentwicklung

Mit "telecomDE.com" ist ein neues Portal entstanden, das sich auf aktuelle Themen im Umfeld der Telekommunikation und hier natürlich auch der Breitband-Entwicklung konzentriert. Hier finden sich auf von mir geschriebene Artikel, z.B. der Beitrag zu Megatrends und der Breitbandentwicklung. Das Portal ist eine weitere Informationsquelle und Diskussionsplattform für das spannende Thema der weiteren Entwicklung des Telekommunikationsmarktes.
 

Jürgen Kaack 26.01.2009, 09.05 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Krise trotz Risikomanagement?

Aus der Berichterstattung in den letzten Monaten könnte man den Schluss ziehen, dass die Krise in der Finanzwelt und in der realen Wirtschaft völlig überraschend über uns hereingebrochen wäre. Was bringt ein Risikomanagement-Prozess im Unternehmen, wenn es nicht gelingt, Krisen solchen globalen Ausmaßes vorher zu sagen?

Die Fragestellung ist zwar berechtigt, trifft aber nicht den Kern der Problemstellung. Zunächst haben wir es mit zwei Krisen zu tun, nämlich in der Finanzwelt und in der realen Wirtschaft, die durch sich durch ihre zeitliche Koinzidenz gegenseitig verstärken. Betrachten wir die reale Wirtschaft, dann muss man das starke Wachstum in den letzten Jahren berücksichtigen. Dieses Wachstum hat in vielen Teilen der Welt zu einem starken Ausbau der Kapazitäten geführt. In der deutschen Vorzeige-Branche, dem Automobilbau, ist die weltweite Überkapazität schon länger vorhanden. Bereits im späten Frühjahr 2008 erfolgten bei vielen Zulieferbetrieben erste Korrekturen und Planungsanpassungen. Zu diesem Zeitpunkt war die Krise der Finanzwirtschaft für die produzierende Industrie wohl noch nicht vorhersehbar. Die Auswirkung der Finanzkrise hat den Einbruch gerade in der Automobil-Industrie durch den psychologischen Effekt erheblich verstärkt.

Es zeigt sich also, dass die Frühwarnindikatoren in der Automobil-Zulieferindustrie offensichtlich funktioniert haben. War die Reaktion angemessen und ausreichend? Aus heutiger Sicht hätte man vermutlich schneller und konsequenter reagieren müssen, aber auf der anderen Seite müssen bestehende Aufträge abgearbeitet werden und die Möglichkeiten für Gegenmaßnahmen sind begrenzt. Gerade in diesem Markt ist eine schnelle Verlagerung auf andere Märkte kaum möglich und die internationalen Märkte werden schon lange bedient. Ein Risikomanagement-Prozess liefert grundsätzlich nur Indikatoren für Veränderungen und neu aufkommende Risiken, die Schlussfolgerungen aus diesen Erkenntnissen muss immer die Unternehmensführung treffen.

Betrachtet man die Finanzwelt, so hat sich in den letzten Jahrzehnten eine zunehmende Abkopplung von der realen Wirtschaft entwickelt, die sich schon in der Tatsache dokumentiert, dass die Kapitalvolumina im Finanzmarkt um ein Vielfaches höher sind als in der Leistungserbringung. So ist ein eigener "virtueller" Markt entstanden, der eigenen Regeln gefolgt ist. Die Entfremdung zwischen realer und virtueller Wirtschaft zeigt sich bei solchen Produkten wie Zertifikaten, die keinen realen Gegenposten haben wie z.B. Anleihen und Aktien! Wer sich hierauf einlässt, kann sein Kapital eigentlich ebenso gut in einem Wettbüro einsetzen! Die Gier nach hohen Zinsen trübt offensichtlich den Blick.

Wie sieht es nun mit dem Risikomanagement im Bankenbereich aus? Hier herrscht ganz offensichtlich Nachholbedarf. Die Rating-Agenturen sollten die Aufgabe einer neutralen Bewertung der verschiedenen Finanzmarkt-Produkte vornehmen, um zumindest im Vergleich der verschiedenen Finanz-Produkte eine fundierte Einordnung vorzunehmen. Da die Rating-Agenturen aber selber mit der Finanzindustrie verwoben sind, haben die Aussagen in etwa den gleichen Wert wie eine gut gemachte Werbung. Werbeaussagen taugt als Grundlage für ein Risikomanagement nicht sonderlich viel. Die vielfältigen internationalen Verflechtungen haben es vermutlich selbst für Insider schwierig gemacht, die Abhängigkeiten zu erkennen.

Eines ist aber offensichtlich und das ist das gigantische Risiko aus der Kreditvergabe-Praxis der amerikanischen Hypothekenbanken. Aus meiner Sicht kann eine solche Praxis nur als fahrlässig und unverantwortlich zu bezeichnen! Der Verzicht auf jegliche Sicherheiten und die Wette auf steigende Immobilienwerte ist Glücksspiel mit dem Geld der Einleger!

Wie sieht es schließlich mit dem Risikomanagement der Regierungen aus? Man könnte meinen, dass es so etwas nicht gibt. Anders sind die späten und unkoordinierten Aktionen eigentlich nicht zu erklären. Es war ein schwerwiegender Fehler der alten US-Regierung die wichtige Investmentbank Lehman Brothers insolvent werden zu lassen. Diese Handlung hat die Geschwindigkeit der Bankenkrise kräftig beschleunigt und kostet die US-Regierung sicherlich ein Vielfaches von dem, was eine Rettung gekostet hätte. Von wirtschaftlichem Verständnis und Weitblick kann man dabei wohl kaum reden. Bei der isländischen Regierung hat es leichtsinnigerweise wohl auch kein Risikomanagement gegeben, sonst hätte es nicht beinahe zur ersten Staatspleite geführt.

Risikomanagement ist wichtig und bei den derzeitigen Entwicklungen wichtiger denn je. Es gilt allerdings zu berücksichtigen, dass Maßnahmen nur dann abgeleitet werden können, wenn die Risiken realistisch eingeschätzt werden und Risikomanagement nicht mit einer Marketing-Kampagne verwechselt wird. Außerdem erfordert es Entscheider, die die Ergebnisse einer Risikoanalyse richtig interpretieren und in Maßnahmen umsetzen - selbst wenn diese Maßnahmen unbequem und unpopulär sind!

 

Jürgen Kaack 24.01.2009, 14.09 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Innovation braucht Investiition

Innovationen sind erfolgreich eingeführte und vom Markt angenommene (technische) Neuerungen. Am Anfang steht die Idee und dann folgen in der Regel Analysen zu Zielgruppen, Bedürfnissen, Nutzen und Machbarkeit. Dabei stellt sich nicht selten heraus, dass nicht jede Neuerung die für einen Erfolg notwendige Akzeptanz finden - also nicht zur Innovation werden. Die begleitenden Arbeiten von der Idee bis zur Umsetzung - das Innovationsmanagement und die Entwicklung - sind Finanzmittel erforderlich,

Diese Regel gilt auch für große Innovationsprojekte wie das T-City Projekt in Friedrichshafen. An diesem Montag wurde im Gemeinderat über die Ziele für das Projekt berichtet. Wie bei einem komplexen Projekt nicht anders zu erwarten, gibt es unterschiedliche Ebenen der Ziele: übergeordnete Ziele aus dem Zusammenarbeitsvertrag, Ziele aus dem Leitbild und Ziele für die definierten Projektfelder. Die möglichen Kosten für die Stadt zur Umsetzung der Projekte wurden anhand der erkennbaren Planungen abgeschätzt auf einen Betrag von € 8 - 12 Mio. Ergänzende Informationen finden sich in diesem Artikel.

 

Jürgen Kaack 21.01.2009, 08.58 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Flügel für junge Unternehmen

"Business Angels helfen Gründern nicht nur mit Eigenkapital, sondern auch mit ihrem Branchenwissen und guten Kontakten. Die Ratschläge der erfahrenen Unternehmer sind für Junior-Chefs oft unbezahlbar ..."

Bei Handelsblatt-Online findet sich ein Artikel, der sich mit der Rolle von Business Angel bei Gründung und Aufbau eines Unternehmens berichtet wird. Ein Business Angel kann deutlich mehr sein als nur ein weiterer Investor. Typischerweise ist die Zusammenarbeit zwischen Management und Business Angel über mehrere Jahre recht eng und wesentliche Beiträge des Business Angel sind die eigenen operativen Erfahrungen.

In dem Beitrag habe ich eigene Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit Business Angel eingebracht und werde mit eigenen Aussagen zitiert:

"Den richtigen Engel zu finden, sei oft eine große Herausforderung, sagt der ehemalige Gründer Kaack, der heute als Berater arbeitet. Er selbst habe seinen damaligen Helfer durch die Empfehlung eines Kollegen kennen gelernt: "Dieser Weg ist optimal." Kaacks alternativer Tipp für die Engels-Suche: In vielen Städten finden regelmäßig Business-Angel-Stammtische statt, bei denen Jungunternehmer ihre Idee vorstellen können. Und auch die Vermittlung der passenden Investoren durch ein Angel-Netzwerk oder ein spezialisiertes Beratungshaus kann erfolgversprechend sein.

 

Achten sollten Gründer laut Kaack vor allem auf die Fähigkeiten des Engels: "Sie sollten möglichst komplementär zu den eigenen Begabungen sein." Außerdem müsse die Chemie zwischen Unternehmer und Business Angel stimmen, denn man arbeite über einen langen Zeitraum eng zusammen."

Jürgen Kaack 09.01.2009, 10.14 | (0/0) Kommentare | TB | PL

PC-Einsatz und Internet in den Schulen

Deutschland hat bei den letzten Pisa-Vergleichsstudien schlechter abgeschnitten als viele andere europäische Länder. Ein Grund hierfür könnte die im internationalen Vergleich schlechte Versorgung der Schulen mit PCs sein. Während in den USA, aber auch in Dänemark und selbst in Korea durchschnittlich 27 oder mehr PCs auf 100 Schüler kommen (nach BMWi und (N)Onliner-Atlas 2008), sind dies in Deutschland gerade mal 9 PCs auf 100 Schüler! Nur Italien und Polen haben weniger PCs an Schulen. Auch unsere Nachbarländer Frankreich (13), Österreich (16), Schweiz (17) und Niederlande (21) sind besser ausgestattet.

 

Bei einer so niedrigen Ausstattung ist es nicht verwunderlich, dass der PC bislang kaum im Unterricht genutzt wird. Solange PCs nur in PC-Labors zu finden sind wie früher die Sprachlabore, ist nicht zu erwarten, dass der PC seine Stärken ausspielen kann und Schüler bei ihrer individuellen Entwicklung hilft.

 

Sinnvoll eingesetzt kann der Unterricht mithilfe moderner Methoden und Hilfsmittel (und mehr können der PC und das Internet nicht sein), kann der Unterricht über das starre 45 Minuten Korsett herausgelöst werden, so dass jeder Schüler entsprechend seinem eigenen Lernrhythmus arbeiten kann. Auch die Arbeit in Lerngruppen kann realisiert werden und die Teamarbeit fördern. Allerdings sind viele Schulen in Deutschland nicht nur unzureichend mit PCs ausgestattet, auch die Internetanbindung ist in den meisten Schulen noch schmalbandig. Mit einem langsamen Internet-Anschluss kann kaum von mehreren Schülern gleichzeitig Online gearbeitet werden. In den Niederlanden ist nicht nur die PC-Durchdringung höher als in Deutschland, auch im Breitband-Bereich ist man weiter. Einige Schulen werden in unserem Nachbarland bereits mit Gbit/s Anschlüssen ausgestattet.

 

In der Arbeitswelt ist ein Büroarbeitsplatz ohne PC heute kaum noch vorstellbar und selbst mobile Arbeitsplätze werden immer mehr von PC-Arbeitsplätzen durchdrungen. Daher ist es sinnvoll, schon früh den Umgang mit dem Instrument PC zu üben. Wenn dagegen viele Jugendliche gerade mal Chat und Gaming als PC-Funktionen beherrschen, dann kann dies nachdenklich stimmen.

 

In Kooperation mit den nationalen Schulbuchverlagen entstehen Bildungsplattformen, die nicht nur dem Lehrer die Vorbereitung der Unterrichtsstunde erleichtern sondern auch von Schülern bei der Erarbeitung von Aufgaben und beim Lernen genutzt werden können. Der intensivere Einsatz von PCs und Internet kann einerseits den individuellen Lernfortschritt fördern, sondern Erfahrungen im Umgang mit den neuen Medien vermitteln und so auf den beruflichen Alltag vorbereiten.

 

Verglichen mit der unzureichenden Ausstattung der Schulen liegen die Ausgaben für Informationstechnologie in Deutschland mit 5,9 % am Bruttoinlandsprodukt kaum unter dem EU25 Durchschnitt von 6,0 % und selbst Spitzenreiter Großbritannien ist mit 7,1 % nicht unerreichbar weit entfernt. Noch dichter auf liegt Deutschland mit 66,2 PCs je 100 Einwohnern, Großbritannien hat mit 68,2 gerade mal 2 PCs mehr je 100 Einwohner. Nur USA liegt mit 80,2 deutlich an der Spitze, Frankreich (57,1) und selbst Japan (61,0) liegen noch hinter Deutschland, China (5,6) und Indien (1,9) liegen noch weit abgeschlagen. Betrachtet man dabei das technologische Potenzial gerade dieser beiden Länder wird deutlich, wie sich die Verhältnisse in Zukunft noch verschieben können.

 

Es liegt also ganz sicher nicht an der fehlenden Ausgabenbereitschaft oder fehlenden Marktdurchdringung, wenn PC und Internet noch keinen allgemeinen Einzug in das deutsche Bildungswesen gefunden haben.

 

Jürgen Kaack 15.12.2008, 09.01 | (0/0) Kommentare | TB | PL

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