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Tag: Auswanderung

Neues Buch zur Geschichte von Sylt und seinen Einwohnern

Sylt, die Insel der Schönen und der Reichen, überlaufen und unbezahlbar für Einheimische? Das ist nur eine Seite der Wirklichkeit. Wie auch immer man die Insel heute einschätzen mag, die Geschichte ist wechselhaft und vor nicht allzu langer Zeit war die Mehrzahl der Bevölkerung arm und immer wieder von Sturmfluten heimgesucht.

Die Geschichten der Vorfahren des Autors illustrieren die Veränderungen des Lebens auf Sylt über die Jahrhunderte. Der älteste Vorfahre wurde einer der ersten Grönland-Commandeure, die mit dem Walfang den ersten Wohlstand auf die Insel gebracht haben. Ein anderer gehörte dem Sylter Rat an, der über die Geschicke des täglichen Lebens entschied. Es finden sich Seeleute bis zu Kapitäne, die in Handelsschifffahrt rund um den Globus unterwegs waren. Neben Schiffsunglücken bedrohten Piratenüberfälle die Handelsschiffe. Zuhause waren Austern, Wolle und Möweneier wichtige Handelsgüter. Die ärztliche Versorgung war schlecht und zahlreiche Frauen starben jung mit Kindbettfieber.

Erst nachdem 1855 Westerland zum Nordseebad ernannt wurde, verbesserte sich die wirtschaftliche Lage und Sylt wurde zum Zuwanderungsgebiet. 1830 kamen vier Wachsmuth-Brüder nach Sylt und siedelten in unterschiedlichen Orten. 1850 heiratet ein schwedischer Kapitän in Tinnum ein. 1867 zog Rentmeister Janssen mit seiner Familie nach Westerland und leitete das Zollamt. Seine Tochter erbaute mit ihrem Mann das damals größte Hotel, Villa Baur-Breitenfeld, ein Sohn gründete die erste Privatbank auf der Insel. 1885 zog Familie Carstensen von Rodenäs nach Westerland und begleitete den Aufbau mit handwerklichen Aktivitäten. Als letztes kam 1919 der Tierarzt Kaack nach Westerland. Neben den Zuwanderungen sind im 19. Jahrhundert mehrere Mitglieder der Wachsmuth und Carstensen-Familie nach Amerika ausgewandert.

Das Buch basiert in wesentlichen Teilen auf Inhalten aus der Chronik "Heimat Sylt" und enthält zahlreiche alte Fotos und Drucke aus der Zeit ab 1850. Einzelne Episoden aus dem Text habe ich in den letzten Wochen hier vorgestellt. Erhältlich ist das Buch beim Verlag BoD, bei Amazon und im Buchhandel. Eine eBook-Version folgt.

Jürgen Kaack 09.12.2017, 09.04 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Familien-Chronik: Heimat Sylt


Nach der eBook-Version meiner Chronik zur Familiengeschichte im Umfeld der regionalen und historischen Entwicklung ist jetzt auch in gedruckter Form verfügbar. Im DIN A4-Format sind Fotos und Grafiken besser im Detail zu betrachten. Auf 320 Seiten und mit Hardcover-Einband wird die Geschichte von 1500 bis in die 1960er Jahre dargestellt. 

In dem Text werden u.a. die Familien-Linien der Carsensen, Janssen, Lorenzen und Wachsmuth analysiert, die auf Sylt ihre Spuren hinterlassen haben und Verbindungen mit eingesessenen Sylter-Familien eingegangen sind. Die Forschungen decken Einzelschicksale auf und versuchen Ursachen zu ermitteln für regionale und berufliche Veränderungen im Laufe der Zeit.

Die Buchversion ist aufgrund der Produktionskosten teurer als das eBook. Das Buch kann u.a. über Amazon erworben werden. Der Link zu der Seite kann durch Anklicken des obigen Bildes erreicht werden.

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Jürgen Kaack 06.01.2017, 23.11 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Chronik der Familie Kaack: Wege nach Sylt



Die Analyse der Geschichte der Familie Kaack erlaubt einen Rückblick auf eine nahezu 500-jährige Geschichte. Im Hinblick auf die Herkunft finden sich zu drei Vierteln nordelbische Holsaten, Jüten und Nordfriesen und zu einem Viertel Vorfahren aus dem Gebiet Braunschweig in Niedersachsen. Ein Vorfahre stammt aus Göteborg und zwei weitere aus Nimptsch (Schlesien). Die Vorfahren aus der Gegend nördlich der Elbe gliedern sich in drei Viertel:

  • Jüten aus Süddänemark (Højer, Hadersleben, Mögeltondern, Süderlügum, Humptrup);
  • Inselfriesen (Uthlands-Friesen) von Sylt, Föhr und den Halligen Gröde, Habel und Langeneß;
  • Holsaten aus den Bereichen Bordesholm, Vaale, Neuenkoogsdeich und Westerbüttel (Brunsbüttel), Steinburg zwischen Glückstadt und Elmshorn sowie Nübbel bei Rendsburg.

Die Ur-Sylter Familien, die eine Verbindung mit den Zugezogenen eingegangen sind, lebten überwiegend in dem kleinen regionalen Gebiet um Westerland, Tinnum und Keitum. Betrachtet werden die Ursprünge und Veränderungen in den Familienzweigen Carstensen, Wachsmuth, Janssen, Lorenzen, Johannsen, Dose, Kröger, Thormählen, Müller, Niedhardt, Buchwald, Søeberg, Schröder und Kaack. Aus diesen Zweigen gab es insbesondere seit Anfang des 19. Jahrhunderts Zuzüge auf die Insel Sylt, die Geburtsort und Heimat für nachfolgende Generationen wurde. Durch Einheirat kam es zu Verbindungen mit den Ur-Sylter Familien Bleicken, Erken, Boysen. Seit den 1990er Jahre lebt keiner der engeren Verwandten der Familie Kaack mehr auf Sylt. Wie bei viele anderen Familien sind Verwandte in der Vergangenheit zugezogen und später entweder in anderen eigener Familien aufgegangen oder wieder weggezogen.
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Jürgen Kaack 29.12.2016, 14.08 | (0/0) Kommentare | TB | PL

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