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Blogeinträge (Tag-sortiert)

Tag: Dänemark

Die kurze Ehe von Marie Charlotte und Carl Christian Carstensen

Neben dem älteren Bruder Matthias und dem jüngeren Bernhard Martin wird noch in Rodenäs am 14.09.1863 Carl Christian Carstensen als Sohn von Catharina Nielsen und Diderich Edlef Carstensen geboren. Zusammen mit seinen Eltern zieht er 1887 nach Westerland und wohnt zunächst mit im elterlichen Haus im Gaadt 9. In Westerland heiratet er am 17.04.1892 die in Tinnum geborene Maria Charlotte Wachsmuth. Sie wurde am 06.08.1892 als einziges Kind von Inken Sermine Söberg und Andreas Theodor Wachsmuth in Tinnum geboren. Bei der Hochzeit war sie gerade 17 geworden und Carl Christian 28 Jahre alt.

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Jürgen Kaack 12.12.2017, 15.53 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Hochzeit in der Carstensen-Familie 1919 in Westerland



Familie Carstensen war keine wirklich kleine Familie. Nach den Fotos von Matthias Carstensens Sohn Christoph Diedrich 1903 und dem Familienbild von Anna Margaretha Jäger hier ein Foto aus der Familie von Bernhard Martin Carstensen, dem jüngsten Kind von Diderich Edlef. Mit Molly Petrea Wachsmuth hatte er acht Kinder. Das Foto wurde 1919 anläßlich der Hochzeit seines vierten Kindes Max aufgenommen, der am 05.01.1897 in Westerland zur Welt kam. Rechts und links von dem Brautpaar sitzen die Eltern, links neben dem Baumstamm sitzend befindet sich mein Urgroßvater Carl Christian, hinter ihm stehend die beiden Brüder Adolf und Peter Nicolay. rechts am Baumstamm lehnend die Schwester Frieda Nicolina.

Das Bild ist vor dem Haus im Gaadt 9 aufgenommen, wo zu der Zeit Diderich Edlef lebte (allerdings schon pflegebedürftig), Bernhard Martin und seine Familie sowie Carl Christian. Später hat die Familie meines Großvaters hier noch bis ca. Mitte der zwanziger Jahre gelebt. Alles in allem waren die Carstensen zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts schon eine recht große Familie, auch wenn dies nicht ganz ungewöhnlich war für die Zeit.

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Jürgen Kaack 10.12.2017, 18.09 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Die umfangreiche Familie Carstensen um 1905



Noch vor zehn Jahren war die Carstensen-Familie in meiner Kenntnis sehr überschaubar. Neben meiner Mutter kannte ich Charles Carstensen als ihren Vater und dem Namen nach meinen Urgroßvater Carl Christian.

Erst die Familienforschung hat die wahre "Breite" der Familie gezeigt. 1885 kamen Catharina und Diderich Edlef Carstensen mit ihren in Rodenäs geborenen Kindern Matthias, Anna Margaretha, Carl Christian und Bernhard Martin nach Sylt. Ein paar Jahre später war die Familie auf Sylt durch Heiraten und Kinder stark gewachsen und umfasste insgesamt 34 Personen!

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Jürgen Kaack 05.12.2017, 15.13 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Catharina Nielsen aus Humptrup

Meine Ur-Urgroßeltern Catharina Nielsen und Diderich Edlef Carstensen in Westerland, das Foto von Catharina und Diderich Edlef muss um 1900 entstanden sein, Catharina starb am 14.04.1903 mit 73 Jahren. Catharina wurde am 01.04.1830 in Grellsbüll bei Humptrup geboren. Ihr Vater Niels Nielsen war Inste "im Sande", er lebte aber später von Almosen. Die Gegend war sehr arm. Seine erste Frau und Mutter von Catharina war Christina Andresen Borgs, geboren am 18.03.1791 in Humptrup. Sie starb mit 41 Jahren am 11.06.1832 zusammen mit ihrem vierten Kind am Kindbettfieber.

Die Vorfahren von Catharina Nielsen kann ich nicht ganz so weit zurückverfolgen, wie dies bei anderen Familienzweigen möglich war. Der älteste Vorfahre der väterlichen Seite war der 1715 in Humptrup geborene Käthner Niels Michelsen, der die 1719 geborene Catharina Feyer geheiratet hat. Ein Zweig ihrer Vorfahren kam aus Skive mit Malte Chresten (geboren um 1710), dessen Sohn über Ubjerg nach Seth zog. Andere Vorfahren aus der mütterliche Seite kamen aus Süderlügum, Tondern, Burkal und aus Døstrup. Die ältesten Vorfahren waren die dort um 1670 geborenen Anna Johannsen und Christian Sandt. Alle Vorfahren zu beschrieben würde hier zu weit führen.

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Jürgen Kaack 03.12.2017, 12.12 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Seefahrerschicksale unter Sylter Vorfahren



Erk Blick Ecken ist ein Nachfahre meiner frühesten Sylter Vorfahren Nie Schmitt (geboren um1625), Tam Peters (geboren um 1625) und Jasper Rasmussen (geboren um 1594). Erik ist der Ur-Ur-Urenkel und wurde am 30.10.1774 in Tinnum geboren. Am 19.12.1799 hat er Anna Jacobsen geheiratet und mit ihr fünf Kinder gezeugt. Die jüngste Tochter ist die am 28.07.1816 geborene Inken Boysen Bleicken, meine Ur-Ur-Urgroßmutter.
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Jürgen Kaack 24.11.2017, 14.11 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Photochrom-Drucke von Westerland im Jahr 1897



Die beiden Photochrom-Drucke von 1897 zeigen Strand und Ort von Westerland. Der obere Druck zeigt von Norden her (etwas auf der Höhe der heutigen Brandenburger Straße) das Herrenbad, das damals strikt von dem in Süden liegenden Damenbad getrennt war (auf einem der früher eingestellten Photochrom-Drucke ist das Damenbad zu sehen). Bei dem Bild könnte man meinen, dass das Bad in der Nordsee gerade nicht so attraktiv war. Vielleicht war das Wasser zu kalt, oder die angeregte Unterhaltung spannender? Die Vielzahl der Umkleidekabinen entlang der Wandelbahn deutet aber darauf hin, dass auch das Bad in der See durchaus gerne genutzt wurde. Die Perspektive des unteren Dünenbilds ist von Süden, vielleicht auf der Höhe der Käptn-Christiansen-Straße in Richtung des heutigen Zentrums von Westerland. Es ist alles noch deutlich freier und attraktiver bebaut. Warum die Flagge des norddeutschen Bundes (schwarz - weiß - rot) falsch herum aufgezogen ist, entzieht sich meiner Kenntnis!

Anders als bei den anderen hier schon vorgestellten Photochrom-Drucken ist die Farbe des Dünengrases aus meiner Sicht nicht so gut getroffen. Ansonsten gefällt mir auch dieser Druck wieder sehr gut und die Wirkung der Bilder ist sehr plastisch. Zur Herstellung der aufwändigen Photochrom-Drucke auf der Grundlage von Schwarz-Weiß Platten-Fotografien habe ich in einem früheren Beitrag berichtet.


Die untere Postkarte von ca.1910 zeigt die Veränderungen aus der Sicht der Friedrichstraße. Man erkennt rechts die beiden Hotels Belvedere und Grand-Hotel. Links sind die Hotels Miramar und Monbijou hinzugekommen.



Jürgen Kaack 19.11.2017, 14.02 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Erwerbstätigkeit nach Chronik-Datenbank 1500 bis 1900

Die Erwerbstätigkeit von Vorfahren und Verwandten ist oft, aber eben auch nicht immer, in den Kirchenbücher verzeichnet und gibt ein gutes Bild über die Tätigkeit der Menschen in der Region. Die Verteilung der in der Datenbanlk zur Chronik erfassten ca. 4.800 unmittelbaren Vorfahren und Verwandten ist typisch für die Region Schleswig-Holstein, die nordfriesischen Inseln und Jütland. Es finden sich unter den Holsaten (norelbischen Sachsen), die im südlichen Teil von Schleswig-Holstein und nördlich der Elbe siedelten: 
  • 35 Hufner mit eigenem Land
  • 17 nicht näher spezifizierte Landwirte (vermutlich oft im Nebenerwerb) 
  • 10 Hausmänner (mit eigenem Land)
  • 8   Käthner mit gepachtetem Land


Unter den überwiegend friesischen Gruppen, die sich auf Sylt, der Insel Föhr und den Halligen Langeneß, Nordmarsch und Gröde konzentrierten, finden sich (neben dem auch hier üblichen Nebenerwerb in der Landwirtschaft):

  • 10 Walfang-Commandeure (Grönlandfahrer)
  • 29 Kapitäne
  • 22 Schiffer (oft Fischerboote, aber auch andere Küstenboote wie Schmackschiffe
  • 80 Steuermänner und Seefahrer 


Die anderen (ausgewiesenen) Berufe sind wenig zahlreich und verteilt: 

  • 12 Kaufleute
  • 9 Fuhrmänner
  • 8 Zimmerleute
  • 6 Schmiede
  • 6 Müller
  • 5 Hebammen
  • 5 Bauern- oder Landvögte
  • 4 Schneider
  • 3 Weberinnen
  • 3 Dorflehrer
  • 2 Tierärzte
  • 2 Zahnärzte
  • 2 Küster
  • 2 Kürassiere aus dem 17. Jahrhunder
  • 1 Bankier
  • 1 Unternehmer
  • je 1 Bäcker, Bankier, Buchbinder, Chirurg (im 17. Jahrhundert), Deichgraf, Gerichtsbeisitzer, Hutmacher, Kirchendiener, Leuchtturmwärter, Papparbeiter, Pastor, Schneider, Schlosser, Totengräber, Unternehmer und Zollcontrolleur.

Neben den benannten Professionen war die überwiegende Mehrzahl von über 1.000 Personen der männlichen Personen in der Landwirtschaft tätig als Inste oder Tagelöhner, oft mit nebenberuflicher handwerklicher Betätigung. Große Teile dieser Gruppe war arm und besaß gerade das Nötigste. Hungersnot und auch Pestepidemien kamen häufiger vor und auch der 30-jährige Krieg hat im südlichen Holstein gewütet. Daher ist es verständlich, dass gerade im 19. Jahrhundert vermehrt Zuwanderung auf die Inseln Sylt und Föhr als Chance gesehen wurde. In dieser Zeit sind aber auch mindestens fünf Familien in die USA ausgewandert.


Weitere Informationen zu den historischen Verhältnissen in den Regionen mit Bezug auf die erweiterte Familie finden sich in der als Buch erschienen Chronik "Heimat Sylt" (auch als eBook erhältlich unter dem Titel "Chronik der Familie Kaack".

Jürgen Kaack 29.07.2017, 10.00 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Wirtschaftliche Grundlage von Sylt im 19. Jahrhundert

1850 waren 300 der insgesamt 1.209 männlichen Bewohner von Sylt in der Seefahrt tätig und davon wiederum 136 Kapitäne und Steuerleute - dies entspricht einer Quote von fast 25%! In Westerland lebten zu dieser Zeit knapp 500 Einwohner, das größte Dorf war zu dieser Zeit Morsum mit 770 Einwohnern. Aufschlussreich ist ein Blick auf die „Produktion“ der 2.706 Einwohner in jenem Jahr vor über 160 Jahren: es wurden 2.900 Tonnen Roggen, 5.960 Tonnen Gerste, 1.660 Tonnen Hafer sowie in nennenswertem Umfang Wollprodukte hergestellt. Mit elf Austernfahrzeugen wurden von den damals 20 Austernbänken 1.700 Tonnen Austern geerntet. Dies entspricht 1,5 Millionen Stück, die auf das Festland und bis nach Russland transportiert wurden.

 

In den Dünen wurden 40.000 Möweneier gesammelt und in der Vogelkoje 22.916 Krickenten gefangen. Die Hauptausfuhrprodukte von der Insel waren über viele Jahre Austern, Gerste und Wollwaren. Neben den Einwohnern lebten 226 Pferde, 1.393 Kühe und 6.563 Schafe auf der Insel. Offensichtlich funktionierte die Steuerbürokratie der Dänen damals auch schon sehr effizient, wenn so genaue Zahlen zu Möweneiern und Schafen ermittelt wurden! Die Produktion auf Föhr war bis auf Austern und Möweneier ähnlich wie auf Sylt, die Einwohnerzahl lag 1850 mit 5.400 doppelt so hoch wie auf Sylt. Auf den Halligen waren Schifffahrt, Krabbenfang sowie die Produktion von Butter, Käse, Fleisch und Wollwaren die Haupteinnahmequellen. Auf Langeneß gab es 1850 gerade mal 57 Häuser.Unter den Uthland-Friesen finden sich in nicht geringer Zahl Seeleute, Schiffer und Kapitäne. Eine hohe Zahl der Seefahrer starb vergleichsweise jung bei einem Schiffsunglück, bis hin zu den fernen Gestaden. Insbesondere die Seefahrer von Sylt und den Halligen waren als Navigatoren und Schiffsführer anerkannt. Im 17. Jahrhundert haben viele Sylter für den Walfischfang bei Spitzbergen und Grönland bei holländische und Hamburger Reeder angeheuert und manche waren danach in der Handelsschifffahrt tätig. So anerkannt die Sylter als Schiffsführer und Fischer waren, so wenig angesehen waren sie in Landwirtschaft und Viehzucht. Die Festlandsfriesen waren dagegen schon früh erfolgreich mit Landwirtschaft und Viehzucht.

Jürgen Kaack 28.07.2017, 10.00 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Kleine Geschichte der Friesen

Die Vorgeschichte der Friesen liegt weitgehend im Dunkeln, vermutlich haben sich die Stämme der Nord- und Ostfriesen aus den Westfriesen entwickelt. Nach Entstehen des Ärmelkanals zwischen Britannien und dem Festland ist Friesland von heftigeren Stürmen heimgesucht worden und Sturmfluten haben die Landschaft nachhaltig verändert. Mit den durch die Naturgewalten entstandenen Überschwemmungen der alten Seemarschen und den hierdurch bedingten Abspaltungen von Landflächen zu Inseln und Halligen gingen auch politische und gesellschaftliche Verbindungen der einzelnen Stämme verloren. Auf den Uthlanden, den Inseln Nordfrieslands entwickelten sich die Inselfriesen in eine andere Richtung als die Festlandsfriesen, die zudem in einem engen Austausch mit Holsaten und Jüten stehen. Wie der Chronisten Christian Peter Hansen in seinem lesenswerten Buch „Chronik der friesischen Uthlande“ feststellt, versteht man unter den Uthlands-Friesen „ein mit besonderen Rechten und Freiheiten versehenes, im Westen des Herzogtums Schleswig liegendes Inselland“.

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Jürgen Kaack 27.07.2017, 09.00 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Seefahrt und Walfang der Inselfriesen im 17. und 18. Jahrhundert

Im 15. und 16. Jahrhundert waren die Inselfriesen bevorzugt Fischer und Wattschiffer mit Herings- und Schellfischfang in der Nordsee, Rochen-, Schollen- sowie Austernfang im Wattenmeer. Große Heringsschwärme zogen über lange Zeit direkt an der schleswig-holsteinischen Westküste vorbei. Als sich die Zugrichtung endet, ging mit der küstennahen Fischerei in erheblichem Maße zurück. Bei der Erkundung der Gewässer westlich von Grönland auf der Suche nach einer Passage in Richtung Indien wurden große Walfamilien bei Spitzbergen gesichtet, die dort regelmäßig im Sommer hinzogen und Nachwuchs bekamen. In den Jahren nach 1610 entwickelte sich der Walfang vor „Grönland“, gemeint ist eigentlich bei Spitzbergen und wurde für die Seefahrer von Sylt, Föhr und von den Halligen ein wichtiger Erwerbszweig. Die Gründung von Stationen und Tran-Kochereien auf Grönland nach 1630 bis 1777 intensivierte das einträgliche Geschäft.
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Jürgen Kaack 25.07.2017, 10.00 | (0/0) Kommentare | TB | PL

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