STZ - Consulting Group

Blogeinträge (Tag-sortiert)

Tag: LTE

In Kaarst erst Grundversorgung, dann Konzept für NGA

Die Stadt Kaarst ist ebenso wie andere Städte und Gemeinden teilweise nur unzureichend mit Breitband-Internet versorgt. Die betroffenen Stadtteile verlieren als Wohn- und Gewerbestandorte an Attraktivität. Ohne zukunftssichere Internetzugänge sinken sowohl Immobilienwerte als auch erzielbare Mieten, wenn Wohnungen überhaupt vermietet werden können.

Von Bürgerinnen und Bürgern als auch von Unternehmern und Gewerbetreibenden aus den Ortsteilen Vorst und Holzbüttgen mit dem Gewerbegebiet Kaarster Kreuz wird schon seit Jahren die Forderung erhoben, schnellere Internetgeschwindigkeiten nutzen zu können.
Mit VDSL steht unmittelbar nach dem Ausbau entfernungsabhängig eine Bandbreite für den Downstream von bis zu 50 MBit/s für über 40% der Anschlüsse zur Verfügung. Mit dem VDSL-only Angebot wird die Verfügbarkeit der Bandbreite in den Ausbaugebieten von Holzbüttgen weiter verbessert, so dass nur 3 % der Anschlüsse weniger als 16 MBit/s nutzen können. Der Ausbau erfolgt gegen Gewährung einer Zuwendung aus Haushaltsmitteln, Fördermittel kann Kaarst nicht nutzen. Die Inbetriebnahme des Netzes erfolgte im Juli 2013.

Noch vor Fertigstellung hat die Stadt Kaarst STZ-Consulting mit der Erstellung einer Konzeption für einen nachhaltigen Breitbandausbau mit Empfehlungen für das weitere Vorgehen beauftragt.
Infomationen zu den Randbedingungen und der Umsetzung finden sich in diesem Bericht.

 

Jürgen Kaack 06.10.2013, 10.24 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Mit Technologiemix bis 10 Gbit/s in Nettetal

Die Stadt Nettetal hatte vor der Umsetzung des Breitband-Vorhabens eine eher schwache Versorgung mit maximal 16 Mbit/s.  Nach einer Analyse der Ausgangslage wurde ein zeitliches Stufenkonzept für die Umsetzung erstellt. Ein flächendeckender Ausbau mit Glasfaser-Anschlüssen in einem Schritt erfordert zu hohen Mitteleinsatz. Daher wurde mit Unitymedia ein rückkanalfähiger Ausbau des Kabelnetzes der Primacom vereinbart und durch den Bau fehlender Glasfasertrassen für den Anlauf vereinbart. so werden nahezu 90 % der Haushalte mit 150 Mbit/s erreicht.

In den acht Gewerbegebieten von Nettetal liegt kein Kabelnetz. Daher bauen die Stadtwerke Zug-um-Zug alle Gewerbegebiete mit FttB aus. Mit dem niederländischen Unternehmen Systemec B.V. wurde ein Joint-Venture gegründet, das den Betrieb des aktiven Netzes übernimmt und eine offene Plattform für Diensteanbieter betreibt. Damit sind symmetrische Dienste von 2 Mbit/s bis 10 Gbit/s verfügbar. Der Ausbau der ersten Gewerbegebiete und des Kabelnetzes wird bis ende 2013 abgeschlossen sein.

Ergänzend wird die Deutsche Telekom Teile des Stadtgebietes mit Vectoring versorgen. So wird Nettetal von bislang durchschnittlich 6 Mbit/s in Kürze auf eine Verfügbarkeit von mindestens 100 Mbit/s angehoben und gewinnt Zeit, um passive Glasfaser-Anschlussnetzen in den nächsten zehn Jahren begleitend zu anderen Baumaßnahmen zu errichten. Ein ausführlicher Bericht zu Ausgangslage, Zielen und zum Vorgehen findet sich bei Mittelstands.Wiki.

Jürgen Kaack 05.10.2013, 10.17 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Kabel Deutschland Übernahme durch Vodafone vor dem Erfolg

Im Telekommunikationsmarkt ist die Zeit der Konsolidierung offensichtlich noch nicht vorüber. Bei der jetzt wohl ziemlich sicheren Übernahme von Kabel Deutschland durch Vodafone bleibt abzuwarten, wie die strategischen Ziele neben dem Erzielen größerer Marktmacht und Marktpräsenz verfolgt werden.

Immerhin hat Vodafone seit der Übernahme und Integration von Arcor den damals zweitgrößten Festnetzanbieter assimiliert und dabei so weit "verdaut", dass die frühere Marktpräsenz im Festnetz nur noch im Geschäftskundensegment wahrzunehmen ist. Mit der ursprünglichen Arcor-Organisation hätte man aus meiner Sicht schon früher eine bedeutende Stellung im Festnetz ausbauen können, z.B. auch mit IP-TV. Was jetzt mit KDG besser oder anders wird, zeigt sich vermutlich in den nächsten Jahren.

Die regionale Präsenz von KDG in Deutschland ist für das Geschäft eines Kabelnetzbetreibers durchaus passend, Vodafone hat dagegen bislang nur an überregional vermarktbaren Konzepten Interesse gezeigt. Für einen Mobilfunkanbieter ist das ohne Zweifel eine strategisch sinnvolle und wirtschaftlich notwendige Positionierung.

Die weitere Entwicklung in diesem Umfeld bleibt spannend und es war sicher nicht die letzte große Übernahme im TK-Markt. Ein Bericht zur KDG-Übernahme durch Vodafone findet sich z.B. hier.

Jürgen Kaack 15.09.2013, 12.28 | (0/0) Kommentare | TB | PL

LTE-Versorgung gefährdet Breitband-Förderung

Jetzt ist es wohl doch so weit: eine Versorgung mit dem Mobilfunkdienst LTE gefährdet die Förderfähigkeit eines Breitbandausbaus in unterversorgten Gebieten! Immerhin bietet LTE Bandbreiten mit garantierten mindestens 2 MBit/s und somit mehr als das von dem Förderleitfaden geforderte Minimum.

Allerdings handelt es sich nach wie vor um einen Mobilfunkdienst und ein "shared medium". Entsprechend der Funkausbreitung ist die exakte Angabe eines Versorgungsgrades nicht einfach. Bislang haben sich die LTE-Betreiber auch nach meinem Wissen nicht an Ausschreibungen beteiligt.

Um trotzdem noch an Fördermittel zu kommen, muss eine Kommune nachweisen, dass und wo genau innerhalb der LTE-Zelle noch eine Unterversorgung vorhanden ist. Diesen Nachweis muss die Kommune allerdings vor Einschaltung eines Beraters führen, da die Planungsarbeiten erst dann gefördert werden, wenn die Unterverorgung nachgewiesen ist. Aber wie führt man den Nachweis der Unterversorgung bei einer Funkversorgung: z.B. durch Anmietung eines Funkmesswagens oder durch Auswertung von Dämpfungskarten der Netzbetreiber ...

Es könnte der Verdacht aufkommen, dass diese neuen Restriktionen die Anzahl der Förderprojekte vor dem Hintergrund fehlender Mittel zur Bedienung aller Förderwünsche reduzieren soll. Somit wird es nicht nur technisch schwieriger, die verbleibenden weißen Flecken in dünn besiedelten Gebieten zu beseitigen, sondern auch aufgrund der zunehmend höheren bürokratischen Anforderungen. Vielleicht gehen Sparanstrengungen doch vor Infrastrukturausbau? Es steht zu befürchten, dass nach Auslaufen des Förderprogramms zur Sicherung der Grundversorgung 2013 noch signifikante unterversorgte Gebiete weiterhin unterversorgt bleiben ...

Jürgen Kaack 20.04.2012, 23.35 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Internet und Breitband in Deutschland

Die Internetnutzung hat in Deutschland weiter zugenommen, mittlerweile nutzen nach dem (N)Onliner-Atlas 2010 72,0% der Bevölkerung das Internet gegenüber 69,1% im Vorjahr. Am stärksten aufgeholt hat die Gruppe der über 50-Jährigen, die 2009 noch mit 44,9% weit unterdurchschnittlich vertreten waren und in 2010 um fast 5% auf 49,6% aufgeholt haben. Bei der Gruppe der 14 - 29 Jährigen lag der Zuwachs nur bei 1,3%, allerdings bei einer Nutzungsrate von 95,8%! Die Schere in der Nutzung zwischen männlichen und weiblichen Internetnutzern hat sich 2010 erstaunlicherweise um 1,0% gegenüber dem Vorjahr auf 14,7% erhöht. Auch in 2010 haben wieder 3,8% die Absicht gehabt, neu in die Internetnutzung ein zu steigen. Die Spreizung zwischen den Bundesländern ist allerdings noch erheblich, an der Spitze liegt Bremen mit 80% (und einem Zuwachs um stattliche 6% gegenüber dem Vorjahr). Das Schlusslicht ist Mecklenburg-Vorpommern mit nur 62,7% und einem mageren Zuwachs um gerade mal 0,8%! Dass ein stärkerer Anstieg auch in den Flächenländern zu erreichen ist, beweist Rheinland-Pfalz mit dem stärksten Wachstum (6,4%) aller Bundesländer und einer leicht über dem Durchschnitt liegenden Nutzung von 72,9%. Die Spreizung in der Nutzung zwischen Ballungsgebieten und Flächenregionen ist also kein Naturgesetz!

Für den Breitbandausbau in Deutschland hat sich im Jahr 2010 einiges entwickelt. Die Breitbandnutzung ist um 3,4% auf jetzt 49,6% angestiegen, so dass mittlerweile mehr als die Hälfte der Bevölkerung Breitband mit mehr als 1 MBit/s nutzen. Im Hinblick auf die technischen Voraussetzungen könnte dieser Wert schon heute deutlich höher liegen! In den Ballungsgebieten schreitet die Schaffung von Glasfaser-Anschlüssen bis zum Haus voran. In erster Linie handelt es sich um Fiber-to-the-Building (FttB), da es bislang noch kein allgemeines Geschäftsmodell für Fiber-to-the-Home (FttH) gibt. Im nächsten Jahr wird es aber größere Pilotprojekte mit FttH geben. Die Gesamtzahl der Glasfaseranschlüsse ist heute noch fast verschwindend klein und auch im internationalen Vergleich unbedeutend, aber immerhin gibt es bei den verschiedenen Netz- und Infrastrukturbetreibern konkrete Planungen für die Schaffung von über 2 Millionen Glasfaseranschlüsse bis 2013!

Auch im ländlichen Raum hat es 2010 erhebliche Fortschritte beim Schließen „weißer“ Flecken ohne oder nur mit unzureichender Breitbandversorgung. Viele Kommunen haben die Bedeutung einer guten Breitband-Versorgung zur Standortsicherung erkannt und Maßnahmen ergriffen, um trotz einer für die Netzbetreiber unwirtschaftlichen Ausgangslage zu Lösungen zu kommen. Dabei kann man sicher davon ausgehen, dass alle heute noch schlecht versorgten Gebiete unter rein wirtschaftlichen Aspekten und getrieben von den Kräften des Marktes auch in den nächsten Jahren nicht ausgebaut werden.

Die Versteigerung neuer Mobilfunkfrequenzen und die nachfolgende Diskussion um Funknetze nach dem neuen LTE-Standard als Substitut für stationäre Lösungen in 2010 waren nicht unbedingt zielführend für eine nachhaltig bessere Versorgung. Zwar hat LTE aufgrund seiner Frequenz-Ökonomie mit Sicherheit eine hohe Bedeutung für die mobile Datenkommunikation und LTE kann die heutigen UMTS-Netze in Zukunft komplett ablösen, sobald auch Sprache über LTE-Netze übertragen werden kann. Für die Sicherstellung der Grundversorgung mit Breitband kann LTE mit garantierten Bandbreiten von 3 MBit/s ebenfalls dienen, die angekündigten höheren Bandbreiten von 50 MBit/s und mehr wird man aber wohl nur in Ballungsgebieten und bei kleinen Zellradien antreffen. So ist LTE eine Bereicherung im Technologiemix für den Breitbandausbau und kann insbesondere in dünn besiedelten Regionen eine schnelle Verbesserung schaffen, ansonsten wird es als Substitut für eine stationäre Breitbandanbindung aber nur eine Nischenlösung oder eine Brückentechnologie bleiben.

 

Jürgen Kaack 19.12.2010, 11.03 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL

Nachlese zur euregia Veranstaltung

Die ganztägige Veranstaltung zum Breitband-Ausbau im Rahmen der euregia-Messe zur Standort- und Regionalentwicklung in Europa hat einen guten Überblick über die allgemeine Entwicklung gegeben. Einigkeit bestand bei den Referenten, dass die Ziel-Perspektive für Deutschland in einem flächendeckenden Glasfaser-Ausbau zu jedem Gebäude liegt. Zumindest zu fast jedem, denn abgelegene Häuser, Einzelgehöfte und Gebiete mit sehr geringer Besiedlungsdichte werden vermutlich in absehbarer Zeit ohne Glasfaser-Anschluss (Fiber-to-the-Building) auskommen müssen.

Funklösungen werden langfristig komplementäre Angebote für den mobilen oder portabelen Einsatz bleiben. Kurzfristig können Funklösungen auch leitungsgebundene Anschlüsse substituieren, dies ist aber eher als Zwischen- oder Brückenlösung zu sehen. Dies gilt auch für den in letzter Zeit viel diskutierten LTE-Standard, der in Ballungsgebieten und mit Zellradien von 500 Metern sicher auf Bandbreiten bis 100 MBit/s kommen kann. In der Fläche und mit Zellradien von 10 bis 20 Kilometern können aber kaum mehr als 2 MBit/s im Download garantiert werden. Die Preise werden wohl eher bei den Preisen der Mobilfunkdienste liegen und Volumenbegrenzung bringen als bei den Konditionen der heutigen DSL-Angebote.

So ist die entscheidende Frage, wie lange es dauert, wie ein Ausbau finanziert werden kann und welche Verlegetechnik geeignet ist. Im Rahmen der Veranstaltung wurden verschiedene bewährte technologische Lösungen vorgestellt, um die Verlegung zu erleichtern. Zum einen die Verlegung von Glasfasern in Abwasserkanälen und zum anderen die Möglichkeit zur Verlegung von Microducts in bestehenden oder neu verlegten Leerrohren.

Für die Finanzierung wird heute überwiegend auf Fördermittel zurückgegriffen. Deutlich wurden bei den Vortträgen die Unterschiede zwischen den einzelnen Bundesländern. So haben einige Bundesländer das maximale Fördervolumen von 200.000 auf 500.000 Euro angehoben, entsprechend der Neufestlegung der EU. Die Förderquote liegt zwischen 60% und 90%. Unterversorgung ist manchmal gegeben, wenn mehr als 5% der Haushalte höhere Bandbreiten fordern und mal erst bei mehr als 60% Unterversorgung. Diese wird mal bei Werten unter 1 MBit/s festgelegt und in anderen Bundesländern bei weniger als 2 MBit/s. In einigen Ländern sind die Mittel wohl auch anscheinend bereits weitgehend aufgebraucht, so dass das GAK-Programm Ende 2011 ausläuft, andere Bundesländern wollen die Förderung bis Ende 2013 gewähren. Ob diese Unterschiede den unterschiedlichen Rahmenbedingungen in den Bundesländern geschuldet sind, oder ob sie eher willkürlich sind, sei dahin gestellt.

Auf jeden Fall wird die Förderung auf keinen Fall ausreichen, um einen flächendeckenden Ausbau zu ermöglichen. So bleibt es dabei, dass Eigeninitiative der Kommunen und Kreise gefordert ist, um Lösungen zu schaffen. Es bestand im Kreis der Referenten weitgehende Einigkeit, dass insbesondere für den Glasfaser-Ausbau eine langfristige Planung und die Erstellung eines Masterplans erforderlich ist, damit die Infrastruktur auch in einem wirtschaftlich vertretbaren Rahmen errichtet werden kann. Hierfür sollte ein Zeitraum von ca. 15 Jahren angesetzt werden, der allerdings nur dann eingehalten werden kann, wenn man heute beginnt!

Jürgen Kaack 31.10.2010, 10.29 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Breitbandtag auf der euregia-Messe

Die euregia als Messe für Standort- und Regionalentwicklung findet vom 25. bis 27. Oktober auf dem Messegelände in Leipzig statt und beschäftigt sich mit den aktuellen Themen der Standortentwicklung statt. In diesem Jahr wird im Rahmen des Kongress-Programms am 27.10. unter anderem die Breitbandversorgung mit einer ganztägigen Vortragsreihe behandelt. Das Kongressprogramm findet sich unter diesem Link.

Das Programm des "Fachforums Breitbandinitiative - die Umsetzung zukunftsfähig lösen" kann hier heruntergeladen werden. Im Fachforum werde ich einen Vortrag halten mit dem Titel: "Breitbandausbau in Stufen - mittelfristig Glasfaser in jeden Haushalt?" Ich freue mich auf viele Zuhörer und eine rege Diskussion mit den anderen Referenten und den  Teilnehmern. Vielleicht kann das Fachforum zur Aufklärung über die Möglichkeiten, Perspektiven und Voraussetzungen des Breitband-Ausbaus helfen!

 

Jürgen Kaack 19.10.2010, 14.00 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Zukunftsszenario für den Breitband-Markt

Wenn die Blüte-Zeit der vertikal integrierten Universalanbieter wohl überschritten ist, sind recht unterschiedliche Szenarien für die zukünftige Entwicklung vorstellbar. Die jeweilige Ausgestaltung hängt wesentlich von den beteiligten Partnern und ihren spezifischen Kompetenzen und Strategien ab. Ein Szenario erscheint dabei für den Betrieb von FttB- (oder FttH-) Netzen realistisch:

  • Ein im Landkreis agierendes Infrastruktur-Konsortium bestehend aus Stadtwerken der Kommunen, einem Energieversorger und einem Tiefbauunternehmen bauen das Leerrohrnetz konsequent von den Netzwerk-Knoten bis an den Hausanschluss aus. Die Planungen und Vorarbeiten werden fast zehn Jahre dauern und in dieser Zeit investieren alle Partner in das Zugangsnetz ohne größere Rückflüsse durch Umsatzerlöse.

Mit dem Leerrohrnetz können mehrere Fasern oder Kabel parallel bis in jedes Gebäude gebracht werden. Wenn Standard-Leerrohre verlegt werden, bestehen Reserven für weitere interessierte Nutzer. Die Investitionen sind selbst bei Nutzung aller Synergien mit einigen Hundert Euro pro Hausanschluss nicht gering, daher wird neben dem ersten Konsortium mit hoher Sicherheit kein weiterer Infrastruktur-Betreiber ein eigenes Leerrohr-Netz errichten und das erste Konsortium hat somit in dem betreffenden Land-Kreis ein „natürliches“ Monopol.

Umsätze erzielt der Betreiber durch die langfristige Vermietung von Leerohr-Kapazität an alle interessierten Betreiber zu marktüblichen Preisen von 0,05 bis 0,10 Euro pro Meter und Monat und je eingezogenes Kabel. Der Energieversorger ist einer der Kunden des Konsortiums und vernetzt die Stromzähler in jedem Haushalt, um so eine Smart-Grid-Applikation zu realisieren. Auch werden Stromzapfsäulen vielleicht in Kombination mit der Straßenbeleuchtung verbunden, so dass Elektromobilität im Land-Kreis möglich wird. Der Energieversorger zahlt dabei den gleichen Preis für die Leerrohrnutzung wie die anderen Kunden, eine eigene Verlegung von  Leerrohren hätte sich aber auch für EVU wirtschaftlich nicht rentiert.

  • Ein regionaler Plattformbetreiber zieht Fasern in die Leerrohre zu den Kunden, die einen Glasfaser-Anschluss benötigen. Auch der Betrieb von Lasern zur Beleuchtung der Fasern und zur Übertragung von Daten wird von ihm realisiert.

Über Standardschnittstellen können sich Dienste-Anbieter mit ihren Produkten an seine Plattform anschließen. Damit wird sowohl aus Sicht des Kunden wie auch aus Sicht der Dienste-Betreiber ein virtueller Marktplatz geschaffen. Der Plattformbetreiber verrechnet seine Leistung in der Regel an die Dienste-Betreiber, die ihrerseits dem Kunden ihre Dienste und den Anschluss gemeinsam in Rechnung stellen.

Einzelne Kunden, die sich ihr Dienste-Portfolio selber zusammenstellen, buchen nur die Leistung des Breitbandanschlusses und zahlen hierfür ca. 10 Euro pro Monat an den Plattformbetreiber. Einen Teil seiner Einnahmen führt der Plattformbetreiber in Form einer Miete für die Leerrohr-Nutzung an die Infrastruktur-Gesellschaft ab.

  • Klassische Telekommunikation-Anbieter verbinden die verschiedenen Netze mit den nationalen und internationalen Backbone-Netzen und realisieren wichtige Basis-Dienste wie die Sprachtelefonie, den Internetzugang und Standard-Internet-Dienste. Fernseh- und Video-Angebote werden ebenfalls auf diesem Wege angebunden und über das Glasfasernetz in die Haushalte transportiert. Ergänzend werden Videotelefonie, Back-up Lösungen, Virenschutz und andere ergänzende Dienstleistungen als Zusatz-Module angeboten.

Die Anbieter akquirieren wie heute auch ihre Kunden direkt und auf eigene Rechnung und übernehmen das Kundenmanagement mit Rechnungsstellung und Hotline. Ein Kunde kann je nach Vorlieben entweder alle Leistungen aus einer Hand nehmen oder Dienste unterschiedlicher Anbieter kombinieren.

Seine Rechnung erhält der Kunde von dem oder den von ihm ausgewählten Telekommunikations-Anbietern. Dieser wiederum zahlt an den Plattformbetreiber für den Zugang zum Kunden einen monatlichen  Betrag in Höhe von ca. 10 Euro.

  • Spezialisierte Lösungs- und Inhalte-Anbieter realisieren für ihre Zielgruppen spezielle Anwendungen, z.B. Vernetzungsdienste für Unternehmen oder Cloud-Computing Lösungen und lassen die IT-Services des Kunden im eigenen Rechenzentrum laufen, so dass der Kunde nur ein Eingabe- und Ausgabegerät („Netz-PC“) benötigt.

Da die Anwendung über eine eigene Datenkommunikationsverbindung realisiert wird und nicht über das öffentliche Internet ist die Sicherheit für den Anwender ungleich höher. Die Kundenbetreuung und die Zahlungsströme entsprechen denjenigen der klassischen Telekommunikations-Anbieter.

Die Zusammensetzung der jeweiligen Anbieter-Gruppen kann  von Fall zu Fall anders ausfallen. So könnte das Geschäft als Plattformbetreiber auch für Lieferanten der eingezogenen Kabel interessant sein sowie für Hersteller von System- und Verbindungstechnik, die auf diesem Wege nicht nur den eigenen Marktanteil absichern, sondern auch in neue Geschäftsmodelle mit absehbaren Renditechancen einsteigen. Es ist ebenso vorstellbar, dass der Infrastruktur- und der Plattform-Betreiber von einem gemeinsamen Konsortium realisiert werden.

Zwar entstehen nach diesem Modell mit einem hohen Grad an Wahrscheinlichkeit neue regionale Monopole für die Glasfaserzugangsnetze und möglicherweise auch für den regionalen Plattform-Betrieb. Dies ist aber unter Wettbewerbsgesichtspunkten unkritisch, wenn im Sinne eines offenen Zugangs ("Open Access") alle interessierten Telekommunikations-Anbieter angeschlossen werden können. Selbst für den Fall, dass nicht alle Schnittstellen zu Content- und Dienste-Bereitstellern realisiert werden können, kann das Geschäftsmodell funktionieren. In diesem Fall ist alternativ eine eigene Glasfaser für den jeweiligen Anbieter durch das Leerrohr zu ziehen und an der Plattform vorbei direkt an die Plattform des jeweiligen Anbieters anzuschließen. Da dies zu höheren Kosten führt, werden die Bemühungen zur Schaffung von Schnittstellen beschleunigt vorangetrieben.

Ein wichtiger Vorteil des skizzierten Szenarios liegt in der Öffnung des Marktes, der nicht wie heute durch den Besitz der Anschlussleitung dominiert wird. Zwar wird über die Vermietung der TAL (Teilnehmer-Anschluss-Leitung) und den Bitstream-Access eine Öffnung für den Wettbewerb realisiert, die aber immer wieder zu Unzufriedenheit und laufenden Verhandlungen führt. Kabel-TV-Angebote können heute zudem nur in den Regionen genutzt werden, in denen bereits ein Koaxialkabel verlegt ist. Über die regionalen Plattformen könnte jeder Kunde an jeder Stelle jeden Dienst buchen und nutzen. So sollte sich der Wettbewerb verlagern von der Schaffung des besten Zugangs hin zur Gestaltung der besten und für die Zielgruppen optimalen Dienste. Da der Zugang für alle Betreiber gleichermaßen möglich ist, können auch kleinere Zielgruppen mit speziellen Angeboten bedient werden. Insgesamt wäre mit diesem Modell allen Bedürfnissen gedient und zugleich die Wettbewerbsfähigkeit des Standortes gesteigert!

Jürgen Kaack 14.07.2010, 20.44 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Politik als gestaltende Kraft beimn Breitband-Ausbau nicht präsent

Der Aufbau von flächendeckenden Glasfasernetzen als entscheidender Standortfaktor für Deutschland ist im Hinblick auf die Rahmenbedingungen eine nationale Aufgabe. Die Langfristigkeit des Netzaufbaus und die Komplexität der Organisation für die Umsetzung macht es sinnvoll, dass sich der Staat um die Organisation und die Rahmenbedingung kümmert.

Im föderalen System haben die Bundesländer oft nicht nur eigene Förderbedingungen und Förderquoten, sondern auch eine unterschiedliche Form der Unterstützung von Kommunen mit Beratungsleistungen. Ein Landes-weites Breitband-Kataster gibt es derzeit nur in Nieder-Sachsen, in anderen Bundesländern gibt es dagegen nur einzelne Breitband-Berater. Die konsequente Begleitung und Umsetzung von Kooperationsmodellen für regionale Betreiber fehlt dagegen ebenso wie die Unterstützung von zukunftsweisenden NGA-Netzen.

Während in NRW der stufenweise Ausbau mit Glasfasernetzen zunächst als  Fiber-to-the-Curb (FttC) und in einem späteren Schritt als Fiber-to-the-Building (FttB) propagiert wird, verfolgt man in Hessen die Schließung der weißen Flecken bevorzugt mittels Funklösungen. Es gibt zwar durchaus eine Reihe von Szenarien, in denen der Breitbandausbau mittels Funk schneller und mit niedrigeren Kosten erfolgen kann, z.B. wenn die nächste Möglichkeit zur Anbindung an ein Backbone-Netz weit entfernt ist, die zu versorgenden Teilnehmer weit auseinander liegen oder die Qualität der Leitungen im Anschluss-Bereich schlecht ist.

Im Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) hat man im Juni 2010 die Errichtung eines Breitbandkompetenzzentrums (BBCC) ausgeschrieben. Analysiert man die Leistungsbeschreibung der Ausschreibung kann sich der Verdacht einschleichen, dass es hierbei um ein Kommunikationsorgan für die Ziele der Bundesregierung und eine übergreifende „Bürgermeister-Hotline“ handelt. Diese Zielsetzung scheint nicht stringent, wenn gleichzeitig die Fördermöglichkeiten mit Mitteln aus dem Zukunftssicherungsgesetz („Konjunkturpaket II“) bald ausläuft und die steigende Nachfrage nach Fördermitteln aus dem GAK-Programm (Gemeinschaftsaufgabe Agrarentwicklung und Küstenschutz) eine baldige Erschöpfung der verfügbaren Mittel befürchten lässt! Während einerseits viele Förderanträge gestellt werden, können zunehmend mehr Kommunen keine Fördermittel in Anspruch nehmen, weil sie keinen ordentlichen Haushalt mehr erstellen können und der Haushaltssicherung unterliegen. Wen soll das geplante BBCC dann aber beraten und unterstützen?

Eigentliche Kernaufgaben eines BBCC werden gleichzeitig durch die Bundesnetzagentur wahrgenommen wie z.B. mit dem im Mai 2010 gestartete NGA-Forum. Dabei sollte es doch Aufgabe der Bundesnetzagentur sein, den Wettbewerb zwischen den Marktteilnehmern sicher zu stellen. Die Gestaltung neuer Märkte gehört eigentlich nicht dazu! Andere wesentliche Aufgaben eines BBCC sollten in der Entwicklung und Begleitung von Pilotprojekten für den Netzausbau nach Schließung der weißen Flecken und dem Auslaufen der Förderprogramme liegen, Es ist unstrittig, dass der Breitbandausbau bei richtiger Planung auch ohne staatliche Mittel wirtschaftlich betrieben werden kann – und dass nicht nur in Ballungsgebieten! Hierfür müssen aber Partner zusammen gebracht werden, die bislang nicht gewohnt sind, zu kooperieren wie z.B. Netzbetreiber, Stadtwerke, Energieversorger und Tiefbauunternehmen. Neue Gesellschaftformen wie PPPs (Private-Public-Partnerships) müssen erprobt und gestaltet werden. Diese Aktivitäten entstehen derzeit eher zufällig oder durch Eigeninitiativen Einzelner.

Nicht nur die Gestaltung neuer Betreiber-Modelle abseits der etablierten Ansätze muss koordiniert und kommuniziert werden, auch neue Breitband-Anwendung mit übergreifender Bedeutung sollten entwickelt und gefördert werden. Neben den gesellschaftlich relevanten Themen Bildung und Telemedizin als Element zur Kostensenkung im Gesundheitswesen sind auch intelligente Lösungen in Verbindung mit dem Energiemanagement von hoher Zukunftsbedeutung. Hierzu gehören Smart-Grid Lösungen, die Energieverbraucher und –Erzeuger in einer Region „managen“, sowie Konzepte für die Umsetzung der Elektromobilität. Entsprechende Dienste müssen in Kooperation mit der betroffenen Industrie entwickelt und erprobt werden, damit Deutschland in diesem Feld nicht den Anschluss verliert. Erfolgreiche und in Pilotversuchen bewährte Lösungen müssen standardisiert werden, damit es im Ergebnis flächendeckende und wirtschaftlich zu produzierende Lösungen gibt.

Im Umfeld von Breitband-Netzen und Anwendungen gibt es also offensichtlich eine Reihe von wichtigen Aufgaben, die bislang nicht wahrgenommen werden und Kernaufgaben eines BBCC sein sollten. Dabei sei betont, dass es nicht um zusätzliche Fördertöpfe und staatliche Finanzierung geht, sondern in erster Linie um die Stimulation der Entwicklungen, die Koordination der beteiligten Partner, die beratende und Interessen-ausgleichende Begleitung der Umsetzung, die Unterstützung bei der EU-weiten Standardisierung und die Multiplikation erfolgreicher Vorhaben. Leider fehlen bisher erkennbare Ansätze der Politik für eine konsequente Umsetzung dieser Aufgaben.

Jürgen Kaack 10.07.2010, 09.49 | (0/0) Kommentare | TB | PL

LTE - eine weitere Komponente im Technologie-Mix für den Breitband-Ausbau

Über einige Wochen hinweg konnte man aus den Beiträgen in der Presse den Eindruck gewinnen, dass die Probleme zur Schließung der „weißen“ Flecken im ländlichen Raum, d.h. der Regionen, die heute entweder im Hinblick auf Breitband unversorgt oder mit durchschnittlich weniger als 2 MBit/s unterversorgt sind. Auch wenn es bundesweit keine veröffentlichten Zahlen zum Umfang der weißen Flecken gibt, so kann man vermuten, dass zwischen 20 und 30 % der Haushalte derzeit noch weniger als 2 MBit/s haben und somit Internet-Anwendungen nur in begrenztem Rahmen nutzen können. Die überwiegende Mehrzahl der heute noch unterversorgten Regionen ist aufgrund der topographischen Bedingungen oder der niedrigen Anzahl potenzieller Kunden für die Betreiber unwirtschaftlich.

In diesen Fällen wurde LTE als die schnelle Alternative gesehen, um das Versprechen der Bundesregierung von Anfang 2009 zu erfüllen, die weißen Flecken bis Ende 2010 zu schließen und mit mindestens 1 MBit/s zu versorgen. Gleichzeitig sorgen Demonstrationen von LTE-Teststellungen, bei denen im fahrenden Fahrzeug Videokonferenzen mit hoher Videoqualität demonstriert werden, für die Erwartung, dass zukünftig 100 MBit/s in jedem Haushalt verfügbar sein wird, ganz ohne eine lästige Leitungs-Anbindung.

In einer Veranstaltung des IKT.NRW Clusters am 07.07.2010 in Münster zeigte sich, dass diese schöne Zukunftsversion wohl zunächst nur eine Vision bleibt. LTE wird voraussichtlich im Rahmen von Förderprojekten zum Breitbandausbau wie eine weitere Technologie-Komponente behandelt. Bereits heute werden UMTS-Lösungen im Rahmen eines Technologie-Mix bei der Planung berücksichtigt. In Zukunft kommt neben dem Glasfaser-Ausbau bis zum Kabelverzweiger, der Errichtung von Schaltverteilern und dem Einsatz von Mobilfunk mit UMTS und Satelliten-DSL noch LTE hinzu. Die Bandbreiten werden bei Zellgrößen von 10 Kilometern (im 800 MHz-Band) außer in unmittelbarer Nähe zur Sendestation auch nur im Bereich von wenigen MBit/s liegen. Wie bei anderen Funklösungen ist auch bei LTE als einem shared medium mit einem deutlich Leistungsabfall zu rechnen, wenn viele Nutzer gleichzeitig auf das Internet zugreifen. Hohe Bandbreiten, vergleichbar mit VDSL werden bei diesen Zellgröße auch in den nächsten Jahren nicht erreichbar sein (bei kleineren Zellen und höheren Frequenzen wird dies sicher anders aussehen).

LTE wird sich als Mobilfunklösung vermutlich auch von der Preisgestaltung eher bei Mobilfunkangebote orientieren als bei leitungsgebundenen Diensten, auch wenn keiner der Anbieter bisher hierzu eine verbindliche Äußerung abgeben kann. So wird ein Breitbandanschluss mittels LTE vermutlich teurerer als ein ADSL- oder Kabel-TV-Anschluss heute bei gleichzeitig niedrigerer Leistung. Vermutlich wird es eine Volumenbegrenzung geben, die bei Erreichen eines bestimmten Datenvolumens zu einer Reduktion der Übertragungsraten oder höheren Preisen pro Datenpaket führt.

Ob es einen Ausbau unabhängig von Förderprojekten zum Breitbandausbau geben wird, erscheint noch offen. Somit wird es für Kommunen in der Haushaltssicherung oder mit einem Nothaushalt wohl auch mit LTE keinen Breitbandausbau geben! Überhaupt fehlen bislang noch Systemtechnik-Entscheidungen und Endgeräte für die LTE-Nutzung. Es ist damit zu rechnen, dass frühestens im Sommer 2011 Netze und Geräte für eine breitere Nutzung in unterversorgten Regionen zur Verfügung stehen. Auch eine Koordination beim Ausbau nach der bei der Bundesnetzagentur hinterlegten Liste unterversorgten Ortschaften zwischen den Betreibern oder durch die Politik scheint es nicht zu geben.

Somit lösen sich die ganz großen Erwartungen an LTE wieder weitgehend in Wohlgefallen auf! Immerhin steigert das Angebot von LTE die Zahl verfügbarer Breitbandtechnologien, die im Einzelfall geprüft werden können. Ein Ausbau mit LTE erfordert zudem die Zuführung von Bandbreiten bis zur Basis-Station. Hierfür kommen sowohl Glasfaser- als auch Richtfunk in Betracht. Mit dem Ausbau der LTE-Zellen werden somit Backhaul-Lösungen in die Fläche gebracht, die für den weiteren Ausbau genutzt werden können. Zudem bringt LTE für die Nutzung des mobilen Internets in Ballungsgebieten aufgrund der höheren Frequenz-Effizienz absehbar deutliche Fortschritte.

Somit bleibt als subjektives Fazit zu den bisher vorliegenden Informationen über LTE:

  • LTE bringt deutliche Vorteile für mobile Internet-Anwendungen
  • Für den Ausbau der stationären Breitbandanschlüsse kann LTE im 800 MHz-Band als Brückentechnologie dienen
  • Preismodelle und Konditionen werden voraussichtlich näher an heutigen Mobilfunk-Diensten liegen als bei DSL- oder Kabel-TV-Angeboten
  • Vor Mitte 2011 werden Anschlüsse im Praxis-Einsatz kaum zur Verfügung stehen
  • Eine Koordination der Ausbaugebiete unter den Lizenznehmern scheint es nicht zu geben

Betrachtet man die Gesamt-Situation im Breitband-Markt Deutschland, so sehen die Perspektiven nicht rosig aus:

  • Für die zunehmende Anzahl von Kommunen in der Haushaltssicherung und mit Nothaushalt gibt es keine Lösung für den Breitbandausbau mit Förderprojekten (oder mit LTE)
  • Der genaue Stand noch verfügbarer Fördervolumina ist nicht bekannt. Es zeichnet sich aber ab, dass die Fördermittel vielleicht schon Mitte 2011 ausgeschöpft sind
  • Die Finanzierung von Vorhaben, deren Umsetzung über das Jahresende hinaus gehen, ist offen. Die hierfür erforderlichen Verpflichtungs-Ermächtigungen für die Bezirks-Regierungen stehen derzeit nicht zur Verfügung. Damit wären Projekte, die erst nach März eines Jahres zum Abschluss kommen, nicht mehr umsetzbar!

Vor diesem Hintergrund bleibt die Frage, wie die beiden Ziele der Bundesregierung für 2010 (Schließung der weißen Flecken) und 2014 (75% der Haushalte haben mehr als 50 MBit/s) erreicht werden soll …

Jürgen Kaack 09.07.2010, 17.29 | (0/0) Kommentare | TB | PL

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