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Blogeinträge (Tag-sortiert)

Tag: Göttingen

17. Hausverkauf von 1736 durch Johann Andreas Wachsmuthg



Nach dem Rücksprung ins 17. Jahrhundert geht es im 17. Teil geht es mit dem Hutmacher und Kürassier Johann Andreas Wachsmuth, einem Nachkommen von Hans Waßmoth aus dem vorherigen Teil, wieder im 18. Jahrhundert weiter.


Marie Catharina Willigen und Hans Casper Waßmuht hatten anscheinend nur ein Kind, Johann Andreas Wachsmuth, der am 27.03.1705 in St. Albani in Göttingen getauft wird und um 1730 in Göttingen als Hutmacher seinen Vorfahren folgt. Über seine Entwicklung bis 1736 ist wenig bekannt, in diesem Jahr verkauft er am 08.08. ein Haus im Göttingen Stadtteil Geismar, das er von seinem zuvor verstorbenen Vater geerbet hat. Seine Mutter lebt zum Zeitpunkt des Hausverkaufs noch und bekommt einen Anteil am Erlös. Das Haus brachte 232 Taler und 18 Mariengroschen, was in etwa dem Jahresgehalt eines Handwerksmeisters entsprochen haben dürfte. Der Käufer des Hauses mit „Kothhauß“ und Garten ist sein Cousin Johann Andreas Willigen.

Im Spätherbst 1736 oder Anfang 1737 ist Joahnn Andreas auf jeden Fall in Hadersleben als Hutmacher und Reiter im Oldenburgischen Kürassier-Regiment Friis in der von Rittmeister Ludolf Erich von Lersner (08.01.1713 bis 30.01.1773) geführten Kompanie diente.

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Jürgen Kaack 08.05.2018, 09.10 | (0/0) Kommentare | TB | PL

16. Hans Waßmoth aus Göttingen, geboren 1585



Nach dem Sprung ins 18. Jahrhundert gehen wir mit den nächsten Dokumenten noch mal um ein Jahrhundert zurück und begeben uns nach Göttingen. In Göttingen konnten die frühesten Vorfahren aus dem Zweig der Wachsmuth nachgewiesen werden. 1736 ist ein Nachfahre von Hans Waßmoth als Kürssier nach Hadersleben in Jütland gezogen und dessen Nachkommen kamen über Söder-Sejelv, Aventoft und Hoyer nach Tinnum auf Sylt.


Der älteste bekannte Vorfahre aus der Familie Wachsmuth ist Hans Waßmoht, der um 1585 geboren wurde, vermutlich aber nicht aus Göttingen stammt, da er nicht im Bürgerbuch verzeichnet ist. Er hat am 10.01.1613 die Jungfrau Treise geheiratet und starb mit 79 Jahren. Sein Sohn Hans Hermann Wachsmuth (getauft am 10.05.1633 und begraben am 25.03.1695) wurde am 24.01.1657 in Göttingen eingebürgert und hat nur drei Tage später am 27.01.1657 die um 1635 geborene Catharina Knuppel geheiratet.  Er hat als Hutmacher und Filzmacher 2. Klasse gearbeitet, 1689 erwirbt er ein Brauhaus in Göttingen. Hans Hermann wird knapp 62 Jahre alt und am 25.03.1695 auf dem Friedhof von St. Albani beerdigt, im Kirchenbuch wird hierzu vermerkt: „Am 25.03.1695 auf ehrliche Weise mit christliche Ceremonie begraben“. Seine Frau überlebt ihn um 17 Jahre und stirbt mit ca. 76 Jahren, sie wird am 24.01.1712 beerdigt.

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Jürgen Kaack 06.05.2018, 11.06 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Neue Funde für die Familienforschung für Wachsmuth

Seit einigen Jahren bin ich auf der Suche nach Informationen zu einem meiner Vorfahren, der am Anfang des 18. Jahrhunderts geboren wurde. Eigentlich ist das hier auftretende Problem gar nicht mal so selten. Ein junger Mann tritt einem der damals zahlreichen Regimenter bei und zieht mit diesem an einen Einsatzort, wo er eine Frau findet und Kinder bekommt. Ist kein Heiratseintrag vorhanden, wird es schwierig, den Geburtsort und die Eltern zu finden. Dann können manchmal die Musterungsrollen helfen, wenn man diese denn findet.

Mein ältester bekannter Vorfahre aus dem Wachsmuth-Zweig ist Johann Andreas Wachsmuth, der um 1835 in Hadersleben als Reiter und Hutmacher im Oldenburgischen Kürassier-Regiment Friis unter dem Kommando von Rittmeister von Lersner auftaucht, der erst 1737 zum Rittmeister befördert und Kommandeur einer Kompanie wurde. Ab 1738 werden die vier Kinder von Anna Maria und Johann Andreas Wachsmuth in Hadersleben geboren, deren weitere Entwicklung so gut wie lückenlos verfolgt werden kann. Johann Andreas Wachsmuth war mit Anna Maria Luca Buchwald verheiratet, die am 24.10.1710 in Nimptsch in Schlesien als Tochter des Großknechts Christoph Buchwald zur Welt kommt. Über die Herkunft von Johann Wachsmuth und auch über sein genaues Geburtsdatum konnte hier nichts in Erfahrung gebracht werden. Ein Eheeintrag könnte hilfreich sein, aber weder in Hadersleben noch in Nimptsch ist ein solcher Eintrag zu finden. Der Name Wachsmuth spricht definitiv nicht für eine Herkunft aus Jütland.

Die Suche nach den Musterungsrollen blieb bislang erfolglos. Das Regiment wurde wohl um 1703 in Oldenburg aufgestellt, dann aber an den dänischen König ausgeliehen und später auch an den Gottorfer Hof. Im fraglichen Zeitraum von 1736 bis 1747 war das Kürassier-Regiment mit acht Kompanien im Raum Kolding / Hadersleben stationiert. Wo könnte jetzt also die Musterungsrolle archiviert sein?

Durch Zufall hat sich ein Dokument im Stadtarchiv von Göttingen gefunden, nach dem ein Kürassier Johann Andreas Wachsmuth im Jahr 1736 in Göttingen ein Haus verkauft hat. Der passende Zeitraum spricht dafür, dass er aus Göttingen nach Hadersleben gezogen ist. Jetzt kann eine systematische Forschung in Göttingen helfen, weitere Daten zu finden mit seinem Geburtsdatum und Angaben zu seinen Eltern. Sofern dies gelingt, wäre ein weiteres Rätsel aus der Familienforschung gelöst.


Jürgen Kaack 13.10.2017, 12.29 | (0/0) Kommentare | TB | PL

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