Blogeinträge (Tag-sortiert)

Tag: Breitband

Veranstaltung zur Schließung regionaler Versorgungslücken

Am 29.08.2007 findet in Meschede im Hochsauerlandkreis ein Workshop der Breitbandinitiative Hochsauerlandkreis statt mit dem Titel "Breitband-Infrastruktur für Kommunen im HSK".

Bei dieser Veranstaltung wird neben Vertretern verschiedener Netzbetreiber auch Herr Berkel, der Geschäftsführer meines Partnerunternehmens tkt teleconsult ein erfolgversprechendes Kooperationskonzept vorstellen, mit dem unter Einbindung von regionalen Organisationen und Unternehmen eine Lösung für das Problem mit der Breitbandversorgung möglich ist.


Das Programm für diese Veranstaltung findet sich unter diesem Link.

 

Jürgen Kaack 27.08.2007, 08.50 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Potentiale durch Innovationen auch in der Telekommunikation

Internet World Business sprach mit Jürgen Kaack über Entwicklungen und Marketing der Telekommunikationsbranche. Kaack ist Unternehmensberater und Experte für Telekommunikation mit mehr als 25jähriger Branchenerfahrung.

1. Neue Kunden gewinnen heißt alte woanders abwerben. Führt dies zwangsweise zu „verrückte“ Marketingmaßnahmen à la Debitel?

Es gilt die Bedürfnisse der Kunden zu befriedigen. Und da gibt es ganz unterschiedliche Strategien und Ideen. Die großen Unternehmen setzen auf immer neue Tarifstrukturen und Paketangebote, die leider für den Kunden auch immer schwieriger zu durchblicken sind. Ich halte es teilweise für unseriös, wenn Unternehmen sogar scheinbar Geld verschenken, um Kunden zu binden. Sie holen das verschenkte Geld ganz sicher durch höhere Minutenpreise und Mindestnutzungsgebühren wieder herein. Viel kreativer ist es da doch, bei den Kunden anzufangen und ihnen entgegenzukommen – in jeder Hinsicht. Ein Beispiel ist der Trend zu Mobile Virtual Network Operators (MVNOs) wie Tchibo, die sich im Geschäftsmodell irgendwo zwischen Service Provider und Netzbetreiber bewegen. Die Tchibo-Handy-Angebote holen die Kunden direkt dort ab, wo sie einkaufen - bei Tchibo.

2. Wer gewinnt den Wettkampf um die Kunden aus Ihrer Sicht? Der mit den günstigsten Preisen?

Günstige Preise sprechen nur die an, die gerade wechseln können, weil der Vertrag ausgelaufen ist oder weil sie ein Zweit- oder Dritthandy brauchen. Es ist kurzfristig gedacht. Langfristig gewinnt der, der den besten Service bietet und die Probleme des Kunden löst. Langfristig wichtiger als der Preis ist der Nutzen, den der Kunde erhält, und der kann je nach Zielgruppe sehr unterschiedlich sein.

3. Was machen Telekommunikationsunternehmen falsch bei der Kundengewinnung?

Sie setzen zu sehr auf die Trumpfkarte „Preis“ und vernachlässigen Nischen und Zielgruppen. Da gibt es noch eine Menge Potential, sowohl bei der Produktentwicklung als auch im Marketing. So wurde bisher etwa wenig für „Special interest“ oder ethnische Gruppen getan, die bei der Handynutzung noch Nachholbedarf haben, z.B. für Türken, Russen oder Polen.

4. In welchen Bereichen sehen Sie Potentiale für die kleinen Anbieter in der Branche?

Eben bei der Zielgruppenansprache und der Nutzenorientierung. Es gibt z.B. in München einen kleinen Anbieter, Kandy Mobile, die sich auf Kinder und Jugendliche spezialisiert haben. Daneben wird es auf neue technische Innovationen ankommen. Die Sprachkommunikation ist weitgehend ausgereizt, es kommt also auf Datenkommunikation an. Da ließe sich noch eine Menge machen, etwa beim Thema Musikdownloads, Location Based Services oder auch Online-Games. Im Geschäftskundenbereich wird der bequeme und formatunabhängige Nachrichtenempfang von jedem Endgerät das Hauptthema sein. Aber auch bei mobilen Unternehmensnetzen und im M-Commerce liegen interessante Geschäftsmöglichkeiten.

Jürgen Kaack 09.08.2007, 09.07 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Digitaler Mobilfunk in Deutschland seit 15 Jahren

"Vor 15 Jahren fand am 30. Juni die Markteinführung des digitalen Mobilfunks in Deutschland statt. Also: Alles Gute! Und: Alle Achtung! Denn der Siegeszug des Handys ist eine Erfolgsgeschichte sondergleichen ...

Ein treibender Faktor für das Wachstum war neben den sinkenden Preisen für die Gespräche die sichere Versorgung mit zunehmend mehr unterschiedlichen Mobilfunkgeräten, die bis heute immer kleiner geworden sind. Durch die Subvention der Geräte bis zu Preisen von 1 Euro bei Abschluss eines neuen Vertrages (anstatt der tatsächlichen Kosten in Höhe von einigen hundert Euro) wurde die Eintrittsbarriere deutlich abgesenkt. Dies hat dem Absatz einen kräftigen Schub gegeben.

Ein anderer Wachstumstreiber war die Prepaid-Karten-Lösung, die einige Jahre nach Marktstart 1997 als Alternative zu den Vertragsangeboten eingeführt wurde. Nach einem starken Anstieg auf bis 55 % im Jahr 2000 ist der Anteil der Prepaid-Karten wieder leicht rückläufig; beide Produkte haben derzeit etwa 50 % Marktanteil."

Dies ist ein Auszug meines Artikels zur Entwicklung des digitalen Mobilfunks, erschienen im Mittelstands.Wiki am 28.06.07.

Jürgen Kaack 29.06.2007, 09.13 | (0/0) Kommentare | TB | PL

WiMAX - wer soll das bezahlen?

Im Nachgang zu der Veranstaltung des eco-Verbandes am 28.03. über die Geschäftsmöglichkeiten mit WiMAX ist auch bei Heise Online ein Beitrag erschienen, den ich erst etwas verpätet gefunden habe.

Hierin werden insbesondere die von mir in dem Vortrag dargestellten Eckpunkte der Wirtschaftlichkeit und die Investitionsanforderungen kommentiert. WiMAX ist nun mal eine "ausgewachsene" Funktechnik und erfordert eine Mindestanzahl von Nutzern je Zelle. Obwohl dieser Wert von vielen Parametern (Anbindung an ein Backbone-Netz, Topographie, Technologie etc.) abhängt, kann man doch davon ausgehen, dass nachhaltige Wirtschaftlichkeit erst ab ca. 500 Nutzern je Funkzelle gegeben ist! Für dünn besiedelte Bereiche ist die derzeitige WiMAX-Technologie damit noch nicht geeignet. Mit preisgünstigeren Micro-Basisstationen wird sich dieser Wert aber auch noch nch unten verschieben. Micro-Basisstationen werden spätestens im nächsten Jahr am Markt verfügbar sein.

Der vollständige Artikel von Heise Online findet sich unter diesem Link.
 

Jürgen Kaack 19.04.2007, 08.56 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Breitbandversorgung in Deutschland

Das Bundeswirtschaftsministerium hat am 16.04.07 die überarbeitete Version des Breitbandatlas freigeschaltet. Dort kann man für einzelne Gemeinden und Stadtteile die Verfügbarkeit der verschiedenen Breitbandzugangstechnologien prüfen und feststellen, welche Anbieter in dem Bereich tätig sind. Auch Erläuterungen zu den verschiedenen Technologien sind zu finden.

Wenn man dem neuen Breitbandatlas glauben darf, dann ist in 97 % der Haushalte bereits heute eine Breitbandversorgung gegeben und angeblich sind nur noch 700 Gemeinden unversorgt! Dabei ist allerdings zu berücksichtigen, dass das Bundeswirtschaftsministerium schon bei einer Download-Geschwindigkeit ab 128 KBit/s. von Breitbandübertragung spricht. Dies ist aus meiner Sicht eine völlig antiquierte und an der täglichen Praxis vorbei gehende Definition! 128 KBit/s. erreicht man im Übrigen bereits durch die Koppelung von 2 ISDN-Kanälen.

Das Instrument des Breitbandatlas ist zwar an sich sehr sinnvoll und enthält viele Informationen, durch die künstlich geschönte Definition von Breitband werden diese positiven Seiten aber wieder zunichte gemacht, schade! Zeitgemäss wäre es, Breitband mit einer Download-Geschwindigkeit von 2 MBit/s. an zu setzen. Dann sähe Deutschland allerdings im internationalen Vergleich mehr als schlecht dar, wie die folgende Graphik belegt.




Was man wohl in Südkorea von der deutschen Definition von Breitband halten würde? Dort wird der Ausbau der Lichtwellenleiter-Anschlüsse bis zu den Haushalten (Fiber-to-the-home) kräftig voran getrieben. Dann stehen mindestens 50 MBit/s. zur Verfügung
 

Jürgen Kaack 17.04.2007, 14.07 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Nachlese zur WiMAX-Veranstaltung am 28.03.

"Im Dezember wurden die WiMAX-Lizenzen für Millionenbeträge versteigert. Doch wie könnten Lösungen aussehen, um mit der Funktechnik Geld zu verdienen? Beim Treffen des eco Arbeitskreises WLAN am 28. März in Köln wurden zukunftsfähige Geschäftsmodelle besprochen. Die Teilnehmer waren sich einig: Kunden des DSL-dominierten Breitbandmarkts wechseln nicht zu WiMAX wegen der interessanten Technik. Wichtig sei es, einen Mehrwert zu bieten."

Die Veranstaltung des eco-Verbandes am 28.03. in Köln war in Anbetracht des sehr spezifischen Themas sehr gut besucht und zeichnete sich durch rege Diskussionen aus. Einen kurzen Artikel zu diesem Event findet sich hier.

Jürgen Kaack 16.04.2007, 09.26 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Breitband zukünftig als persönlicher Anschluss?

Als Anfang der 90er Jahre die digitalen Mobilfunknetze nach dem GSM-Standard aufgebaut wurden, begann fast ummerkliche eine grundlegende Änderung im Angebot der Telekommunikationsdienste. Die Möglichkeit mobil telefonieren zu können, war dabei nur ein, aus Marktsicht allerdings sehr wichtiger, "Nebeneffekt"!

Vorher war der Telefonanschluss ein "Haus- oder Büroanschluss", auf den verschiedene Nutzer zugreifen konnten. Technisch gesehen hängt die Festnetz-Kommunikation an der Teilnehmeranschlussleitung (TAL) und wird in Mehrfamilienhäusern bis zum Wohnungsanschluss verteilt. Die Mobilkommunikation zielt dagegen auf die persönliche Kommunikation - eine Rufnummer wird im Normalfall einer einzelnen Person zugeordnet. Über die Mobilität und getrieben durch die schrumpfende Größe der Handys ist heute nahezu jeder zu jeder Zeit und an jedem Ort erreichbar bzw. in der Lage selber Anrufe zu tätigen.

Im Breitbandbereich ist dies bislang anders, wenn man von den noch eher bescheidenen und teuren Möglichkeiten zur Nutzung von Mobilfunk zum Internetzugang absieht. Typischerweise ist der Breitbandzugang immer noch mit der Teilnehmeranschlussleitung gekoppelt. Mit WiMAX als Breitband-Funkzugang wird diese Koppelung aufgehoben (entbündelte Leistung). Damit kann auch der Breitband-Anschluss zum persönlichen Anschluss für eine Person werden, der ebenso wie der Mobilfunkanschluss zukünftig auch an unterschiedlichen Orten genutzt werden kann. Natürlich muss der Netzaufbau entsprechend zügig vorangehen, damit die notwendige Flächendeckung erreicht wird. Bei der Mobilität muss man mit WiMAX ebenfalls Abstriche machen, Fußgänger-Geschwindigkeit wird aber möglich sein.

Durch die Entwicklung alternative Zugangstechnologien kann der Trend zur Individualisierung der Kommunikation vorangetrieben werden. Ob die Möglichkeit zu jeder Zeit und an jedem Ort über verschiedene Wege per Sprache, Mail oder Messaging zu kommunizieren als Vor- oder Nachteil gesehen wird, ist sicher eine Frage der persönlichen Einstellungen. Aber auch in diesem Szenario bleibt der Ausschalter immer noch eine Möglichkeit!
 

Jürgen Kaack 30.03.2007, 09.54 | (0/0) Kommentare | TB | PL

WiMAX - auch in Deutschland ein Erfolg?

In der März/April Ausgabe (03/04-2007) des Magazins IT-Fokus findet sich auf den Seiten 52 bis 58 mein ausführlicher Übersichtsartikel zu WiMAX. Der Text beginnt mit einer allgemeinen Schilderung des WiMAX-Systems sowie den möglichen Applikationen und schildert die allgemeine Anbietersituation nach der Lizenzvergabe im letzten Dezember. Besondere Bedeutung haben auch in diesem Artikel die realistisch vorstellbaren Kooperationsszenarien.

Wer das Magazin nicht vorliegen hat, den Artikel aber trotzdem lesen möchte, kann den Text auf Anfrage gerne von mir in elektronischer Form erhalten.
 

Jürgen Kaack 25.03.2007, 14.01 | (0/0) Kommentare | TB | PL