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Tag: Niedersachsen

Neue Funde für die Familienforschung für Wachsmuth

Seit einigen Jahren bin ich auf der Suche nach Informationen zu einem meiner Vorfahren, der am Anfang des 18. Jahrhunderts geboren wurde. Eigentlich ist das hier auftretende Problem gar nicht mal so selten. Ein junger Mann tritt einem der damals zahlreichen Regimenter bei und zieht mit diesem an einen Einsatzort, wo er eine Frau findet und Kinder bekommt. Ist kein Heiratseintrag vorhanden, wird es schwierig, den Geburtsort und die Eltern zu finden. Dann können manchmal die Musterungsrollen helfen, wenn man diese denn findet.

Mein ältester bekannter Vorfahre aus dem Wachsmuth-Zweig ist Johann Andreas Wachsmuth, der um 1835 in Hadersleben als Reiter und Hutmacher im Oldenburgischen Kürassier-Regiment Friis unter dem Kommando von Rittmeister von Lersner auftaucht, der erst 1737 zum Rittmeister befördert und Kommandeur einer Kompanie wurde. Ab 1738 werden die vier Kinder von Anna Maria und Johann Andreas Wachsmuth in Hadersleben geboren, deren weitere Entwicklung so gut wie lückenlos verfolgt werden kann. Johann Andreas Wachsmuth war mit Anna Maria Luca Buchwald verheiratet, die am 24.10.1710 in Nimptsch in Schlesien als Tochter des Großknechts Christoph Buchwald zur Welt kommt. Über die Herkunft von Johann Wachsmuth und auch über sein genaues Geburtsdatum konnte hier nichts in Erfahrung gebracht werden. Ein Eheeintrag könnte hilfreich sein, aber weder in Hadersleben noch in Nimptsch ist ein solcher Eintrag zu finden. Der Name Wachsmuth spricht definitiv nicht für eine Herkunft aus Jütland.

Die Suche nach den Musterungsrollen blieb bislang erfolglos. Das Regiment wurde wohl um 1703 in Oldenburg aufgestellt, dann aber an den dänischen König ausgeliehen und später auch an den Gottorfer Hof. Im fraglichen Zeitraum von 1736 bis 1747 war das Kürassier-Regiment mit acht Kompanien im Raum Kolding / Hadersleben stationiert. Wo könnte jetzt also die Musterungsrolle archiviert sein?

Durch Zufall hat sich ein Dokument im Stadtarchiv von Göttingen gefunden, nach dem ein Kürassier Johann Andreas Wachsmuth im Jahr 1736 in Göttingen ein Haus verkauft hat. Der passende Zeitraum spricht dafür, dass er aus Göttingen nach Hadersleben gezogen ist. Jetzt kann eine systematische Forschung in Göttingen helfen, weitere Daten zu finden mit seinem Geburtsdatum und Angaben zu seinen Eltern. Sofern dies gelingt, wäre ein weiteres Rätsel aus der Familienforschung gelöst.


Jürgen Kaack 13.10.2017, 12.29 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Auswanderung nach Amerika 1853 mit späterer Rückkehr

Den aus Niedersachsen stammenden Familienzweig meiner Großmutter hatte ich nach bislang nur bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts ergründet. In meinen Unterlagen fand sich nicht viel, online ist auch kaum etwas zu finden und Rechercheversuche liefen außer für den aus Braunschweig stammenden Teil mit der Familie Niedhardt zunächst ins Leere. Da die Kirchenbuchschreibung auch in diesem Teil Niedersachsens bis in das 17. Jahrhundert reicht, sollte aber mehr zu finden sein. Daher habe ich einigen Monaten wieder Recherchen aufgenommen, die sich zunächst auf die Städte und Gemeinden Bad Gandersheim, Bornhausen, Einbeck und Teichhütte konzentrieren, die mir als Wohnorte der Vorfahren bereits bekannt waren. Im ersten Schritt sollten Daten zu den bereits namentlich, z.B. aus Geburts- und Heiratseinträgen, bekannten Eltern gefunden werden und dann nach der vorherigen Generation gefahndet werden. Die ersten Schritte sind erledigt und die Erkenntnisse reichen jetzt bis ins 18. Jahrhundert.

 

Dabei sind einige interessante Informationen aufgetaucht. Die Vorfahren waren offensichtlich überwiegend arm, es waren damals wenig angesehene Leinenweber, Lohgerber sowie Hütten- und Waldarbeiter darunter, also durchaus eine andere Berufsstruktur als bei meinen nördlichen Vorfahren aus Schleswig-Holstein und Jütland. Fünf Generationen zurück ist 1853 eine Familie mit sieben Kindern aus Bad Gandersheim in die USA ausgewandert. Eine jüngere Tochter, meine Ur-Urgroßmutter hat 16 Jahre später in Braunschweig geheiratet, muss also zwischenzeitlich wieder aus den USA zurückgekehrt sein. Merkwürdig ist eine Koinzidenz mit einer schon 1845 aus Teichhütte ausgewanderten Familie Mügge, bei der eine verwandtschaftliche Beziehung zu vermuten ist. Im nächsten Schritt sind die Recherchen möglichst bis 17. Jahrhundert weiterzuführen und Verbindungen zu prüfen.

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Jürgen Kaack 13.08.2017, 11.01 | (0/0) Kommentare | TB | PL

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