STZ - Consulting Group

Blogeinträge (Tag-sortiert)

Tag: Grundversorgung

Zusätzliche unterversorgte Gebiete mit Unterversorgungsgrenze von 6 Mbit/s

Mit einer Untergrenze von 6 Mbit/s ergeben sich wieder eine Reihe von jetzt ebenfalls unterversorgten Gebieten. Auch in der Gemeinde Kerken gibt es unterversorgte Ortschaften. Eine der vermutlich letzten Befragungen in der Fläche haben gezeigt, die Mehrheit von Betrieben und Haushalten wünscht mehr als 45 Mbit/s! Die Markterkundung nach der neuen Förderrichtlinie läuft bis Mitte Juli! Die Markterkundung ist öffentlich unter dem folgenden
Link.

Bis zum 15.07.2015 können Netzbetreiber ihre Planungen und Ausbauabsichten in Kerken bei einer Versorgung von mindestens 30 Mbit/s für die Mehrzahl der unterversorgten Anschlüsse bei der Gemeinde einreichen.

Im Laufe der Zeit wird auch die Unterversorgungsgrenze von 6 Mbit/s genauso wie die 1 Mbit/s Grenze von 2008 angehoben werden müssen. Letztlich ist das "Nachlaufen" nach immer höheren Bandbreiten erst dann beendet, wenn es flächendeckende Glasfaser-Anschlussnetze gibt!
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Jürgen Kaack 15.06.2015, 15.38 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Referenzbeispiele für den Breitbandausbau

Grundsätzlich gleicht kein Projekt zum Breitbandausbau einem anderen. Unterschiedliche Randbedingungen wie Einwohnzahlen, Siedlungsstrukturen, vorhandene Infrastrukturen, Betreiberaktivitäten, Topographie etc. bedingen regelmäßig unterschiedliche Ergebnisse.  Referenzbeispiele sind trotzdem hilfreich und können dazu anregen, alternative Wege für den Breitbandausbau zu prüfen.

STZ-Consulting unterstützt Kommunen, Stadtwerke und Kreise seit über sieben Jahren bei der Konzeption und Umsetzung eines nachhaltigen Breitbandausbaus. Mit einer strukturierten Beschreibung möglicher Geschäftsmodelle für Kommunen und Kreise wurde in Verbindung mit Beispielen, die aufgrund ihrer spezifischen Besonderheiten besonders geeignet sind, eine umfassende Studie aufbereitet.
Aus der Vielzahl der von STZ-Consulting durchgeführten Maßnahmen ragen einige aufgrund der Besonderheiten bei Konzeption und Umsetzung heraus und können als Best-Practise Beispiele dienen. In einigen Fällen wäre eine Umsetzung ohne die gewählte Konzeption aus technischen oder wirtschaftlichen Gründen nicht möglich gewesen.

Zu den folgenden von STZ-Consulting begleiteten über 100 Einzel-Maßnahmen in 20 beispielhaft ausgewählten Kommunen finden sich Kurzbeschreibungen und Links zu einigen ausführlich dargestellten Projekt-Studien (veröffentlicht auf MittelstandsWiki) entweder auf der Seite "Breitband-Ausbau" auf der Homepage von www.STZ-Consulting.de oder teilweise auf der Seite "Best-Practise" auf dem Portal von Breitband.NRW:
  • Stadt Ahlen:
    Ausbau von Ortsteilen und Gewerbegebieten durch FttC (VDSL und Vectoring) mit Fördermitteln und durch Eigenausbau des Netzbetreibers
  • Stadt Arnsberg:
    Ausbau von Gewerbegebieten mit NGA-Anschlussnetzen und Vernetzung von Krankenhäusern und kommunalen Einrichtungen mittels Richtfunk
  • Stadt Bad Homburg:
    Ausbau eines Stadtteils durch FttC mit Wirtschaftlichkeitslücke und Erstellung einer NGA-Studie

  • Stadt Bedburg:
    Ausbau des Stadtgebietes mit VDSL/Vectoring ohne Zuendungen)
  • Stadt Ennepetal:
    Ausbau mit FttC in zwei Stadtteilen mit Fördermitteln unter Nutzung von neu verlegten und vorhandenen Leerrohren für die Breitband-Zuführung
  • Stadt Erftstadt:
    Ausbau mit FttC in 5 Stadtteilen mit Fördermitteln und in zwei Gewerbegebieten aus Haushaltsmitteln
  • Stadt Erkelenz:
    Ausbau in 17 Ortsteilen durch Eigenausbau mit FttB-Glasfaser-Anschlussnetzen und Eigenausbau mit Vectoring (FttC) in insgesamt 15 Ortsteilen sowie durch VDSL mittels Fördermitteln in zwei Ortsteilen
  • Stadt Friedrichshafen:
    PPP-Projekt zur Entwicklung und Erprobung von über 40 innovativen Breitband-Anwendungen für eine "Smart City" auf der Basis eines VDSL- und eines HSDPA-Mobilfunknetzes
  • Stadt Geilenkirchen:
    Ausbau mit VDSL in 3 der 13 unterversorgten Ortsteilen mithilfe von Fördermitteln und 9 Ortsteilen im Eigenausbau mit Glasfaser-Anschlussnetzen
  • Stadt Haltern am See:
    Ausbau mit FttC in einem abgelegenen Ortsteil mit Fördermitteln unter Nutzung vorhandener Infrastrukturen
  • Kreis Heinsberg:
    Erstellung eines NGA-Konzeptes zum Aufbau von Glasfaser-Anschlussnetzen
  • Stadt Kaarst:
    Ausbau in zwei Stadtteilen und einem Gewerbegebiet mit VDSL (FttC) aus Haushaltsmitteln und Erstellung eines NGA-Konzeptes für das Stadtgebiet
  • Stadt Meinerzhagen:
    FttC-Ausbau in zwei Bestandsgewerbegebieten mit RWP-Fördermitteln und in einem Erschließungsgebiet aus Budgetmitteln
  • Stadt Nettetal:
    Ausbau in Wohngebieten durch Herstelung der Rückkanalfähigkeit im Kabel-TV-Netz mit 150 Mbit/s und Erstellung eines Konzept zum Aufbau von FttB-Glasfaser-Anschlussnetzen in 8 Gewerbegebieten, Begleitung der Umsetzung bis zum Aufbau eines Joint-Ventures zum Netzbetrieb
  • Stadt Radevormwald:
    Ausbau in verschiedenen Wohngebieten durch Ausbau des Kabel-TV-Netzes und in einem Gewerbegebiet durch Eigenausbau eines Netzbetreibers mit Vectoring
  • Gemeinde Rheurdt:
    Ausbau in Bauernschaften und Teilen der Kerngemeinde nach dem FttC-Konzept durch Fördermittel und unter Nutzung oberirdischer Zuführung
  • Gemeinde Roetgen:
    Ausbau in einem Ortsteil unter Verlegung von Leerrohren zur Breitbandzuführung und in 2 weiteren Ortsteilen durch Fördermittel mit VDSL
  • Stadt Solingen:
    Erstellung eines NGA-Konzeptes, Aufrüstung des DSL-Netzes im Eigenausbau mit Vectoring und Umsetzungsbegleitung
  • Stadt Viersen:
    Ausbau in einem Bestandsgewerbegebietes und 2 neuen Gebieten im Eigenausbau mit Vectoring
  • Stadt Wegberg:
    Ausbau in 11 von 13 unterversorgten Ortsteilen durch Eigenausbau mit FttB Glasfaser-Anschlussnetzen und Eigenausbau mit Vectoring sowie durch FttC mittels Fördermitteln in 2 Ortsteilen

Bei der Vielzahl der Beispiele sollte ein passendes Vorbild zum Vorgehen für eine konkrete Anforderung finden lassen. Natürlich unterstützt STZ auch gerne bei entsprechenden Vorhaben.

Jürgen Kaack 30.07.2014, 08.43 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Billig statt nachhaltig in der Breitbandförderung

Die Förderprogramme zur Sicherstellung der Grundversorgung aus den EU-Gemeinschaftsaufgaben geben für den Vergleich mehrerer Angebote Kriterien und ihre Wichtung vor, die nur bedingt Interpretations-Spielraum einräumen. Die größte Bedeutung bekommt die Höhe der Deckungslücke zu mit einer Wichtung von 45%!

Zwar soll der Fokus richtigerweise auf der Auswahl des wirtschaftlichsten Angebotes liegen. Da aber die Minimalanforderungen für die Grundversorgung niedrig sind, erhält die Deckungslücke eine dominante Bedeutung. Nachhaltige Lösungen können bei der Errichtung höhere Investitionen bedingen, z.B. wenn Tiefbauarbeiten zur Verlegung von Glasfasertrassen erforderlich sind. Eine andere Möglichkeit zur Senkung der Deckungslücke sind vergleichsweise hohe monatliche Kosten für potenzielle Kunden. Diese finden dann eine geringere Akzeptanz und ermöglichen auch nicht die gewünschten Nutzungsergebnisse.

Im Einzelfall kann die überhöhte Gewichtung der Deckungslücke bedeuten, dass ein Angebot zum Ausbau ohne Deckungslücke einem nachhaltigen Ausbau unter Verlegung von neuen Infrastrukturen vorzuziehen ist, selbst wenn Performance-Werte, geringe Ausbaumöglichkeiten und schlechte Kundenkondition eneindeutig dagegen sprechen. Dies spricht nicht gegen alternative Technologie, die im Technologiemix weiterhin ihre Berechtigung haben, wenn niedrige Kundenpotenziale, lange Anlauflängen, schwierige Topographie oder niedrige Besiedlungsdichte einen leitungsgebundenen Ausbau unwirtschafltich bzw. Deckungslücken unverhältnismäßig hoch ausfallen lassen. Diese Technologien kommen in diesen Fällen aber auch zum Zug, wenn die generellen Auswahlkritierien eine höhere Wichtung auf Nachhaltigkeit legen.

Jürgen Kaack 17.07.2014, 08.35 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Förderkulissen für Breitbandförderung sind ungerecht

Für die Erlangung von Fördermitteln ist von Kommunen eine Reihe von Voraussetzungen zu erfüllen. Eine davon ist die Lage des betreffenden Gebietes in einer vorgegebenen Förderkulisse und somit durch eine Kommune nicht beeinflußbar. Ballungsgebiete und Ihre Randbereiche sind regelmäßig von einer Förderung ausgenommen. Dabei ist die Versorgung in diesen Regionen zum Teil ebenso schlecht wie in rein ländlichen Gebieten und auch Besiedlungsstrukturen unterscheiden sich nicht grundsätzlich. Für den Nutzer ist es natürlich unerheblich, ob er mit DSL-light am Rande eines Ballungsgebietes kein Internet nutzen kann oder in ländlicher Umgebung. Die regelmäßige Nutzung eines Internet-Cafes in der Innenstadt stellt für beide Nutzer keine Lösung dar.

In Hessen hatte man dieses Problem frühzeitig erkannt und die Landesregierung hat mithilfe einer generell abstrakten Notifizierung bei der EU die Fördermöglichkeit auf alle unterversorgten Gebiete ausgeweitet, die die sonstigen Voraussetzungen an die Unterversorgung erfüllen.

In NRW konnten so unter anderem die Städte Kaarst und Solingen keine Fördermittel nutzen, obwohl signifkante Teile im Stadtgebiet unterversorgt waren und in ihrer Siedlungsstruktur durchaus ländlich geprägt. Kaarst hat die Deckungslücke für den Breitbandausbau schließlich vollständig aus Haushaltsmitteln finanziert. Solingen musste warten, bis die Planung der Telekom einen Vectoring-Ausbau für große Teile der Stadt ohne Zuwendungen ermöglichte. In Hessen lag Bad Homburg zunächst ebenfalls nicht in der Förderkulisse für den Breitbandausbau. Nach der Notifizierung konnte der unterversorgte Stadtteil Ober-Erlenbach dann aber erfolgreich und unter Nutzung von Fördermitteln ausgebaut werden.

Da Gewerbegebiete in vielen Fällen am Rande der Siedlungskerne liegen, sind oft Anlaufwege lang und somit die Internetgeschwindigkeit gering. Gewerbegebiete sind im Hinblick auf eine mögliche Förderung ebenfalls von der Lage in einer Förderkulisse für RWP oder GRW-Programm abhängig. Nicht wenige Kommunen haben notgedrungen den Ausbau ihrer Gewerbegebiete ohne Nutzung von Förderprogrammen aus Haushaltsmitteln vorgenommen.

Jürgen Kaack 16.07.2014, 08.42 | (0/0) Kommentare | TB | PL

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