Blogeinträge (Tag-sortiert)

Tag: Nordfriesland

50 Jahre Nordseebad Westerland im Jahr 1905



1855 wurde Westerland zum Nordseebad erhoben. Zu dem Zeitpunkt hatte das Dorf etwa 450 Einwohner und im Jahr 100 Touristen. 50 Jahre später wurde das Jubiläum gefeiert, wie man es auf der zeitgenößischen Postkarte sehen kann. 1905 war die Bevölkerungszahl in Westerland aufgrund des Zuzugs vom Festland (u.a. auch die Familie Carstensen) auf ca. 2.290 angewachsen und in dem Jahr kamen 22.000 Gäste auf die Insel. Bis 1913 stieg die Gästezahl auf über 30.000, ging danach aufgrund des Krieges aber stark zurück und erreichte erst um 1950 wieder Zahlen über 30.000. Werte über 100.000 Gäste wurden erst in den 70er Jahren erreicht. Auch bei über 150 jähriger Tradtion im Tourismus auf Sylt ist der heutige Massentourismus doch ein noch recht junges Phänomen.

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Jürgen Kaack 07.01.2018, 14.06 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Ursprung der Carstensen in Mögeltondern



Der früheste Vorfahre aus dem Familienzweig der Carstensen wurde 1672 in Gallehus nördlich von Mögeltondern geboren, sein Sohn Karsten ist in den südlich von Mögeltondern und in der Nähe von Rudbøl an einem Flusslauf gelegenen Weiler Lyst gezogen. Der Wasserlauf mündet bei Højer in die Nordsee.

Lyst liegt einsam und nur über eine Straße in etwa 1 km Entfernung von Rudbøl, fast direkt an der heutigen deutsch-dänischen Grenze. Da Lyst nur aus vier Häusern besteht, ist es schwer etwas zu finden. Das beigefügt Foto stammt von einem Gemälde, das Carl Tønder 1925 gemalt hat und heute in einem Museum in Tondern hängt. Ob der malerische Eindruck das tägliche Leben im 17. Jahrhundert richtig wiedergibt, darf bezweifelt werden. Ein schönes Gemälde ist es auf jeden Fall. Heute sieht der Weiler nicht viel anders aus, die Häuser sind mit etwas höheren Bäumen umgeben, die Qualität des Fahrwegs hat sich kaum verändert.



Im 18. Jahrhundert ziehen die Nachkommen der Carstensen zunächst an den Norddeich im benachbarten Rodenäs (der Norddeich ist ähnlich dünn besiedelt und einsam) und um 1885 dann nach Westerland, alles vergleichsweise recht geringe Entfernungen.

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Jürgen Kaack 04.01.2018, 15.03 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Karte von Nordfriesland von 1668



Eine meiner ältesten und schönsten Karten von Nordfriesland aus dem Jahr 1668. Die Karte stammt aus der "Nordfresische Chronik" von M. Antoni Heimreich. Die Konturen von "Sildt" sehen ein bisschen anders aus als heute, aber das mag u.a. an der damaligen Vermessungstechnik gelegen haben. Natürlich haben aber auch Sturmfluten und Naturgewalten die Küstenlinie verändert. Dafür sind die schiffbaren Fahrrinnen im Watt recht genau eingezeichnet. Die Detailtiefe ist bei dieser Karte nicht ganz so groß, aber dafür ist es schönes Stück Geschichte.


Die beiden auf der Karte genannten Brüder und Goldschmiede Matthias und Nicolaus Petersen aus Husum haben im 17. Jahrhundert die Ausgestaltung zahlreicher Karten für den Kupferstich-Druck aufbereitet.

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Jürgen Kaack 01.01.2018, 14.11 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Die nordfriesischen Inseln vor 150 Jahren


1864 ist die obige Karte entstanden, also zu einer Zeit, in der ein größerer Zuzug nach Sylt zu beobachten war. 1855 wurde Westerland zum Nordseebad und danach boten sich Arbeitsmöglichkeiten, um Infrastrukturen für den beginnenden Tourismus zu schaffen.

Aus "Sildt" ist inzwischen Sylt geworden und die Karte bietet mehr Details als manche ältere Karte. Man kann deutlich die Fahrrinne erkennen, die von Hoyer nach Munkmarsch führte als eine der wichtigsten Verbindungen zum Festland. Der Hindenburg-Damm wurde ja erst 1927 fertig. Zum Zeitpunkt der Kartenerstellung gab es in Westerland nur die alte Dorfkirche St. Niels. Auch sind nur die beiden Leuchttürme auf dem Ellenbogen und bei Kampen verzeichnet. Hörnum ist zu der Zeit noch (oder wieder) unbewohnt und daher nicht als Ort verzeichnet. Den Deich um das Rantumer Becken gab es 1864 natürlich auch noch nicht.

Gut gefallen mir die echt detailliert dargestellten Halligen südlich von Föhr, kamen doch eine Reihe meiner Vorfahren von Langeneß, Habel, Gröde, Appelland und Oland.


Jürgen Kaack 30.12.2017, 15.58 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Westerland vom Strandübergang aus um 1900



Zwei Ansichten vom Strandübergang in Richtung Strandstraße. Die Stiche dürften im Zeitraum von 1895 bis 1900 entstanden sein und zeigen das Touristentreiben zur damaligen Zeit. Die Bebauung im nördlichen Teil Westerlands ist zu der Zeit noch überschaubar. Die obere Aufnahme ist vom Strandübergang in die Strandstraße, links neben dem Ausgangspunkt befindet sich die Villa Baur-Breitenfeld Der zweite Blick in Richtung Osten hat Villa Baur-Breitenfeld auf der rechten Seite und zeigt die Steinmannstraße, in der das Haus Janssen von Tierarzt Claudius Janssen entweder schon steht oder noch gebaut wird - genau kann ich das nicht erkennen. 


Jürgen Kaack 17.12.2017, 12.30 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Familie Carstensen mit Nachwuchs im Gaadt



Nach der Hochzeit 1921 bekamen Anni und Charles Carstensen in den beiden Folgejahren zwei Mädchen. Während dieser Zeit war Anni vermutlich weitgehend alleine für die Kinder da, Charles fuhr wieder zur See. Sein deutsches Seefahrtsbuch ist für diese Zeit allerdings unvollständig, da er für dänische Reeder gefahren ist.


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Jürgen Kaack 16.12.2017, 15.29 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Carl Christian Carstensen

Carl Christian Carstensen fand sich bereits auf verschiedenen Fotos, z.B. anläßlich seiner Hochzeit 1893 oder bei verschiedenen Familienfeiern. Er wurde am 14.09.1863 in Rodenäs geboren und ist gemeinsame mit seinen Eltern und Geschwistern 1887 nach Westerland gezogen, wo er als Kaufmann gearbeitet hat. Dieses Foto ist um 1930 bis 1935 vermutlich in einem Foto-Atelier aufgenommen worden und zeigt den älteren Carl Christian, dessen Bart deutlich an Volumen zugenommen hat. Leider habe ich keine Ahnung, wo und zu welchem Anlass dieses Foto aufgenommen wurde. Die Kleidung ist auf jeden Fall eher formell mit dem hohen steifen Hemdkragen. Das Fotoalbum, in dem er hier blättert hätte ich gerne - sofern es sich nicht nur um eine Requisite für die Aufnahme handelt. Wie schon mal geschrieben, weiß ich nur wenig über meinen Urgroßvater und sein Leben. am 29.07.1940 starb er in Westerland mit knapp 77 Jahren.

Alte Fotos von der Familie sind leider eine ausgesprochene Mangelware und auch diese Foto verdanke ich einem entfernten Verwandten, der eine Reihe von Fotos "gerettet" hat.


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Jürgen Kaack 15.12.2017, 11.39 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Kindheit in Westerland Mitte der 1920er Jahre



Nach dem Zuzug von Mathilde und Herrmann Kaack nach Westerland 1919 stellte sich mit den beiden Söhnen Wilhelm und Günther die erste Generation von in Westerland geborenen Kaack ein. Die Familie lebte in diesen Jahren im Haus Olsen in der Friedrichstraße 19. Die unberschwerte Kindheit der Brüder endete mit dem frühen Tod der Mutter im Kindbettfieber zusammen mit dem dritten Sohn. Mathilde Kaack wurde nur 29 Jahre alt. 
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Jürgen Kaack 02.12.2017, 10.48 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Carstensen aus Mögeltondern ziehen 1885 nach Westerland



Der älteste Vertreter der Carstensen-Familie ist der 1672 in dem kleinen Weilern Gallehus in der Umgebung von Mögeltondern zur Welt gekommen Kersten Clausen. Sein Sohn Karsten Clausen zieht in den nahe gelegenen Weiler (mit vier Häusern am Rande eines Sumpf-Gebietes) Lyst, wo auch seine drei Kinder geboren werden. Sie leben von der Landwirtschaft und vom Handwerk, Karstens Sohn Carsten Nielsen verdient seinen Lebensunterhalt als Tagelöhner in Toghalle und als Schneider. Seine Söhne Niels und Matthias Carstensen ziehen vermutlich aufgrund besserer Arbeitsmöglichkeit an den Norddeich von Rodenäs. Dort teilt sich die Familie auf.

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Jürgen Kaack 01.12.2017, 19.55 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Verbindung einer Bleiken mit einem steirischen Jäger



Über das Schicksal von meinem Ur-Ur-Ur-Urgroßvaters Kapitän Erk Bleik Erken, der 1818 zusammen mit seinem Sohn Jacob Erk Bleikbeim Untergang seines Schiffes vor Patagonien ums Leben kam, habe ich schon berichtet. Nach der Befreiung von der dänischen Herrschaft gab es eine Verbindung zwischen einem Nachkommen von Erk Bleib und einem der steirischen Soldaten.
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Jürgen Kaack 28.11.2017, 21.22 | (0/0) Kommentare | TB | PL