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Tag: Einbeck

Offene Enden im Stammbaum

Nicht in allen Fällen lässt sich auf Anhieb eine lückenlose Kette der Vorfahren erstellen. Manchmal sind detektivische Qualitäten erforderlich, um neue Ansätze zur Suche zu finden. Spekulationen sind zulässig, aber dann sollten Belege zur Verifikation der These gesucht werden. Lassen sich Lücken im Stammbaum nicht vollständig schließen, sollte gekennzeichnet werden, welche Informationen validiert werden können und welche auf Mutmaßungen basieren. Größere Ortswechsel können offene Stellen im Stammbaum bedingen, die in einzelnen Fällen nur durch Zufall geschlossen werden können.

 

 „Offene“ Enden lassen sich kaum vermeiden, da die Kirchenbuchschreibung teils erst spät begonnen wurde, Einträge fehlen oder fehlerhaft sind. Es kommt erschwerend hinzu, dass die notwendigen Originaldokumente und Kirchenbuch-Einträge manchmal nicht verfügbar sind, ganze Jahrgänge können durch Feuer oder Kriegshandlungen vernichtet worden sein. Manchmal gibt es dann keine validen Ansätze für weitere Forschungen. Auch in dem Stammbaum, der dem vorliegenden Buch zugrundeliegt, gibt es solche Lücken. Die „offenen“ Enden muss man entweder akzeptieren oder die Suche ausweiten, mit viel höherem Aufwand und bei immer noch offenen Ausgang. Manchmal helfen Zufallsfunde, die neue Verbindungen aufzeigen. Auch bei den vorliegenden Ergebnissen der Familienforschung haben Zufallsfunde geholfen.


Die nachfolgenden Beispiele zeigen, dass es Fälle gibt, in denen eine systematische Suche kaum erfolgversprechend ist. Noch schwieriger als die Beschaffung der Lebensdaten gestaltet sich die Suche nach Beschreibungen von Lebensumstünden, Nennungen in Dorf- oder Schul-Chroniken. Aber auch hier sind Grenzen erreicht. Einige dieser „offenen Enden“, die sich einmal in der 7. Generation und an einigen Stellen in der 8. Generation des Stammbaums des Autors finden, seien kurz dargestellt: 

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Jürgen Kaack 14.01.2018, 15.21 | (0/0) Kommentare | TB | PL

"Anna Müller aus Braunschweig" - Lebensgeschichte über zwei Weltkriege und Chronik der Vorfahren

Mein neues Buch beschäftigt sich mit dem Leben und den Vorfahren meiner Großmutter Anni Müller, die drei Jahre vor meiner Geburt gestorben ist und nur durch die Erzählungen meiner Mutter für mich lebendig wurde. Sie hat in ihrem Leben viele Veränderungen erlebt.

Die Ehe ihrer Eltern war zerrüttet, ihr Mann Kapitän Charles Carstensen, hat lange Zeiten auf See verbracht und den ersten Weltkrieg über drei Jahre in Verdun erlebt. Nach dem Krieg musste Anni ihre beiden Töchter während der Abwesenheit ihres Mannes alleine erziehen. Mit dem Ende der Seefahrt ging auch der bescheidene Wohlstand zu Ende. Der zweite Weltkrieg brachte Entbehrungen und den Tod ihrer engen Verwandten in Hamburg während der Operation Gomorrha durch Brandbomben. Nach dem Krieg ging durch die Währungsreform das ersparte Vermögen verloren und der geplante Kauf eines eigenen Hauses wurde unmöglich.

Trotzdem war Anni eine lebensbejahende und positive Persönlichkeit, die die Familie zusammengehalten hat. Sie starb viel zu früh mit 54 Jahren.

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Jürgen Kaack 16.12.2017, 15.50 | (0/0) Kommentare | TB | PL