Blogeinträge (Tag-sortiert)

Tag: Sylt

Familienzweig Kaack seit Ende des 16. Jahrhunderts

Bis vor einigen Jahren und vor Beginn der genealogischen Forschung bin ich fest davon ausgegangen, dass meine Familie nur wenige Verwandten umfasst. Für die letzten Generationen ist dies auch immer noch in allen Familien-Zweigen richtig. Geht man allerdings ein bisschen zurück, so ergibt sich ein anderes Bild, wie die Grafik beispielhaft erkennen lässt. Ich habe hier die Nachkommen des ersten belegten Vorfahren aus der Kaack-Linie herausgezogen, der um 1585 in der Nähe von Bordesholm geboren wurde und dort als Hufner lebte. Sein zweiter Sohn wurde nicht Hoferbe und siedelte um nach Langwedel. 

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Jürgen Kaack 06.07.2017, 14.49 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Wie vermeidet man 1794 eine uneheliche Geburt?

Die Situation dürfte ziemlich prekär gewesen sein: meine Ur-Ur-Ur-Urgroßmutter Anna Maria Peutz ist 1794 mit dem 18 Jahre älteren Johann Friedrich Janssen (geboren 1761 in Eckernförde) liiert, der wie sein Vater als Fuhrmann in Eckernförde tätig ist. Mit 14 Jahren wird sie schwanger und ist noch nicht im heiratsfähigen Alter.  Das Kind sollte aber wohl nicht unehelich zur Welt kommen. Die Entbindung erfolgt dann am 23.04.1794 auf einer Reise von Eckernförde nach Glückstadt in Hohenwestedt und Anna Maria gibt sich bei der Taufe am Tag nach der Geburt als mit dem Johann Friedrich verheiratet aus. Vielleicht hat sie die Reise angetreten, damit ihr Sohn in Eckernförde nicht als unehelich registriert wird? Auf jeden Fall ist der Sohn Johann als eheliches kind eingetragen. Johann Friedrich Janssen heiratet ein Jahr später mit 34 Jahren am 22.07.1795 die 16-jährige Anna Maria Peutz (geboren 1779). Die Braut ist bei der Hochzeit gerade 16. Neben Johann hatte die Familie zwei Töchter, Dorothea Margaretha Maria (12.11.1795 bis 07.10.1796), die schon als Kleinkind stirbt und Maria Margaretha Johanna, die am 24.08.1797 geboren wurde.

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Jürgen Kaack 05.07.2017, 15.46 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Bewaffneter Raubüberfall im frühen 19. Jahrhundert

Die 1. Schulchronik von Vaale (geschrieben von Lehrer Boysen um 1907) beschreibt einen bewaffneten Überfall auf das Ehepaar Schröder, das in einer Reihe von Diebstählen stattfand. Die einsame Lage des Schulhauses und das bekannte Vermögenslage waren wohl ein starker Anreiz. Anfang der 1830 waren die Töchter nicht mehr im Haus und zwei Männer drangen nachts durch die Schulstube in die Schlafkammer ein. Die Räuber hatten geschwärzte Gesichter und bedrohten das Ehepaar mit einer Pistole. Um zu verhindern, dass der Lehrer aus dem Alkoven aufsteht, nagelten sie ein Brett quer vor die Schiebetüren des Alkovens. Danach brachen sie in Ruhe Truhen und Schränke auf. Sie erbeuteten Leinen, Kleidungsstücke, Bettzeug, Silberzeug und etwas Geld. Auch die silberbeschlagene Meerschaumpfeife des Lehrers forderten sie von ihm, bevor sie verschwanden. Der scharfe Wachhund der Familie hat während des Überfalls keinen Laut von sich gegeben, vielleicht kannte er die Räuber. Catharina und Hinrich konnten sich erst später aus der misslichen Lage im Alkoven befreien. Trotz einer Anzeige und längeren Nachforschungen konnten die Täter nicht ermittelt werden.

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Jürgen Kaack 04.07.2017, 16.24 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Häufigkeit von Vornamen unter den Vorfahren der Familie Kaack

Die Ahnenforschung bringt manchmal unerwartete (und eigentlich völlig belanglose) Erkenntnisse. Als meine Eltern mir den Vornamen Jürgen gaben, wussten sie nicht, dass der Name zahlreich unter den früheren Familienangehörigen vertreten war. Sogar so zahlreich, dass in meiner Datenbank von ca. 4.500 Personen der Vorname "Jürgen" am zweithäufigsten nach dem Spitzenreiter "Peter" auftaucht. Danach folgen entsprechen der Häufigkeit "Johann", "Jens", "Claus" und "Hinrich". Bei den weiblichen Personen steht Catharina vor "Anna", "Maria" und "Margaretha" (gemessen an der Zahl der Einträge).

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Jürgen Kaack 02.07.2017, 17.21 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Siedlungsräume der Familie Kaack seit 1500

Als Ergebnis der Familienforschung hat sich ein guter Überblick über die Wohnorte und Siedlungsgebiete meiner Vorfahren ergeben. Bei der Bewertung der Erkenntnisse ist allerdings zu beachten, dass nur dokumentierte Ereignisse wie Geburt, Taufe, Hochzeit, Beerdigung, Verträge, Besteuerung oder ähnliches eine historische Einordnung ermöglichen. Von besonderer Bedeutung sind die Kirchenbücher, die allerdings regional unterschiedlich erst im 16. oder 17. Jahrhundert begonnen wurde. Erschwerend kommt dann noch hinzu, dass Feuer und kriegerische Auseinandersetzungen mancherorts zum Verlust von ganzen Jahrgangsbüchern geführt hat. Somit bedeutet eine Nicht-Erwähnung nicht zwangsläufig, dass an diesen Orten keine Vorfahren gelebt haben. Mit dieser Unsicherheit muss die Familienforschung leben.


Die erste Karte zeigt die Verteilung der Wohnorte von Vorfahren im 16. Jahrhundert, die zweite Karte gibt die Siedlungsorte für das 18. Jahrhundert an, in dem die Kirchenbuchschreibung allgemein eingeführt war. Die erfassten ca. 4.500 Personen gehörten schwerpunktmäßig den Volksgruppen der Holsaten (nördlich der Elbe bis zur Mitte des heutigen Schleswig-Holsteins), den Friesen, die u.a. auf den Inseln Sylt und Föhr sowie den Halligen Langeneß und Gröde lebten und den Jüten aus dem Bereich von Jütland in Dänemark. Von außerhalb dieser Gebiete heiratete ein Ur-Ur-Urgroßvater aus Göteborg in eine Sylter Kapitänsfamilie ein, ein Zweig kam aus Braunschweig und Umgebung. Der am weitesten südlich geborene Vorfahre kam als Ur-Ur-Ur-Urgroßelternaus Nimptsch in Schlesien und war als Kürassier in Hadersleben.

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02.07.2017, 12.22 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Familien-Chronik: Heimat Sylt


Nach der eBook-Version meiner Chronik zur Familiengeschichte im Umfeld der regionalen und historischen Entwicklung ist jetzt auch in gedruckter Form verfügbar. Im DIN A4-Format sind Fotos und Grafiken besser im Detail zu betrachten. Auf 320 Seiten und mit Hardcover-Einband wird die Geschichte von 1500 bis in die 1960er Jahre dargestellt. 

In dem Text werden u.a. die Familien-Linien der Carsensen, Janssen, Lorenzen und Wachsmuth analysiert, die auf Sylt ihre Spuren hinterlassen haben und Verbindungen mit eingesessenen Sylter-Familien eingegangen sind. Die Forschungen decken Einzelschicksale auf und versuchen Ursachen zu ermitteln für regionale und berufliche Veränderungen im Laufe der Zeit.

Die Buchversion ist aufgrund der Produktionskosten teurer als das eBook. Das Buch kann u.a. über Amazon erworben werden. Der Link zu der Seite kann durch Anklicken des obigen Bildes erreicht werden.

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Jürgen Kaack 06.01.2017, 23.11 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Chronik der Familie Kaack: Wege nach Sylt



Die Analyse der Geschichte der Familie Kaack erlaubt einen Rückblick auf eine nahezu 500-jährige Geschichte. Im Hinblick auf die Herkunft finden sich zu drei Vierteln nordelbische Holsaten, Jüten und Nordfriesen und zu einem Viertel Vorfahren aus dem Gebiet Braunschweig in Niedersachsen. Ein Vorfahre stammt aus Göteborg und zwei weitere aus Nimptsch (Schlesien). Die Vorfahren aus der Gegend nördlich der Elbe gliedern sich in drei Viertel:

  • Jüten aus Süddänemark (Højer, Hadersleben, Mögeltondern, Süderlügum, Humptrup);
  • Inselfriesen (Uthlands-Friesen) von Sylt, Föhr und den Halligen Gröde, Habel und Langeneß;
  • Holsaten aus den Bereichen Bordesholm, Vaale, Neuenkoogsdeich und Westerbüttel (Brunsbüttel), Steinburg zwischen Glückstadt und Elmshorn sowie Nübbel bei Rendsburg.

Die Ur-Sylter Familien, die eine Verbindung mit den Zugezogenen eingegangen sind, lebten überwiegend in dem kleinen regionalen Gebiet um Westerland, Tinnum und Keitum. Betrachtet werden die Ursprünge und Veränderungen in den Familienzweigen Carstensen, Wachsmuth, Janssen, Lorenzen, Johannsen, Dose, Kröger, Thormählen, Müller, Niedhardt, Buchwald, Søeberg, Schröder und Kaack. Aus diesen Zweigen gab es insbesondere seit Anfang des 19. Jahrhunderts Zuzüge auf die Insel Sylt, die Geburtsort und Heimat für nachfolgende Generationen wurde. Durch Einheirat kam es zu Verbindungen mit den Ur-Sylter Familien Bleicken, Erken, Boysen. Seit den 1990er Jahre lebt keiner der engeren Verwandten der Familie Kaack mehr auf Sylt. Wie bei viele anderen Familien sind Verwandte in der Vergangenheit zugezogen und später entweder in anderen eigener Familien aufgegangen oder wieder weggezogen.
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Jürgen Kaack 29.12.2016, 14.08 | (0/0) Kommentare | TB | PL